Watzke bezieht Stellung

Neuer Anlauf für eine Super League geplant: BVB bezieht Stellung

Die Macher der Super League geben nicht auf und wollen die Vereine von ihrer Idee überzeugen. Der BVB hat prompt Stellung bezogen.

Dortmund - Vor einigen Monaten wurde der europäische Klubfußball beinahe erschüttert. Mehrere Top-Klubs schlossen sich zusammen und wollten eine eigene Liga, die sogenannte Super League, erschaffen. Auch Borussia Dortmund wurde damals eingeladen. Der BVB lehnte jedoch ab und bekannte sich zur Bundesliga sowie zur UEFA-Champions-League.

Verein Borussia Dortmund (BVB)
Gründung19. Dezember 1909
VereinsfarbenSchwarz-Gelb
TrainerEdin Terzic

Neuer Anlauf für eine Super League geplant: BVB positioniert sich klar

Trotzdem verschwand das Thema nie gänzlich von der Bildfläche. Die Macher der Super-League gaben ihr Projekt nicht auf und erklärten kürzlich, einen neuen Versuch starten zu wollen.

Bernd Reichart, Chef von A22 Sports Management, sagte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: „Natürlich möchte ich auch den deutschen Klubs vermitteln, was sich an der Herangehensweise geändert hat. Ich freue mich auf Gespräche in jedem europäischen Territorium, natürlich auch in Deutschland. Ich werde gerade die Offenheit des Wettbewerbs hinterlegen.“

BVB: Gründung der Super League bereits im April 2021 gescheitert

Das Projekt war im April 2021 krachend gescheitert. Mit Real Madrid, Juventus Turin und dem FC Barcelona an der Spitze sollte ein neuer geschlossener Wettbewerb entstehen. Die besten Klubs aus England, Deutschland, Spanien, Italien und Frankreich sollten in einem neuen Liga-System gegeneinander antreten. Die milliardenschweren Einnahmen aus dem Vermarktungspool sollten folglich auf die Vereine aufgeteilt werden.

So war zumindest der Plan der Macher und Befürworter. Nachdem das Vorhaben öffentlich wurde und Vereine wie der BVB und Bayern München ihre Bereitschaft verweigert hatten, zogen sich innerhalb weniger Stunden neun weitere Vereine zurück. Auch die Europäische Fußball-Union UEFA leistete massiven Widerstand und drohte mit heftigen Konsequenzen.

Der BVB hat sich zum Thema Super League klar positioniert.

BVB lehnt Super League weiterhin ab: Watzke will UEFA die Treue halten

Nichtsdestotrotz geistert die Idee einer Super League nach wie vor herum. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke sicherte aber gegenüber der Bild erneut zu, dass sich Borussia Dortmund, wie von seinen Fans gefordert, weiterhin von dem Vorhaben distanziert.

„Die Champions League ist ein absolut überragendes Format, vor allem ab 2024. Darüber hinaus fühle ich mich bei der UEFA sehr gut aufgehoben, da sie auch die kleineren Klubs im Blick hat,“ so der 63-Jährige.

BVB: Auch Bayern und Leipzig wollen nicht an einer Super League teilnehmen

Auch der FC Bayern und RB Leipzig pflichteten Watzke bei. Oliver Kahn erklärte: „Der Versuch einer Super League ist vor eineinhalb Jahren krachend gescheitert. Wir haben seitdem unsere Position immer wieder klar kommuniziert.“

Leipzig-Boss Oliver Mintzlaff argumentierte ähnlich: „Wir hatten uns bereits im April 2021, als er zuletzt solche Bestrebungen gab, dazu klar geäußert und die Pläne zur Gründung einer Super League rundherum abgelehnt. An unserer Haltung hat sich seitdem nichts geändert.“

Rubriklistenbild: © Marco Steinbrenner/Kirchner Media

Mehr zum Thema