Schon in den DFB-Kader berufen

BVB will Abwehr-Talent: FC Bayern funkt plötzlich dazwischen

Schnappt sich der BVB spätestens im Sommer ein Abwehr-Juwel aus der Bundesliga? Der FC Bayern München mischt jetzt aber plötzlich mit.

Dortmund – Die Hinrunde der laufenden Spielzeit hat die Baustellen von Borussia Dortmund offenbart. Fällt Erling Haaland aus, sind die Westfalen berechenbarer. Doch vor allem hinten drückt der Schuh, wie ein Blick auf die Zahlen zeigt.

NameNico Schlotterbeck
Geboren1. Dezember 1999 (Alter 22 Jahre), Waiblingen
Größe1,91 Meter
Gewicht85 Kg
Aktuelles TeamSC Freiburg

BVB-Transfer: FC Bayern will bei Abwehr-Juwel jetzt dazwischen grätschen

In der Bundesliga hat der BVB in 17 Spielen 26 Gegentore kassiert. Selbst der Tabellenvorletzte Arminia Bielefeld hat vier Gegentreffer weniger hinnehmen müssen. In sechs Champions-League-Spielen musste Torwart Gregor Kobel elfmal hinter sich greifen.

Da überrascht es weniger, dass Borussia Dortmund immer wieder mit Abwehrspielern in Verbindung gesetzt wird. Unter anderem steht demnach nach wie vor ein Abwehr-Juwel aus der Bundesliga im Fokus. Allerdings droht jetzt doch plötzlich der FC Bayern dazwischen zu grätschen (alle Transfer-News zum BVB auf RUHR24.de).

BVB-Transfer: Nico Schlotterbeck vom SC Freiburg auch im Visier des FC Bayern München

Die Rede ist von Nico Schlotterbeck vom SC Freiburg, mit dem sich der BVB schon länger beschäftigt. Der 22-Jährige hat einen steilen Aufstieg in den vergangenen Monaten erlebt, wie die Bild im Zuge der Transfer-Meldung berichtet.

In der vergangenen Saison war der Innenverteidiger an Union Berlin verliehen und mauserte sich dort zum Stammspieler. Anschließend gewann der Juniorennationalspieler mit der deutschen U21-Auswahl die Europameisterschaft und startete dann im Breisgau voll durch. Und das ohne Rücksicht auf die Familie.

Nico Schlotterbeck (l.) vom SC Freiburg steht nicht nur im Transfer-Visier des BVB.

BVB-Transfer-Ziel Nico Schlotterbeck: Abwehrchef vom SC Freiburg Zweikampf-Monster

Denn Nico Schlotterbeck verdrängte seinen zwei Jahre älteren Bruder Kevin aus der Elf von Trainer Christian Streich und rechtfertigt seinen Einsatz mit den meisten gewonnenen Zweikämpfen in der Bundesliga (199). Noch dazu gelangen ihm zwei Tore.

Dass der BVB und offenbar auch der FC Bayern ihn regelmäßig beobachten kann, liegt an der hohen Einsatzquote. Der 22-Jährige stand in jedem Bundesligaspiel des SC Freiburg in dieser Saison in der Startelf und spielte 14 Mal über die volle Distanz. Auch an ihm liegt es, dass die Streich-Elf nach der Hinrunde sensationell Tabellendritter ist und erst 16 Gegentore hinnehmen musste.

BVB-Abwehr hat Probleme: Spieler fallen verletzt aus oder sind zu schlecht

Bei Borussia Dortmund steht derweil die Defensive aus mehreren Gründen auf wackeligen Füßen. Mats Hummels plagt sich seit einem halben Jahr mit Knie-Problemen herum, Manuel Akanji fällt verletzt wochenlang aus und Dan-Axel Zagadou ist erst gerade eben nach monatelangem Ausfall wieder auf dem Platz.

Die defensiven Mittelfeldspieler Axel Witsel und Emre Can mussten schon wiederholt in der Abwehr aushelfen. Entweder in der Innenverteidigung oder gar auf der rechten Seite, weil Thomas Meunier nicht überzeugte und ebenfalls fehlte. Marius Wolf und Felix Passlack können die Lücke, wenn überhaupt, nur temporär füllen und Mateu Morey wird erst in der neuen Saison wieder zu einer ernstzunehmenden Alternative werden.

BVB-Transfer von Nico Schlotterbeck (SC Freiburg) könnte 20 Millionen Euro teuer werden

Schlägt der BVB also beim Abwehrchef des SC Freiburg zu? Ein Transfer von Nico Schlotterbeck würde nicht günstig werden. Sein Vertrag gilt noch bis Sommer 2023 und Transfermarkt.de schätzt seinen Marktwert auf 20 Millionen Euro.

Der Spieler selbst hatte sich zuletzt gegenüber Sport1 schon positiv über den FC Bayern geäußert. „Es gibt wohl kaum einen Spieler, den der FC Bayern nicht reizt.“ Wenn der deutsche Rekordmeister nach der Saison Niklas Süle verliert, könnte der U21-Europameister dann zur Alternative werden.

Nico Schlotterbeck (SC Freiburg) peilt nächsten Schritt an – aber kein Wechsel im Winter

Ein Wechsel jetzt schon im Winter ist aber ausgeschlossen. „Ich habe auf jeden Fall nicht vor, im Winter zu wechseln. Ich habe vor der Saison gesagt, ich muss schauen, wo der nächste Schritt ist“, sagte Nico Schlotterbeck nach dem letzten Hinrundenspiel.

Im Sommer könnte dann aber der nächste Schritt folgen. Denn laut der Bild beobachten „alle Top-Klubs“ ihn ganz genau. Und im Sommer kann der SC Freiburg letztmalig noch eine höhere Ablösesumme erzielen, ehe der Marktwert ein Jahr später wegen der kürzeren Vertragslaufzeit sinken würde.

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