Dortmund sucht Sancho-Nachfolger

Großes Buhlen um Mega-Talent: BVB im Transfer-Clinch mit Bundesliga-Konkurrent

Jadon Sancho könnte den BVB schon im Sommer 2021 verlassen. Doch wer wird sein Nachfolger? Eine Spur von Borussia Dortmund führt nach Griechenland.

Dortmund – Borussia Dortmund hat mit Jadon Sancho (20) einen der begehrtesten Flügelstürmer Europas in seinen Reihen. Doch wie lange bleibt der Engländer, dessen Marktwert auf 100 Millionen Euro taxiert wird, noch beim BVB? Die Schwarz-Gelben müssen gewappnet sein, dass der Tag des Abgangs schon bald kommen könnte. Ein griechisches Wunderkind könnte ihn ersetzen.

NameChristos Tzolis
Geboren30. Januar 2002 (Alter 19 Jahre), Thessaloniki, Griechenland
Größe1,79 Meter
Beitrittsdaten2006 (Doxa Pentalofos), 2010 (PAOK Thessaloniki), 2016 (SG Rosenhöhe Offenbach), 2017 (Alemannia Königsstädten), 2018 (PAOK Thessaloniki)

BVB: Christos Tzolis könnte bei Borussia Dortmund Jadon Sancho ersetzen

Bereits zuletzt musste der BVB auf Jadon Sancho verzichten, der aktuell zur Reha in Dubai weilt. Womöglich könnte der 20-jährige Dribbelkünstler ab dem Sommer 2021 Dortmund gänzlich verlassen.

So soll Manchester United dem BVB für einen spektakulären Tausch einen Holland-Star im Gegenzug für Jadon Sancho bieten. Fraglich, ob Borussia Dortmund das Angebot annimmt. Fest steht aber, dass sich die Schwarz-Gelben Gedanken machen müssten, wer als Ersatz in Frage käme.

BVB: Cristos Tzolis soll PAOK für 15 Millionen Euro verlassen können

Seit vielen Monaten hält sich das Gerücht, dass der BVB Donyell Malen (22) als Sancho-Nachfolger ins Visier genommen hat. Der Niederländer würde die Westfalen aber wahrscheinlich über 30 Millionen Euro kosten. Eine andere Möglichkeit wäre deutlich billiger.

Der BVB soll den Griechen Christos Tzolis (19) auf dem Zettel haben, wie das griechische Sportportal Sportime als Erstes berichtete. Der 19-jährige Linksaußen von PAOK Thessaloniki hat einen Marktwert von 10 Millionen Euro und könne den Klub laut übereinstimmenden Medienberichten für etwa 15 Millionen Euro verlassen.

Marco Rose wird ab der Saison 2021/22 neuer Trainer von Borussia Dortmund. Mit dem BVB könnte er im Transfer-Duell um Christos Tzolis seinen aktuellen Klub Gladbach ausstechen.

BVB: Auch Borussia Mönchengladbach soll an Christos Tzolis interessiert sein

Aktuell spielt das „griechische Wunderkind“, wie er in seiner Heimat genannt wird, noch etwas unter dem Radar der Topklubs. Dabei blüht Christos Tzolis seit Beginn der Saison 2020/21 enorm auf. In 38 Spielen kommt der 19-Jährige auf 16 Tore und zehn Vorlagen. Zudem lief er bereits viermal für die Nationalmannschaft Griechenlands auf.

Laut Informationen der BILD solle aber nicht nur der BVB am Griechen interessiert sein, sondern auch Borussia Mönchengladbach. Die Brisanz dabei: Gladbach-Trainer Marco Rose (44), der kommende Saison bei Borussia Dortmund an der Seitenlinie steht, könnte seinen baldigen Ex-Klub im Transfer-Duell ausstechen.

BVB: Christos Tzolis könnte bei Borussia Dortmund international spielen

Beim Ringen um den Trainer machte der BVB das Rennen, das könnte bei Christos Tzolis aufgrund der Perspektive ähnlich sein. Aktuell scheint das internationale Geschäft bei Borussia Mönchengladbach alles andere als gesichert. Bei Borussia Dortmund dürfte der 19-Jährige wahrscheinlich mindestens in der Europa League, wenn nicht sogar in der Champions League spielen.

