Probleme bei Borussia Dortmund

Kritik an BVB-Neuzugang: Michael Zorc nimmt Verteidiger Thomas Meunier in Schutz

Thomas Meunier BVB FC Augsburg
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Neuzugang Thomas Meunier (r.) steht bei den BVB-Anhängern nicht hoch im Kurs.

Bei den Fans des BVB hat Thomas Meunier noch einen schweren Stand. Michael Zorc tut daher alles, um den Neuzugang bei Borussia Dortmund zu schützen.

Dortmund - Der Start von Thomas Meunier (29) bei Borussia Dortmund ist bescheiden ausgefallen. Nach überschaubaren Leistungen in den ersten drei Bundesliga-Spielen der Saison kam bereits deutliche Kritik am Neuzugang von PSG auf.

NameThomas Meunier
Geboren12. September 1991 (Alter 29 Jahre), Sainte-Ode, Belgien
Größe1,90 Meter
MutterVéronique Meunier
Aktuelle TeamsBorussia Dortmund (#24 / Mittelfeld), Belgische Fußballnationalmannschaft (Mittelfeld)
KindLandrys Meunier

BVB und sein 50-Millionen-Transfer: Michael Zorc nimmt Thomas Meunier in Schutz

Während Youngster Jude Bellingham (17) beim BVB sämtliche Rekorde bricht und erst jüngst zum Bundesliga-Nachwuchsspieler des Monats gewählt wurde, hat Thomas Meunier wegen seiner unauffälligen Spielweise bei den Fans einen schweren Stand. Zu frisch ist noch die Erinnerung an die teils mitreißenden Offensiv-Spektakel, die Flügelflitzer Achraf Hakimi (21) auf der rechten Angriffsseite von Borussia Dortmund präsentierte.

BVB-Sportdirektor Michael Zorc (58) weiß um die Problematik und versuchte schon früh, den Mann in Schutz zu nehmen, der im Sommer zwar ablösefrei von PSG kam. Aber bis zum Vertragsende im Jahr 2024 soll der 29-Jährige inklusive Handgeld und Gehalt trotzdem 50 Millionen Euro teuer sein.

BVB-Neuzugang Thomas Meunier: Transfer „mindestens so wichtig wie Jude Bellingham“

„Mindestens genauso wichtig wie die Verpflichtung von Jude Bellingham“ sei der Transfer von Thomas Meuinier. Dieser bringe „enorm viel Erfahrung mit, eine Top-Mentalität und eine enorme körperliche Robustheit“. Himmelsstürmer Jude Bellingham fliegt die Bewunderung von Fans und Medien beim BVB wie selbstverständlich zu. Bezüglich des Belgiers muss Michael Zorc noch Überzeugungsarbeit leisten.

In den sozialen Medien gingen die beleidigenden Kommentare gegen Thomas Meunier gar so weit, dass dieser vor dem 3. Spieltag gegen den SC Freiburg die Kommentarfunktion zu einem seiner Tweets deaktivieren ließ. Damit sollten weitere herabwürdigende Reaktionen vermieden werden(alle News zum BVB auf RUHR24.de).

Thomas Meunier (l.) beim Supercup gegen den FC Bayern München.

BVB: Fans üben deutliche Kritik an Thomas Meunier - Michael Zorc kontert

Die Kritik riss auch nach dem 4:0-Sieg gegen die Breisgauer nicht ab. Der als robust geltende Thomas Meunier gewann in diesem Spiel laut Daten von Opta keinen einzigen Zweikampf (in den Spielen zuvor waren es 44 Prozent und 43 Prozent). Wie in den Spielen zuvor strahlte er offensiv wenig Glanz aus. Ungenaue Zuspiele und falsche Entscheidungen im letzten Spielfelddrittel pflasterten seinen Weg.

Wieder einige Tage später sah sich Michael Zorc also erneut dazu veranlasst, gegenüber verschiedenen Medien eine Lanze für seinen neuen Spieler zu brechen. Eine gewisse taktische Stabilität attestierte er dem 42-fachen beglischen Nationalspieler (sieben Tore).

BVB-Sportdirektor Michael Zorc schwärmt nach Transfer von Thomas Meunier

„Thomas sorgt für eine sehr gute Balance in seinem Spiel. Seine körperliche Präsenz und seine Ausstrahlung helfen uns enorm“, schwärmte der Sportdirektor des BVB gegenüber den Ruhr Nachrichten. Damit versuchte der Sportdirektor von Borussia Dortmund abermals, Vergleiche mit der offensiven aber risikobehafteten Spielweise von Achraf Hakimi den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Trotz der vergleichsweise defensiven Ausrichtung mache Thomas Meunier „es aber auch gut nach vorn“, ergänzte Michael Zorc gegenüber dem kicker, ehe er zu dem Schluss kam: „Thomas tut unserem Spiel gut“. Worte, die dem neuen BVB-Schienenspieler trotz mäßiger Offensivleistungen schmeicheln.

Thomas Meunier mit Anlaufschwierigkeiten beim BVB: Erklärungsansätze für Durchschnittsleistungen

So wirbt Michael Zorc bei den Fans für Vertrauen in seinen 50-Millionen-Euro-Transfer. Und immerhin: Für den enttäuschenden Start beim BVB gibt es Erklärungsansätze. So wurde die französische Ligue 1 noch Ende Februar wegen des Coronavirus abgebrochen, sein letztes Pflichtspiel für PSG absolvierte Thomas Meunier am 4. März.

BVB und sein 50-Millionen-Transfer: Thomas Meunier gibt Fans ein Versprechen

Beim 11:2-Sieg gegen Austria Wien zog er sich einen Muskelfaserriss zu und verpasste deshalb zumindest Teile der Saisonvorbereitung mit Borussia Dortmund. Und so hofft man beim BVB darauf, dass mit zunehmender Spielpraxis auch in der Offensive die Abstimmung mit den Mannschaftskollegen besser funktioniert.

Wunderdinge darf man vom Defensiv-Allrounder jedoch nicht erwarten. Wer weiterhin Vergleiche zu Achraf Hakimi zieht, wird unweigerlich enttäuscht. Denn Thomas Meunier sagt über sich selbst: „Ich bin nicht super talentiert.“ Aber: „Ich arbeite hart und beschwere mich nicht. Ich gebe nie auf“. Eine Mentalität, die Fans des BVB für gewöhnlich schätzen.