Mario Götze: Glück im Unglück für BVB-Star! Diagnose steht fest

+
Mario Götze im Trikot des BVB. Foto: dpa

Mario Götze hat es beim BVB derzeit nicht leicht. Nach der Verletzung im Derby auf Schalke, steht jetzt die Diagnose fest. Hier die Infos.

Das Verhältnis von Mario Götze und Lucien Favre ist immer wieder Thema. Nach einer starken Rückrunde in der vergangenen Saison kommt die "falsche Neun" beim BVB nur noch selten zum Einsatz. Nach der Auswechslung im Derby würdigten die beiden sich gar keines Blickes. Nur Zufall?

  • Lucien Favre hat trotz lahmender Offensive gegen Inter Mailand auf Mario Götze verzichtet.
  • Jacob Bruun Larsen habe "mehr Power" als der WM-Held von 2014.
  • Nach der Auswechslung im Derby gab es erneut Grund zur Diskussion.

Mario Götze: Verletzung beim BVB-Star an der Hand nicht so schlimm

Update, Dienstag (29. Oktober), 11.10 Uhr: Der BVB hat nun die offizielle Diagnose zur Verletzung von Mario Götze veröffentlicht. Der 27-Jährige hat sich im Derby am vergangenen Samstag einen Haarriss im Knochen der Elle sowie eine Bänderdehnung im linken Handgelenk zugezogen.

Glück im Unglück: Ein Einsatz beim Pokalspiel des BVB gegen Borussia Mönchengladbach am Mittwoch (30. Oktober) ist trotzdem nicht ausgeschlossen. Übrigens: Vor der Begegnung nahm Gladbach-Boss Max Eberl BVB-Trainer Lucien Favre in Schutz.

Als Schock kann hingegen durchaus das Gerücht aufgefasst werden, das Jadon Sancho den BVB im Sommer verlassen wird.

Update, Sonntag (27. Oktober), 10.00 Uhr: BVB-Trainer Lucien Favre hat sich zu seinem Verhalten während der Auswechslung von Mario Götze geäußert. Statt dem obligatorischen Abklatschen ignorierte Lucien Favre seinen Profi beim Gang zur Trainerbank. Damit verschwand Mario Götze, dessen Zukunft beim BVB offen ist, ohne Trainer-Feedback in den Katakomben.

"Ich würde niemals einen Mario Götze ignorieren", sagte Lucien Favre im Interview mit der Bild am Sonntag. "Ich habe mich in dieser Sekunde auf das Spiel konzentriert."

Update, Samstag (26. Oktober), 20.51 Uhr: Borussia Dortmund holt im Revierderby gegen den FC Schalke ein 0:0. Dabei zeigten die Spieler eine grötenteils überschaubare Vorstellung - hier geht es zur BVB-Einzelkritik. Dabei spielte Mario Götze 58 Minuten lang, ehe er verletzt ausgewechselt wurde.

Mario Götze: Fehlt BVB-Star die nötige Power?

Erstmeldung, Donnerstag (24. Oktober): Gegen Inter Mailand hat Borussia Dortmund offensiv wenig bis gar nicht stattgefunden. Entsprechend ernüchternd fiel auch die Einzelkritik der BVB-Profis nach dem Spiel im "San Siro" aus.

Nicht wenige Fans hofften deshalb, dass Lucien Favre in der zweiten Halbzeit offensiv mit Mario Götze nachlegt. Der Schweizer wechselte im zweiten Durchgang tatsächlich drei Mal, verzichtete aber auf den WM-Helden von 2014.

"Bruun Larsen hat mehr Power als Mario Götze" - BVB-Coach Lucien Favre mit irritierender Aussage

Zum einen aus taktischen Gründen. Das Experiment mit der Dreierkette, das sah der Trainer selbst ein, entpuppte sich nicht als der Weisheit letzter Schluss. Entsprechend kehrte der BVB, bei dem Heiko Herrlich (47) die Mentalität vermisst, zurück zum System der Viererkette.

In der 74. Minute entschied sich Lucien Favre, der im Derby auf Marco Reus (30) hoffen kann, dann, die offensive Schlagzahl zu erhöhen. Für Verteidiger Manuel Akanji (24) betrat allerdings nicht Mario Götze sondern Jacob Bruun Larsen (21) die Partie. "Er hat mehr Power nach vorne", erklärte der 61-Jährige nach der Partie.

Darf Mario Götze im Derby ran? BVB zuletzt mit schwächelnder Offensive

Dass Mario Götze nach seinem grippalen Infekt nicht in der Startelf gegen Inter Mailand stehen würde, ist gewiss keine Überraschung gewesen. Dass er aber nicht einmal sechs Minuten vor dem Ende beim Stand von 1:0 für den schwachen Thorgan Hazard (26) eingewechselt wurde, sondern stattdessen der defensivere Raphael Guerreiro (25), hingegen schon.

Natürlich ist nach der Schlacht jeder gerne General. Lucien Favre wird sich gewiss bei jeder Entscheidung seine Gedanken gemacht haben. Aber nicht nur die zahlreichen Reaktionen der BVB-Fans in den sozialen Netzwerken zeigen, dass die Erfolglosigkeit der gestrigen Personalentscheidungen zumindest abzusehen war. Die gute Nachricht für den angezählten Cheftrainer: Ein Derbysieg kann zwar nicht alles, aber doch sehr vieles wieder wett machen.