Schwere Zeit in Dortmund

Unklare Zukunft wegen einer Variabel: Kritik an BVB-Torwart Roman Bürki nimmt zu

BVB-Torwart Roman Bürki wurde zuletzt mangelnde Einstellung vorgeworfen. Trainer Edin Terzic und Sportdirektor Michael Zorc haben dazu eine klare Meinung.

Dortmund - Bei der 2:4-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach absolvierte Roman Bürki (30) sein bisher letztes Bundesliga-Spiel für Borussia Dortmund. Es folgte eine mehrwöchige Schulterverletzung, Marwin Hitz (33) sprang als Vertretung ein.

NameRoman Bürki
Geboren14. November 1990 (Alter 30 Jahre), Münsingen, Schweiz
Größe1,87 Meter
Aktueller VereinBorussia Dortmund

BVB-Torwart Roman Bürki von Marwin Hitz verdrängt: Drei Monate ohne Pflichtspiel in Dortmund

Der schweizerische Landsmann Roman Bürki blieb auch in der Folge die Nummer eins im schwarz-gelben Kasten. Sogar über eine Vertragsverlängerung beim BVB durfte Torwart Marwin Hitz sich freuen, sein neues Arbeitspapier gilt jetzt bis Sommer 2023.

Inzwischen hat Roman Bürki seit drei Monaten kein Pflichtspiel mehr absolviert. Die Situation ist bestenfalls ungewohnt für den Torwart, der wettbewerbsübergreifend 228 Mal das Dortmunder Tor hütete.

BVB-Torwart: Aufregung um „Null-Bock-Bürki“-Formulierung in Dortmund

Die Bild-Zeitung wollte wegen der unbefriedigenden Situation erfahren haben, dass der BVB-Keeper seither nur noch als „Null-Bock-Bürki“ glänze. Die klare Kritik an der Einstellung ihres Schützlings ließen Trainer Edin Terzic (38) und Sportdirektor Michael Zorc (58) nicht unkommentiert.

„Das ist sicherlich keine einfache Zeit für ihn, er war jahrelang die Nummer eins beim BVB“, sagte Michael Zorc auf der Pressekonferenz vor dem DFB-Pokal-Halbfinale gegen Holstein Kiel (zum Live-Ticker). Eine Formulierung missfiel ihm aber besonders.

Torwart Roman Bürki könnte den BVB im Sommer verlassen. Jetzt entflammt eine Debatte über seine Einstellung.

BVB und Roman Bürki: Michael Zorc nimmt Torwart von Borussia Dortmund in Schutz

„Ich habe etwas von „Null-Bock-Bürki“ in einer Zeitung gelesen, das finde ich schon fast unanständig und ehrabschneidend, weil es um Ethos und Einstellung geht.“ Er sehe zwar nicht jedes Training. Roman Bürki, der beim BVB sogar schon ein Preisschild bekommen haben soll, verhalte sich aber „sehr gut und professionell“.

Was den BVB-Sportdirektor stört: „Wir trainieren mit nur wenigen Ausnahmen schon lange unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Da frage ich mich, wie ein Journalist das also beurteilen kann. Ich kann Roman nur in Schutz nehmen.“

BVB-Torwart: Auch Edin Terzic lobt die Einstellung von Roman Bürki

In Dortmund ranken sich bereits die Spekulationen um einen Nachfolger. Angeblich sind Gregor Kobel und Peter Gulacsi die Torwart-Favoriten beim BVB. Während Marwin Hitz im Falle eines Neuzugangs wohl wieder die Rolle der Nummer zwei bekleiden würde, ist die Zukunft von Roman Bürki ungewiss.

Trotzdem stellt auch Edin Terzic seinem Torwart ein sauberes Einstellungs-Zeugnis aus. „Von einer Null-Bock-Einstellung kann gar keine Rede sein.“ Man müsse schließlich bedenken, dass die aktuelle Lage die schwierigste seiner bisherigen Karriere sei.

BVB-Torwart kämpft um seine Chance: Borussia Dortmund sucht schon Nachfolger

„Seine Einstellung ist top-professionell und er kämpft um seine Chance“, attestierte Edin Terzic. „Wir können ihn also von der Null-Bock-Einstellung freisprechen.“

Wie groß die Chance von Roman Bürki auf eine Zukunft in Dortmund ist, hängt von verschiedenen Variablen ab. Zwar berichten verschiedene Medien übereinstimmend von der Suche des BVB nach einem neuen Torwart Nummer eins.

Roman Bürki (l.) und Marwin Hitz müssen bangen: Ein Torwart-Transfer rückt näher.

BVB-Torwart Roman Bürki: Wendet sich das Blatt unter Marco Rose?

Die Berater des Schweizers sondieren unterdessen den Markt. Erste Anfragen hat es laut einem Bericht von Sport1 sogar schon gegeben. Ein Wechsel nach Spanien etwa sei nicht ausgeschlossen.

Aber: Im Sommer komme in der Torwart-Frage beim BVB eine neue Variable ins Spiel, die bisher kaum Beachtung gefunden hat. Dabei handelt es sich Marco Rose (44).

Dem Bericht zufolge gab es bisher noch kein Gespräch zwischen Roman Bürki und dem neuen Trainer. Auch er werde aber ein Wort in der Personalie mitzusprechen haben.

Rubriklistenbild: © David Inderlied/Kirchner-Media

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