Dass der BVB jungen Talenten eine Perspektive aufzeigen kann, zeigte der Klub mit Spielern wie Erling Haaland (20), Jude Bellingham (17) und Jadon Sancho. Selbst wenn Letzterer die Borussen nicht verlassen würde, wäre Christos Tzolis eine interessante Option für Borussia Dortmund.

BVB: Christos Tzolis lebte bereits zwei Jahre lang in Deutschland

Julian Brandt (24) könnte den BVB für 25 Millionen Euro verlassen, er kam aufgrund von Personalproblemen bei Borussia Dortmund zum Teil auf Linksaußen zum Einsatz. Christos Tzolis könnte mit Thorgan Hazard (27) um einen Stammplatz kämpfen.

Eine lange Eingewöhnungszeit bräuchte der 19-Jährige in Deutschland wohl nicht, denn der Grieche lebte zwei Jahre lang in der Bundesrepublik, genauer gesagt in Hessen. Aus familiären Gründen, wie Transfermarkt.de berichtet, musste Christos Tziolis mit seinen Eltern seine Heimatstadt Thessaloniki sowie PAOK, wo er zu diesem Zeitpunkt seit sechs Jahren spielte, verlassen.

Das „griechische Wunderkind“ Christos Tzolis soll das Interesse des BVB geweckt haben. Um den Profi von PAOK Thessaloniki könnte es ein Transfer-Duell mit Borussia Mönchengladbach geben.

BVB: Christos Tzolis spielte in Deutschland für Amateurklubs und ging dann wieder zu PAOK

Christos Tzolis spielte von 2016 bis 2018 in Deutschland für die Jugendteams der Amateurklubs SG Rosenhöhe Offenbach und Alemannia Königsstädten und schaffte in dieser Zeit den Sprung in die griechische U17-Nationalmannschaft.

2018 kehrte der Grieche in seine Heimat zurück und schloss sich erneut PAOK Saloniki an. Nach 19 Toren in 23 Einsätzen für die U19, wurde Christos Tzolis im Juni 2020 nach der Corona-Pause erstmals für die Profis des Klubs berufen. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit ging spätestens am 25. August 2020 der Stern des 19-Jährigen auf.

BVB: Christos Tzolis zeichnet seine Robustheit, Beweglichkeit und Abschlussstärke aus

Beim Zweitrunden-Qualifikationsspiel zur Champions League schoss Christos Tzolis PAOK mit zwei Toren zum 3:1-Erfolg über Besiktas Istanbul. Den dritten Treffer bereitete der Youngster zudem vor.

Galt er laut Sport1 zu seiner Zeit in Deutschland noch als schmächtig, hat sich Christos Tziolis mittlerweile den Profi-Fußball gewöhnt. Der 19-Jährige arbeitete an seiner Robustheit, gilt aber dennoch als schnell und beweglich, zudem zeichnet ihn seine Abschlussstärke aus. Als Rechtsfuß zieht der Grieche von der linken Außenbahn gerne in die Mitte für den Torschuss, gilt aber als nahezu beidfüßig.

BVB: Shinji Kagawa als Trumpf bei den Verhandlungen mit Christos Tzolis?

Der Vertrag von Christos Tzolis läuft bei PAOK Thessaloniki bis Juni 2024 und wurde erst im September 2020 verlängert – ohne Ausstiegsklausel.

Und womöglich hat Borussia Dortmund mit dem Mega-Talent Christos Tzolis, wie auch WA.de berichtet, im Gegensatz zu Gladbach noch einen Trumpf in der Tasche: Mit Shinji Kagawa (32) spielt aktuell ein Ex-BVB-Profi für PAOK, der ihm von der Stimmung und der Perspektive bei den Schwarz-Gelben vorschwärmen könnte.

Rubriklistenbild: © Sakis Savvides/AFP

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