Bislang in Dortmund nicht überzeugt

Thomas Meunier bekommt Ansage: BVB-Boss formuliert klare Forderung

Thomas Meunier spielte beim BVB eine maximal durchschnittliche Saison, überzeugte dann aber bei der EM. Jetzt besprach er mit Michael Zorc das weitere Vorgehen von Borussia Dortmund.

Dortmund – Fans von Borussia Dortmund dürften sich in den vergangenen Wochen verwundert die Augen gerieben haben. War das BVB-Profi Thomas Meunier, der bei der EM einen Rekord im belgischen Trikot knackte? Nach einer wahrlich nicht guten Saison des 29-Jährigen war das kaum zu glauben.

NameThomas Meunier
Geboren12. September 1991 (Alter 29 Jahre), Sainte-Ode, Belgien
Größe1,91 Meter
Aktuelle TeamsBorussia Dortmund (#24 / Abwehrspieler), Belgische Fußballnationalmannschaft

BVB: Thomas Meunier kassiert heftige Ansage – neuer Transfer-Plan von Borussia Dortmund steht

Früh gab es beim BVB scharfe Kritik an Neuzugang Thomas Meunier, aber Michael Zorc schützte ihn im Oktober 2020. „Thomas sorgt für eine sehr gute Balance in seinem Spiel. Seine körperliche Präsenz und seine Ausstrahlung helfen uns enorm“, so der Sportdirektor gegenüber den Ruhr Nachrichten.

Die Worte überraschten viele Fans, zeigte letztlich doch auch die BVB-Auswertung zur Abwehr in der Saison 2020/21 keine gute Spielzeit des Belgiers auf. Mittlerweile hat sich auch beim Sportdirektor die Ansicht geändert. Thomas Meunier kassierte in einer gemeinsamen Saison-Nachbesprechung eine Ansage.

Thomas Meunier: BVB erwartet „deutliche Leistungssteigerung“ vom Rechtsverteidiger

„Ich habe ihm klargemacht, dass wir eine deutliche Leistungssteigerung erwarten“, sagte Michael Zorc den Ruhr Nachrichten. Die Anhänger von Borussia Dortmund zeigten sich nach der Verpflichtung im Sommer 2020 aus einem Grund besonders enttäuscht: Thomas Meunier konnte einem Vergleich mit Ashraf Hakimi nicht standhalten.

Während der Marokkaner, der kürzlich von Inter Mailand zu Paris St. Germain wechselte, die rechte Außenbahn rauf und runter rannte und vor allem in der Offensive ein starkes Pendant zu Raphael Guerreiro auf der linken Seite darstellte, blieb Thomas Meunier verhaltener. Er machte seine Arbeit solide, zeigte sich aber vor allem im Offensivspiel ohne große Auffälligkeiten.

Thomas Meunier kassiert beim BVB eine deutliche Ansage. Der Transfer-Plan für die Rechtsverteidiger-Position steht.

Thomas Meunier (BVB): Starke Leistungen bei der EM mit Belgien

Im März verlor Thomas Meunier endgültig seinen Stammplatz an Mateu Morey, nach dessen Verletzung erhielt sogar Routinier Lukasz Piszczek in der Endphase seiner Karriere den Vorzug. Trotz einer bescheidenden Saison beim BVB ging es für den Belgier aber zur EM – und dort überzeugte der 29-Jährige.

„Er hatte gute Vorstöße über die Seite und hat gute Flanken geschlagen“, resümierte Michael Zorc, der sich die Spiele im TV anschaute. Leistungen wie diese hätte sich der BVB-Sportdirektor von Thomas Meunier auch im schwarz-gelben Trikot deutlich öfter gewünscht.

BVB: Thomas Meunier drückt mit Sportdirektor Michael Zorc die Reset-Taste

Aufgeben wolle Michael Zorc den Rechtsverteidiger, der im Sommer 2020 ablösefrei von Paris St. Germain kam, allerdings nicht. Bei der Saison-Nachbesprechung wurde ein gemeinsames Vorgehen besprochen. „Wir waren uns einig, jetzt die Reset-Taste zu drücken“, so der Sportdirektor.

Im belgischen Trikot lief es für Thomas Meunier bei der EM deutlich besser als beim BVB.

Thomas Meunier solle beim BVB unter dem neuen Trainer Marco Rose, der seinen Start in Dortmund positiv erlebte, wie die Ruhr Nachrichten berichten, eine neue Chance erhalten. Mit einer ähnlichen Leistung wie bei der EM mit Belgien dürfte der 29-Jährige auch bei den Fans punkten können.

BVB: Thomas Meunier bekommt neue Chance – kein weiterer Transfer geplant

Einen Ersatz wolle Borussia Dortmund zumindest laut der Tageszeitung nicht verpflichten. So habe ein Rechtsverteidiger-Transfer keine hohe Priorität, obwohl Lukasz Piszczek seine Karriere beendet hat und Mateu Morey noch mehrere Monate verletzt fehlen wird.

Doch Michael Zorc scheint Thomas Meunier zu vertrauen. Dazu komme der Belgier mit seiner lockeren Art gut im Team an. Der Wohlfühlfaktor stimmt, vielleicht bald auch die Leistungen.

Rubriklistenbild: © Noah Wedel via Kirchner-Media

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