Geschäftsführer mit klaren Worten

Super League: BVB-Boss Aki Watzke schießt jetzt gegen die Top-Klubs

Hans Joachim Watzke bei einer Pressekonferenz.
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Hans-Joachim Watzke kritisiert die Pläne für eine Super League.

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke hat sich im Rahmen der Bilanzpressekonferenz am Montag ungewohnt deutlich zum Thema Super League geäußert und scharfe Kritik geübt.

Dortmund – Für viele Fans von Borussia Dortmund war es ein echter Schock, als vor wenigen Monaten die Pläne für die sogenannte Super League öffentlich wurden. Klub-Boss Hans-Joachim Watzke distanzierte sich damals frühzeitig von diesen Ideen. Nun bezog der 62-Jährige dazu noch einmal Stellung und kritisierte indirekt die internationalen Top-Klubs wie den FC Barcelona.

BVB: Hans-Joachim Watzke schließt Teilnahme an Super League kategorisch aus

„Ich hätte die Super League niemals unterstützt für Borussia Dortmund und für die Deutsche Liga. Unabhängig davon, wie sich das juristisch auflösen wird“, erklärte Hans-Joachim Watzke. Für ihn sei ein solches Vorgehen nicht mit einem fairen Wettbewerb zu vereinen und entspricht auch nicht den Vorstellungen des modernen Fußballs.

Hans-Joachim Watzke kritisiert die Pläne für eine Super League.

Damals hatten sich die Verantwortlichen von nahezu allen Europäischen Topklubs zusammengeschlossen, um einen neuen Wettbewerb zu erschaffen, dessen Vermarktung Einnahmen in Milliardenhöhe zur Folge gehabt hätte. Mit dabei waren unter anderem Manchester City, Paris Saint-Germain, Real Madrid, Juventus Turin und der FC Barcelona.

Hans-Joachim Watzke zur Super League: „BVB hat sich klar positioniert“

Nach Androhung von harten Konsequenzen durch die UEFA wurden die Pläne jedoch auf Eis gelegt und die Klubs ruderten zurück. Hans-Joachim Watzke glaubt dennoch nicht, dass das Thema damit beendet ist: „Sie werden es weiter Versuchen. Wenn man sich anguckt, wie hoch die Klubs wie zum Beispiel der FC Barcelona verschuldet sind, weiß man auch, warum sie die Super League wollten.“

Die Spanier mussten nun unter anderem auch aufgrund ihrer wirtschaftlichen Lage Klub-Legende Lionel Messi ziehen lassen. Trotzdem will man bei dieser Thematik in Dortmund konsequent bleiben: „Wir haben uns klar positioniert, wie der FC Bayern“, so Hans-Joachim Watzke abschließend.

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