Coach wird deutlich

BVB-Zoff zwischen Emre Can und Trainer: Marco Rose drohte ihm mit Rauswurf

Wendet sich für Emre Can beim BVB jetzt das Blatt? Ein Zoff mit Trainer Marco Rose hat für den deutschen Nationalspieler ungewöhnliche Folgen.

Dortmund – Das frühe Champions-League-Aus des BVB durch die 1:3-Niederlage in Lissabon gegen Sporting hallt nach wie vor noch nach. Selbst eine Woche später ist das überraschende Scheitern in der Gruppenphase der Königsklasse noch Thema bei den enttäuschten Westfalen.

NameEmre Can
Geboren12. Januar 1994 (Alter 27 Jahre), Frankfurt am Main
Größe1,86 Meter
Gewicht86 Kg
Aktuelles TeamBorussia Dortmund

BVB-Zoff: Emre Can gerät mit Trainer aneinander – mit ungewöhnlichen Folgen

Hans-Joachim Watzke sagte vor dem Spitzenspiel gegen den FC Bayern München, dass das frühe Champions-League-Aus vor allem nicht (nur) aus sportlicher Sicht für den BVB schlecht wäre. „Schlimmer ist die Visitenkarte“, erklärte der Geschäftsführer von Borussia Dortmund gegenüber Sky.

Das gilt dann sehr wahrscheinlich auch für den Vorfall, der nun nachträglich ans Licht gekommen ist. Demnach geriet Emre Can nach dem Spiel in Lissabon gegen Sporting in der Kabine mit Trainer Marco Rose aneinander, wie Sport1 berichtet – mit ungewöhnlichen Folgen.

Emre Can (BVB): Trainer Marco Rose regt sich über Rote Karte gegen Sporting auf

Emre Can war es, der zuvor bei der 1:3-Niederlage wegen einer Tätlichkeit in der 72. Minute die Rote Karte gesehen und seinem Team damit einen Bärendienst erwiesen hatte. Jene Szene gegen Sporting hatte den verletzten BVB-Star Erling Haaland mächtig aufgeregt. Dabei hatte Trainer Marco Rose schon direkt nach dem Spiel zu Protokoll gegeben, dass ihm die Aktion gar nicht geschmeckt hatte.

„Fakt ist, dass wir den Schiri gar nicht erst in die Situation bringen dürfen, dass er eine Rote Karte zeigen kann. Einfach weg bleiben. Das wäre besser gewesen.“

Ein Zoff zwischen Emre Can und BVB-Trainer Marco Rose hat ungewöhnliche Folgen.

BVB-Zoff: Emre Can beschwert sich bei Marco Rose über seine vielen Positionen

Laut Sport1 habe Marco Rose nach der Partie in Lissabon Emre Can auch in der Kabine deutlich zu verstehen gegeben, dass so etwas nicht passieren darf. Das wiederum ließ der BVB-Spieler aber nicht auf sich sitzen. Demnach soll er sich zwar respektvoll, aber laut zur Wehr gesetzt haben.

Laut des Medienberichts soll der deutsche Nationalspieler gesagt haben: „Trainer, bin ich jetzt der, der schuld hat, dass wir ausgeschieden sind? Ich spiele auf so vielen verschiedenen Positionen und nehme mich zurück.“ Doch dabei soll es nicht geblieben sein.

BVB-Zoff in Lissabon: Marco Rose drohte Emre Can mit Rauswurf aus der Kabine

Die Sport Bild berichtet, dass Emre Can Marco Rose bei dessen Ansprache immer wieder unterbrochen habe. Erst, als der BVB-Trainer dem 27-Jährige mit dem Rauswurf aus der Kabine gedroht habe, soll dieser still geworden sein. Die Folgen aus diesem Kabinen-Zoff waren dann aber ungewöhnlich.

Zum einen sollen sich beide am nächsten Tag beim Auslaufen zunächst ausgesprochen haben. Darüber hinaus stand der vielseitig einsetzbare Profi beim 3:1-Sieg des BVB in Wolfsburg direkt wieder in der Startelf, traf per Elfmeter und überzeugte auch sonst im defensiven Mittelfeld – seiner Lieblingsposition übrigens.

BVB-Zoff mit ungewöhnlichen Folgen: Emre Can könnte jetzt Gewinner unter Marco Rose sein

Als Emre Can seinen Treffer bejubelte, wandte er sich mit seinen Gesten deutlich an seine Kritiker, als er seine Finger hinter seine Ohren hielt. Trägt der Zoff mit Trainer Marco Rose womöglich sogar noch langfristiger Früchte?

Demnach könnte der gebürtige Frankfurter im Spitzenspiel gegen den FC Bayern wieder im defensiven Mittelfeld auflaufen. Als lautstarker und zweikampfstarker Antreiber. Der BVB dürfte sich nur wünschen, dass der 27-Jährige dann und in Zukunft seine Emotionen besser im Griff hat. Auf und neben dem Platz.

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