14 Profis droht ein Tribünenplatz

Die BVB-Streichliste: Drei Spieler könnten Borussia Dortmund in diesem Sommer noch verlassen

Der BVB hat derzeit 30 Profis in seinem Kader, es könnten noch einige Spieler die Schwarz-Gelben verlassen.
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Der BVB hat derzeit 30 Profis in seinem Kader, es könnten noch einige Spieler die Schwarz-Gelben verlassen.

30 Profis umfasst der BVB-Kader derzeit. Borussia Dortmund könnte noch einige Spieler abgeben. Drei Akteure stehen wohl ganz oben auf der Streichliste.

  • Borussia Dortmund hat mit 30 Spielern derzeit einen sehr großen Kader.
  • Trainer Lucien Favre möchte allerdings mehr Profis dabei haben, als in der Vergangenheit.
  • Dennoch könnten noch drei Akteure den BVB im Sommer 2020 verlassen.

Dortmund - Ein großer Kader ist für einen Trainer immer eine schöne Sache, so hat er die Qual der Wahl. Doch bei Borussia Dortmund tummeln sich zu viele Spieler auf dem Trainingsplatz, um gewisse Dinge einstudieren zu können. Drei Profis des BVB gelten deswegen als Streichkandidaten.

NameBorussia Dortmund
TrainerLucien Favre
StadionSignal Iduna Park
Kapazität81.365 Zuschauer
OrtDortmund

BVB: 14 Spieler könnten an einem Spieltag gar nicht zum Einsatz kommen

Elf Spieler stehen von Beginn an auf dem Platz, dazu kommen aktuell bis zu fünf mögliche Einwechslungen. Borussia Dortmund hat allerdings 30 Profis in seinem Kader, sodass 14 Akteure gar nicht zum Einsatz kommen würden. Besonders bei gestandenen Spielern könnte das für Frust sorgen (alle BVB-Artikel auf RUHR24.de).

Sagte Trainer Lucien Favre (62), dessen Verlängerung des Vertrags beim BVB von einer Voraussetzung abhängt, im vergangenen Sommer noch, dass er einen Kader von 22 Feldspielern plus drei Torhütern für ausreichend halte, seien nun aufgrund der höheren Belastung mehr Spieler gefordert. 

Borussia Dortmund: Bis Weihnachten könnte der BVB 21 Spiele absolvieren

Da die Bundesliga erst Mitte September beginnt, absolviert der BVB ab dann fast ausschließlich englische Wochen, da auch Spiele in der Champions League und im DFB-Pokal anstehen. Bis zu 21 Partien könnte Borussia Dortmund bis Weihnachten absolvieren.

"Wir brauchen zwei Mannschaften, zwei richtige Mannschaften, und das haben wir noch nicht! Man hat es Ende der vergangenen Saison gesehen, da saßen vier, fünf auf der Bank, die kannten Sie nicht", sagte BVB-Trainer Lucien Favre gegenüber den Ruhr Nachrichten.

Trainer Lucien Favre hat auf fast jeder Position die Qual der Wahl bei Borussia Dortmund.

So nominierte der Coach von Borussia Dortmund in den letzten Spielen der Bundesliga-Saison 2019/20 mehrmals Spieler wie Chris Führich (22), Alaa Bakir (19), Taylan Duman (23) oder Marco Rente (23) in den Spieltagskader, die aber allesamt nicht eingesetzt wurden.

BVB: Lucien Favre setzt im Tor weiterhin auf Roman Bürki

Mit Blick auf den Kader des BVB dürfte im Tor alles klar sein. Roman Bürki (29) geht als Nummer eins in die Saison, Marwin Hitz (32) und Luca Unbehaun (19) stehen als Ersatz parat. Das sind die drei von Lucien Favre geforderten Torhüter.

