Auch Neymar ist frustriert

Tuchel nach Niederlage unter Beschuss: Bruder von PSG-Star beleidigt Mutter des Ex-BVB-Trainers

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Thomas Tuchel im Champions-League-Spiel gegen den BVB.

Thomas Tuchel steht bei PSG nicht erst seit der Niederlage gegen den BVB in der Kritik. Der ehemalige Trainer von Borussia Dortmund muss derzeit viel aushalten.

  • Borussia Dortmund besiegte Paris Saint-Germain im Achtelfinalhinspiel der Champions League mit 2:1.
  • PSG-Trainer Thomas Tuchel stand nach dem Spiel massivst in der Kritik.
  • Eine Aussage gegen den PSG-Trainer ging sogar weit unter die Gürtellinie.

Dortmund/ Paris - Die Fans und Verantwortlichen von Borussia Dortmund sahen am Dienstag (18. Februar) einen überzeugenden 2:1-Sieg gegen Paris Saint-Germain in der Champions League. Über den Erfolg seiner Mannschaft dürfte sich vor allem Lucien Favre (62) gefreut haben, der zuletzt als Trainer des BVB in die Kritik geraten ist. 

Borussia Dortmund: Für Thomas Tuchel wird die Stimmung bei Paris Saint-Germain rauer

Des einen Freud ist des anderen Leid. Denn für Thomas Tuchel (46), dessen Biografie den wahren Bruch mit dem BVB wegen eines peinlichen Zwischenfalls offenbart, wird die Luft bei Paris Saint-Germain derweil immer dünner. 

Schließlich sind Niederlagen des superreichen Starensembles in der französischen Hauptstadt überhaupt nicht gerne gesehen. Daher hagelte es im Anschluss an die Champions-League-Niederlage (der Ticker zu BVB gegen PSG zum Nachlesen) für den 46-Jährigen nur so an Kritik

BVB gegen PSG: Neymar schießt gegen Thomas Tuchel

Allen voran Superstar Neymar (28) hielt sich mit seiner Kritik an Thomas Tuchel in einem Gespräch mit einem brasilianischen Fernsehsender nicht zurück: "Mir hat es überhaupt nicht gefallen, was sie mir angewiesen haben. Aber der Klub hat das Sagen. Ich muss die Entscheidung respektieren. Leider", wird der 28-Jährige von Sky zitiert. 

Nach einer überstandenen Rippenverletzung gab Neymar in der Champions League gegen den BVB, der am 23. Spieltag der Bundesliga auf Werder Bremen trifft, sein Comeback. Deutlich zu spät, wie der Brasilianer findet.

Champions League: Ex-BVB-Trainer Thomas Tuchel macht Superstar Neymar wütend

"Eine Woche Pause war okay, gegen Lyon war ich aber schon halbwegs wieder fit, hatte mich auf einen Einsatz vorbereitet. Dann haben sie das Comeback aber verschoben, und danach noch einmal und dann wieder", wütet der 28-Jährige. 

Laut eigener Aussage hatte Neymar aufgrund des verschobenen Comebacks Schwierigkeiten, gegen den BVB (die Partie gegen Werder Bremen wird live im TV und im Live-Stream übertragen) ins Spiel zu finden: "Hätte ich eine bessere Physis gehabt, hätte ich sicherlich ein besseres Spiel abgeliefert", lautet das Fazit des Superstars. 

Schuld daran ist, wie sollte es im harten Fußballgeschäft auch anders sein, natürlich der Trainer. Doch dies war bei weitem nicht die einzige Spitze, die sich der 46-Jährige nach dem Spiel anhören musste. 

BVB gegen Paris Saint-Germain: Kimpembe-Bruder beleidigt Thomas Tuchel

Gegen den BVB, der zur kommenden Saison einen neuen Trikot-Sponsor bekommt, entschied sich Thomas Tuchel dafür, sein launisches Starensemble in einem 3-4-3 auf den Rasen des Signal Iduna Parks zu schicken. Mit dieser Entscheidung stieß der Trainer allerdings nicht bei allen Beteiligten auf Gegenliebe.

Insbesondere nicht bei Manu Kimpembe, Bruder des Innenverteidigers Presnel Kimpembe (24), der seinem Unmut auf Instagram Luft machte.

Video: PSG-Coach Tuchel schwärmt von BVB-Fans und Südtribüne

"Tuchel, ich hoffe, es geht dir gut. F*** deine Mutter, du Hur******." Seinen geistigen "Niveau-Limbo" unterstrich Manu Kimpembe zudem noch gestenreich mit einem erhobenen Zeigefinger. 

Sollte Thomas Tuchel abermals vorzeitig mit Paris Saint-Germain aus der Champions League ausscheiden, wäre seine Entlassung unausweichlich. Ob das Worst-Case-Szenario für den 46-Jährigen tatsächlich eintritt, wird sich am 11. März herausstellen. Dann steht das Achtelfinal-Rückspiel der Champions League zwischen dem BVB und PSG auf dem Programm.