„Wäre Mega-Deal gewesen“

BVB plante Transfer-Hammer: Kylian Mbappe kam aus einem Grund nicht

Kylian Mbappe im Zweikampf für PSG.
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Der BVB hatte Interesse an einem Transfer von Kylian Mbappe. Doch der Wechsel scheiterte, wie Sven Mislintat erklärt.

Der BVB gilt als großes Sprungbrett für internationale Top-Talente. Ein solches musste man sich ungewollt durch die Lappen gehen lassen, wie Sven Mislintat verrät.

Dortmund – Kaum ein anderer Verein steht derart für die Entwicklung internationaler Top-Talente, wie Borussia Dortmund. Diese Reputation hat der Verein auch seinem ehemaligen Chefscout Sven Mislintat (48) zu verdanken.

Name Sven Mislintat
Geboren5. November 1972 (Alter 48), Kamen
AusbildungRuhr-Universität Bochum
Aktuelle PositionSportdirektor beim VfB Stuttgart

Borussia Dortmund: Sven Mislintat bescherte dem BVB echte Mega-Transfers

Von 2006 bis 2017 war Sven Mislintat bei Borussia Dortmund unter anderem als Leiter der Scouting-Abteilung tätig. Während seiner Amtszeit entdeckte der 48-Jährige mit seinem Team beispielsweise Spieler wie Robert Lewandowski (32), Ousmane Dembélé (23) oder Shinji Kagawa (32).

Sein besonderes Talent, die Stars von morgen zu entdecken, bescherte dem aktuellen Sportdirektor des VfB Stuttgarts den Spitznamen „Diamantauge“. Wenig verwunderlich ist es daher, dass auch Kylian Mbappé (22) frühzeitig auf dem Radar des einstigen BVB-Chefscouts landete.

Ehemaliger BVB-Chefscout Sven Mislintat verrät: „Borussia Dortmund wollte Transfer von Kylian Mbappé“

Wie Sven Mislintat im Podcast „kicker meets DAZN“ verriet, hatte Borussia Dortmund im Sommer 2016 großes Interesse an einer Verpflichtung des einstigen Stürmers der AS Monaco: „Es war total schade, dass man bei Kylian Mbappé keinen Zugang gefunden hat“, so der 48-Jährige.

„Er war zu einem gewissen Zeitpunkt ablösefrei (2016, Anm. d. Red), wo auch viele dran waren. Da hatten wir aber keine Chance, das zu gewinnen. Wenn du den damals ablösefrei aus Monaco hättest klauen können, wäre es natürlich ein Mega-Deal gewesen“, führt der Sportdirektor des VfB Stuttgart fort.

Der BVB hatte im Sommer 2016 großes Interesse an einer Verpflichtung von Kylian Mbappé.

Borussia Dortmund: Kylian Mbappé entschied sich gegen den BVB und Sven Mislintat

Anstatt zum BVB zu wechseln, entschied sich Kylian Mbappé allerdings für eine Vertragsverlängerung bei der AS Monaco. Die Entscheidung des heutigen Mega-Stars sollte sich bezahlt machen: In der Saison 2016/2017 feierte er mit den Monegassen die französische Meisterschaft.

Die Wege der beiden Protagonisten kreuzten sich jedoch bereits im April 2017 im Viertelfinale der Champions League. Das Spiel wurde damals von einem heimtückischen Bombenanschlag auf die Spieler von Borussia Dortmund überschattet.

Borussia Dortmund: BVB machte in der Champions League Bekanntschaft mit Transfer-Ziel Kylian Mbappé

Rein sportlich stellte Kylian Mbappé schon damals unter Beweis, dass er zu Höherem bestimmt ist. In Hin- und Rückspiel gelangen dem Mega-Talent drei Treffer und der BVB musste sich in der Zusammenrechnung mit 3:6 geschlagen geben.

Schlussendlich entschied sich der Top-Stürmer dann im Sommer 2017 für einen Wechsel zu Paris Saint-Germain. Nach einer einjährigen Leihe überwies der französische Serienmeister 145 Millionen Euro für die Dienste des heute 22-Jährigen.

Erling Haaland statt Kylian Mbappé: BVB-Star sammelt Rekorde in der Champions League

Voller Wehmut müssen Sven Mislintat und der BVB allerdings nicht auf den verpassten Transfer zurückblicken. Denn inzwischen spielt mit Erling Haaland (20) das wohl treffsicherste Sturmjuwel weltweit – neben Kylian Mbappé – in Reihen der Dortmunder Borussia. Auch, wenn das „Diamantauge“ bei diesem Coup seine Finger nicht im Spiel hatte.

Die Plattform Transfermarkt.de taxiert den Marktwert des 20-Jährigen bereits auf 110 Millionen Euro. Und in der aktuellen Königsklassen-Saison übertrumpft der Norweger seinen „Fast-Vorgänger“ meilenweit.

Während BVB-Star Erling Haaland gleich fünf Rekorde in der Champions League aufstellen konnte und mit insgesamt zehn Treffern an der Spitze der Torjägerliste steht, durfte sich Kylian Mbappé „nur“ über sechs Tore freuen.