Doch in der Verteidigung könnte es bereits schwierig werden. Zwar besteht bei Borussia Dortmund die Gefahr, dass den Schwarz-Gelben schnell die Innenverteidiger ausgehen könnten, doch auf den Außenpositionen ist der BVB personell gut besetzt.

Auf der linken Abwehrseite hat Raphael Guerreiro (26) wohl seinen Stammplatz sicher. Nico Schulz (27) galt in den vergangenen Wochen stets als Streichkandidat. Doch nach der Verletzung von Marcel Schmelzer (32), über dessen lange Ausfallzeit BVB-Stadionsprecher Nobby Dickel mit einer Aussage verwunderte, dürfte der 27-Jährige wohl doch bei Borussia Dortmund bleiben.

Borussia Dortmund: Felix Passlack wird von Hannover 96 umworben

Anders sieht das bei Felix Passlack (22) aus. Auf der Position des Rechtsverteidigers hat er Neuzugang Thomas Meunier (28) und Lukasz Piszczek (35) vor sich. Zudem steht mit Mateu Morey (20) ein ambitioniertes Talent in den Startlöchern.

Doch einen Abnehmer für Felix Passlack hat der BVB bislang nicht gefunden. Hannover 96 war an einer Verpflichtung interessiert, doch bislang scheiterten die Verhandlungen laut Medienberichten an der Ablösesumme für den 22-Jährigen, dessen Marktwert auf 1,3 Millionen Euro beziffert wird.

Mahmoud Dahoud gehört zu den Abgangskandidaten auf der Streichliste des BVB.

Im Mittelfeld und Angriff ist Borussia Dortmund spätestens mit der Ankunft eines weiteren Transfers gut besetzt. Wenn der Brasilianer Reinier (18) von Real Madrid beim BVB unterschrieben hat, stehen Trainer Lucien Favre aktuell 16 Spieler für wohl sechs Positionen zur Verfügung, sofern der Coach auf eine Abwehr-Viererkette setzt.

BVB: In der Offensive herrscht bei Borussia Dortmund ein enormer Konkurrenzkampf

Allerdings zählen zu dieser Liste auch Spieler wie Immanuel Pherai (19), Ansgar Knauff (18) und Youssoufa Moukoko (15), denen zunächst einmal geringere Chancen eingeräumt werden müssen. Youssoufa Moukoko darf sowieso erst ab dem 20. November für die Profis auflaufen, wenn er 16 Jahre alt wird. Zudem wird Marco Reus (31) wohl noch länger verletzt fehlen. Er macht in der Reha aber gute Fortschritte, wie die Ruhr Nachrichten berichten.

Ebenso geringe Chancen werden wohl auch Mahmoud Dahoud (24) und Marius Wolf (25) haben. Mahmoud Dahoud wird sich im zentralen Mittelfeld des BVB wohl kaum gegen Axel Witsel (31), Jude Bellingham (17), dem ein Aufstieg in der englischen Nationalmannschaft winkt, oder Thomas Delaney (28) durchsetzen können. Selbst Tobias Raschl (20) hätte wohl bessere Einsatzchancen.

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Borussia Dortmund: Marius Wolf hat gegen die Offensiv-Konkurrenz keine Chance

Marius Wolf hat auf der Außenbahn eine viel zu große Konkurrenz vor sich. Je nach taktischer Aufstellung könnten Jadon Sancho (20), Julian Brandt (24), Thorgan Hazard (27), Reinier und Giovanni Reyna (17), der von der traurigen Geschichte rund um seinen Bruder Jack erzählt, den Vorzug auf den Außenpositionen vor dem 25-Jährigen erhalten.

Für Felix Passlack, Mahmoud Dahoud und Marius Wolf dürfte es demnach wohl keine große BVB-Zukunft mehr geben. Mehr wird auf der Abgangsseite bei Borussia Dortmund aber wahrscheinlich auch nicht passieren, um nicht plötzlich doch wieder auf Spieler aus der U23 zurückgreifen zu müssen.