Konsequenzen für Stammspieler

BVB mit Schlotterbeck und Süle: Stammkraft droht der Bank-Platz

Der BVB arbeitet mit Hochdruck am Umbruch. Doch was bedeuten die Neu-Verpflichtungen in der Abwehr für die Routiniers?

Dortmund – Nach zahlreichen Spekulationen und Transfer-Gerüchten gab es bei Nico Schlotterbeck und dem BVB doch noch ein Happy End. Der 22-jährige Nationalspieler ist damit schon die zweite Verpflichtung für die schwarz-gelbe Abwehr.

VereinBorussia Dortmund
Gründung19. Dezember 1909
VereinsfarbenSchwarz-Gelb
TrainerMarco Rose

BVB-Transfer von Schlotterbeck fix: Jetzt droht Stammspieler der Bank-Platz

Schon Anfang des Jahres vermeldete Borussia Dortmund die Verpflichtung von Bayern-Star Niklas Süle. Zwei Nationalspieler, zwei Innenverteidiger, zwei Hoffnungsträger beim schwarz-gelben Umbruch. Immerhin ist die Abwehr erklärte Schwachstelle bei den Westfalen.

Wettbewerbsübergreifend kassierte die Borussia bereits 74 Gegentore, davon 50 in der Bundesliga (Stand 3. Mai). Eine Bilanz eines Tabellenzweiten unwürdig: „Wenn ich auf die Tabelle schaue und sehe, dass wir als Zweiter 50 Gegentore haben, dann ist klar, was die Kernthematik ist“, erklärte BVB-Trainer Marco Rose nach der bitteren 3:4-Pleite gegen den VfL Bochum.

BVB: Schlotterbeck und Süle kommen – was passiert mit Hummels, Akanji und Zagadou?

Immerhin ist es auch die höchste Gegentor-Quote unter den Anwärtern auf internationale Wettbewerbe. Ein Wert, den der Übungsleiter in der nächsten Saison definitiv geringer halten will. Nico Schlotterbeck und Niklas Süle sollen helfen. Doch das hat Konsequenzen für die aktuellen BVB-Innenverteidiger Mats Hummels, Manuel Akanji und Dan-Axel Zagadou.

Bei Manuel Akanji scheint ein Transfer nahezu sicher: An Interessenten mangelt es nicht und sein Vertrag läuft noch bis Juni 2023. Heißt: Noch kann der BVB mit einem Verkauf gutes Geld mit dem Defensiv-Profi einnehmen.

Der BVB holt Nico Schlotterbeck. Jetzt müssen die Stammspieler mit Konsequenzen rechnen.

BVB-Transfers: Akanji und Zagadou verlassen Dortmund voraussichtlich – Hummels in der Kritik

Auch ein Abgang des Dauerverletzten Dan-Axel Zagadou vom BVB bahnt sich an. Seit seinem Wechsel im Sommer 2017 verpasste der 1,94 Meter große französische Hüne verletzungsbedingt 83 Spiele. Sein Vertrag läuft im Sommer aus und wird voraussichtlich nicht verlängert.

Damit hätten sich die Personalien Zagadou und Akanji quasi von alleine erledigt. Einzig bleibt noch Verteidiger Mats Hummels. In der laufenden Saison geriet der einstige Abwehrchef des BVB immer häufiger in die Kritik: zu langsam, zu oft verletzt.

BVB: Mats Hummels winkt der Bank-Platz bei Borussia Dortmund

Angesichts der beiden Neuzugänge Niklas Süle und Niko Schlotterbeck winkt dem jahrelangen Stammspieler wohl nur noch ein Platz auf der Bank des BVB. Der 33-Jährige spielte von 2009 bis 2016 für die Borussia aus Dortmund, wechselte dann im Sommer zum FC Bayern München und kehrte 2019 wieder ins Ruhrgebiet zurück.

Nico Schlotterbeck wechselt vom SC Freiburg zum BVB.

Auch wenn die Bank nicht den Zukunftsplänen von Mats Hummels entsprechen dürfte, gilt er als Befürworter des Schlotterbeck-Transfers. Und eine Alternative zur Bank gebe es noch – wenngleich sie als recht unwahrscheinlich gilt: eine Systemumstellung beim BVB, in der die zwei neuen und der routinierte BVB-Innenverteidiger eine Dreierkette bilden.

Rubriklistenbild: © RHR-Foto/Imago

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