Wechselpoker um Sancho-Erbe

Kippt der BVB-Transfer von Donyell Malen? Michael Zorc denkt über harte Maßnahme nach

Der Transfer von PSV Eindhoven-Star Donyell Malen zum BVB droht zu kippen. Sportdirektor Michael Zorc hat nun erklärt woran der Wechsel hakt.

Dortmund/Eindhoven - Borussia Dortmund wollte schnell auf den bevorstehenden Abgang von Jadon Sancho reagieren. Als Wunschlösung hat der Klub frühzeitig Donyell Malen auserkoren und bereits eine Einigung mit dem Spieler erzielt. Doch nun könnte der Transfer an den hohen Ablöseforderungen der PSV Eindhoven scheitern.

NameDonyell Malen
Geboren19. Januar 1999 (22 Jahre), Wieringen (Niederlande)
Aktuelle TeamsPSV Eindhoven (Stürmer)
ElternMariska Manshanden, Robert Malen

Transfer von Donyell Malen: BVB und PSV liegen bei Ablösesumme weit auseinander

Die Formalitäten rund um den Wechsel von Jadon Sancho zu Manchester United sind aus BVB-Sicht geklärt. Es fehlt lediglich die offizielle Bestätigung der Red Devils. Michael Zorc erklärte gegenüber den Ruhr Nachrichten: „Von unserer Seite aus sind alle Dinge geregelt und abgewickelt. Gedanklich ist der Transfer für mich durch.“

Die Verpflichtung seines Nachfolgers gestaltet sich hingegen schwierig. Aufgrund unterschiedlicher Auffassungen in Puncto Ablöse, sind die Verhandlungen zwischen dem BVB und Eindhoven ins Stocken geraten. Die Niederländer fordern 30 Millionen Euro für ihren Superstar. Die Schmerzgrenze der Borussia liegt wohl deutlich darunter.

BVB-Sportdirektor droht: Transfer von Donyell Malen könnte platzen

Michael Zorc hat sich im Wechselpoker nun klar positioniert und drastische Maßnahmen angekündigt: „Es muss eine vernünftige Entscheidung sein. Es muss finanziell passen, ansonsten muss man auch mal nein sagen,“ so der 58-Jährige laut der Tageszeitung.

Damit stellt der BVB-Sportdirektor klar: Sollten sich Borussia Dortmund und PSV Eindhoven bei Donyell Malen finanziell nicht annähern, könnte der Wechsel platzen.

Der Transfer von Donyell Malen zum BVB stockt.

Donyell Malen: BVB hätte Wunschspieler gerne im Trainingslager mit dabei

Für Dortmunds Neu-Coach Marco Rose, der von seinem Arbeitgeber bereits schwärmt, bedeutet der Kaugummi-Transfer eine weitere Herkulesaufgabe. Ihm läuft immer mehr die Zeit davon seine Spielphilosophie auf die Mannschaft zu übertragen, auch weil der bislang eher dünn besetzte BVB-Kader erst nach und nach durch die EM-Urlauber aufgefüllt wird.

Deshalb hätte er Donyell Malen bereits gerne am Freitagnachmittag (23. Juli) an Bord, wenn der Pokalsieger ins Trainingslager nach Bad Ragaz aufbricht: „Natürlich wäre es gut für den Trainer, wenn wir bis zum Trainingslager etwas umsetzen könnten. Aber die Dinge liegen eben nicht immer allein in unserer Hand,“ erklärt Michael Zorc.

Transfer von Donyell Malen zum BVB wird zur Geduldsprobe

Eine schnelle Einigung scheint also nicht in Sicht. Während sich die Profis von Borussia Dortmund ab dem Wochenende in den Schweizer Alpen den letzten Feinschliff für den Saisonstart holen, wird Donyell Malen weiterhin im Familienurlaub auf Ibiza weilen, bis es Klarheit um seinen Transfer gibt.

BVB-Sportdirektor Michael Zorc erwägt mit Blick auf den stockenden Transfer von Donyell Malen eine drastische Maßnahme.

Von seinem derzeitigen Klub PSV Eindhoven ist der 22-Jährige laut des technischen Direktors John de Jong „für Verhandlungen mit anderen Klubs“ vorerst freigestellt worden. In den Planungen des holländischen Vizemeisters, der am Mittwoch (21. Juli) in der Champions-League-Qualifikation auf Galatasaray Istanbul trifft, spielt er offenbar keine Rolle mehr.

Transfer von Donyell Malen: BVB und PSV wollen zeitnah Klarheit

Trotz der aktuellen Ausgangslage hofft man bei allen Beteiligten, insbesondere beim BVB, darauf, dass sich ein Transfer von Donyell Malen dennoch zeitnah realisieren lässt. Das Transferfenster schließt zwar offiziell erst am 1. September, jedoch suchen die Dortmunder händeringend nach Verstärkungen.

Gleichzeitig hofft die PSV auf baldige Millionen-Einnahmen. Sollte man nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen, wird Borussia Dortmund sich wohl anderweitig nach Alternativen umsehen.

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