AS Monaco sagt ab

BVB im Transfer-Dilemma: Torwart Gregor Kobel da – aber Roman Bürki auch noch

Beim BVB liegt aktuell eine ungünstige Torwart-Konstellation vor. Neuzugang Gregor Kobel fehlt noch, ein Transfer von Roman Bürki hat sich zerschlagen.

Dortmund – Am 1. Juli startet für jene Spieler, die nicht auf Länderspielreise sind, die Saison-Vorbereitung beim BVB. Sehr wahrscheinlich werden Beobachter in Brackel dann ein vertrautes Bild sehen.

NameRoman Bürki
Geboren14. November 1990 (Alter 30 Jahre), Münsingen, Schweiz
Größe1,87 Meter
VereinBorussia Dortmund (BVB)

BVB mit Transfer-Dilemma: Torwart Roman Bürki bleibt, Gregor Kobel weg

Noch vor wenigen Wochen schienen die Fronten geklärt: Neuzugang Gregor Kobel wurde als neuer Torwart Nummer eins vom VfB Stuttgart geholt. 15 Millionen Euro Ablöse lässt sich Borussia Dortmund den Transfer kosten. Der Schweizer unterschrieb einen Vertrag bis 30. Juni 2026.

Roman Bürki hingegen hatte der BVB das Vertrauen entzogen. Der einstige Platzhirsch im Tor sollte den Ruhrpott nach sechs Jahren verlassen. Als Ideallösung für alle Beteiligten bot sich für Roman Bürki ein Wechsel von Borussia Dortmund zur AS Monaco an.

BVB plante Transfer von Roman Bürki und mit Gregor Kobel als neuen Torwart Nummer eins

So hätte der BVB das fürstliche Jahresgehalt von fünf Millionen Euro für einen Bankdrücker eingespart. Roman Bürki hätte wieder berechtige Ambitionen auf den Stammplatz im Tor eines Champions-League-Teilnehmers erheben dürfen und die Monegassen hätten für schlappe fünf Millionen Euro Ablöse einen erfahrenen Torwart bekommen.

Gleichzeitig erwartete man Gregor Kobel fix zum Trainingsauftakt am 1. Juli in Dortmund. Denn der Neuzugang wurde – ebenso wie seine Landsmänner Roman Bürki und Marwin Hitz – nicht für die EM mit der Schweiz nominiert.

Torwart Gregor Kobel ist nach seinem Transfer vom VfB Stuttgart die Nummer eins beim BVB.

BVB im Torwart-Dilemma: Trainingsauftakt am 1. Juli mit Roman Bürki aber ohne Gregor Kobel?

Was für BVB-Torwart Gregor Kobel einen Nackenschlag bedeutete, wird sein neuer Verein nicht ganz unzufrieden zur Kenntnis genommen haben. So hätte der 23-Jährige die komplette Vorbereitung mit den neuen Kollegen absolvieren können. Sicherlich kein Nachteil bei der Eingewöhnung.

Nun aber könnte alles ganz anders kommen. Es scheint nicht ausgeschlossen, dass wie gewohnt Roman Bürki und Marwin Hitz am 1. Juli in Brackel aufschlagen, Gregor Kobel aber nicht. Das hat zwei Gründe.

BVB: Transfer von Torwart Roman Bürki zur AS Monaco fällt wohl flach

Erstens: Der Transfer von Roman Bürki zur AS Monaco hat sich laut Informationen der Bild-Zeitung zerschlagen. Dem Bericht zufolge hat Trainer Niko Kovac andere Pläne.

Torwart Roman Bürki macht beim BVB eine schwere Zeit durch. Seine Zukunft ist ungewiss.

Der BVB hat den Vertrag des 30-Jährigen erst im vergangenen Sommer zu deutlich verbesserten Bezügen bis Sommer 2023 verlängert. Und bleibt jetzt vorerst auf seinem ausgemusterten Torwart sitzen.

BVB: Transfer von Roman Bürki geplatzt, Gregor Kobel als EM-Torwart nachnominiert

Die Konstellation birgt Zündstoff, hegt Roman Bürki doch klare Stammkeeper-Ambitionen und verdient mit fünf Millionen Euro deutlich mehr als die Kollegen Gregor Kobel (3,5 Millionen Euro laut Bild) und Marwin Hitz (drei Millionen Euro). Beim BVB hofft man deshalb, dass sich bald ein Verein findet, der die geforderten fünf Millionen Euro Ablöse bezahlt.

Zweitens: Gregor Kobel wurde nun doch noch für die Schweiz bei der EM mit dem BVB-Kollegen Manuel Akanji nachnominiert. Grund dafür ist, dass der bisherige Reserve-Torwart Jonas Omlin sich eine Sprunggelenksverletzung zugezogen hat und für die komplette Europameisterschaft ausfällt.

Der Transfer von Gregor Kobel zum BVB ist perfekt. Jetzt ist er mit der Schweiz bei der EM unterwegs.

BVB noch länger ohne Gregor Kobel? Torwart-Dilemma mit Roman Bürki

Damit ist der BVB-Neuzugang mindestens Ende Juni mit seinem Heimatland unterwegs. Am Sonntag (20. Juni) endete für die Eidgenossen die Vorrunde mit dem abschließenden Gruppenspiel gegen die Türkei. Nach dem 3:1-Sieg winkt die Qualifikation für das Achtelfinale und damit auch eine noch längere Abwesenheit.

Grundsätzlich stehen den EM-Fahrern laut Ruhr Nachrichten zusätzlich drei Wochen Extra-Urlaub zu. Dass der neue Torwart Teile der Vorbereitung verpasst, ist also ein realistisches Szenario.

Denkbar ist allerdings auch, dass Gregor Kobel zumindest auf Teile seines Urlaubs verzichtet, um nach seinem Transfer in Dortmund direkt voll durchzustarten. Stand jetzt gilt beim BVB aber die ungünstige Konstellation: Mit Roman Bürki ist die alte Nummer eins ist noch da, die neue Nummer eins ist weg.

Rubriklistenbild: © Dennis Ewert/RHR-FOTO/Pool

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