Personalnot in Dortmund

BVB-Probleme in der Abwehr: Marco Rose deutet schon wieder eine Umstellung an

Nach wie vor geht der BVB in der Abwehr personell am Stock. Spielt Axel Witsel im Supercup erneut in der Innenverteidigung? Es klingt nicht unbedingt danach.

Dortmund - „Zwei Gegentore sind ein Tick zu viel. Das heißt, wir müssen immer drei schießen, um zu gewinnen. Das ist ein bisschen zu viel.“ Trainer Marco Rose sieht trotz des starken Auftakts gegen Eintracht Frankfurt vor allem ein BVB-Problem: die Defensiv-Leistung.

BVB-Probleme in der Abwehr: Trainer Marco Rose hat nach wie vor kaum Alternativen

Obwohl der BVB 5:2 gegen Eintracht Frankfurt gewann, wollte Marco Rose nicht in ähnliche Euphorie verfallen, wie die schwarz-gelben Anhänger. Der Auftritt sei zwar gut gewesen. Es gäbe aber Dinge, „die wir verbessern können und wollen“, wie er im ZDF Sportstudio zu Protokoll gab.

Der neue Trainer von Borussia Dortmund wird sich aber vermutlich noch gedulden müssen, ehe die Abwehr so spielt, wie er sich das vorstellt. Denn personell hat der Ex-Gladbacher nach wie vor kaum Alternativen.

BVB-Abwehr: Meunier, Can, Hummels, Guerreio, Zagadou und Coulibaly fehlen

Thomas Meunier, Emre Can, Mats Hummels und Raphael Guerreiro sind zwar auf dem Weg zurück ins Mannschaftstraining. Bis sie aber vollwertige Optionen für die Startelf sind, muss der BVB weiterhin improvisieren. Denn Dan-Axel Zagadou und Neuzugang Soumaila Coulibaly fallen bekanntlich ebenfalls noch aus.

So war die Abwehr von Borussia Dortmund während der Vorbereitung sowie am ersten Spieltag gegen Eintracht Frankfurt unter anderen mit Felix Passlack, Nico Schulz und Nachwuchsmann Antonios Papadopoulos besetzt. Eine Konstellation, die es in Zukunft eher selten nochmals geben wird.

BVB-Wechsel in der Abwehr: Antonios Papadopoulos wird für Axel Witsel eingewechselt.

BVB-Abwehr: Axel Witsel erhält Vorzug gegenüber Antonios Papadopoulos

Schon gegen die SGE baute Marco Rose in der Innenverteidigung neben Manuel Akanji deswegen lieber auf Axel Witsel statt auf den völlig unerfahrenen Antonios Papadopoulos, obwohl der Belgier eigentlich defensiver Mittelfeldspieler ist. Zwar sagte der BVB-Trainer, dass „Papa uns bis hierhin unglaublich weitergeholfen und sich richtig gut entwickelt hat. Ich bin froh, dass wir ihn haben.“

Dennoch habe er sich bewusst für Axel Witsel entschieden. „Wenn man in dem Alter von Axel mit so einer Verletzung herausgeht, dann so eine EM spielt und anschließend topfit aus dem Urlaub zurückkehrt, dann zeigt das, was für ein Profi man ist. Wir wollten Dominanz ausstrahlen und brauchten dafür fußballerische Ruhe und Qualität am Ball.“

BVB-Abwehr: Antonios Papadopoulos für Axel Witsel spät eingewechselt

78 Minuten lang durfte Axel Witsel dann für den BVB gegen Eintracht Frankfurt als Innenverteidiger auflaufen, ehe beim Stand von 5:1 Antonios Papadopoulos zu seiner Bundesliga-Premiere kommen durfte. Doch wie lässt Marco Rose nur drei Tage später im Supercup gegen den FC Bayern spielen? Hat er überhaupt weitere Möglichkeiten?

Antonios Papadopoulos (l.) durfte für den BVB auch schon im DFB-Pokal auflaufen.

„Es gibt ja nur noch eine andere Lösung, so viele Spieler stehen nicht zur Verfügung. Das ist Papa. Papa hat es hervorragend gemacht“, so der Trainer von Borussia Dortmund. Ein Lob, das nicht von ungefähr kommt. Denn der Youngster könnte nun ausgerechnet gegen den Branchenprimus in die Startelf rücken.

BVB-Abwehr: Marco Rose deutet Pause für Axel Witsel an

„Axel kommt von der EM und ist erst seit eineinhalb Wochen im Training. Jetzt hat er knapp 80 Minuten gespielt, ehe er Krämpfe in den Waden bekommen hat. Sein Körper hat ihm also gesagt, dass es reicht, was wiederum für uns bedeutet, dass wir bei ihm etwas genauer hinschauen müssen“, so Marco Rose heute (16. August) auf der Pressekonferenz vor dem Supercup gegen den FC Bayern München.

Nur drei Tage nach dem 5:2-Erfolg über Eintracht Frankfurt muss die BVB-Abwehr also wieder ran. „Wir werden heute miteinander reden und dann schauen, wie es aussieht. Auf der einen Seite wollen wir gewinnen und uns bestmöglich aufstellen. Auf der anderen Seite müssen wir den Spielern gerecht werden und gucken, was möglich ist. Es geht im Moment nicht anders.“

Rubriklistenbild: © RHR-FOTO/Dennis Ewert

Mehr zum Thema