Rote Erde im Umbau

BVB-Stadion wird umgebaut: Dortmund droht Umzug in eine andere Stadt

Der BVB steht vor einem Problem: Der Umbau der „Roten Erde“ verzögert sich. Womöglich muss sich Borussia Dortmund sogar ein neues Stadion suchen.

Dortmund – Das Stadion-Dilemma beim BVB nimmt immer schärfere Züge an. Der Umbau des Stadions Rote Erde direkt neben dem Signal Iduna Park verzögert sich laut Ruhr Nachrichten weiter. Borussia Dortmund droht ein Umzug in eine andere Stadt.

StadionRote Erde
Eröffnung6. Juni 1926
OrtDortmund
Kapazität9.999 Zuschauer

BVB-Stadion wird umgebaut: Dortmund droht Umzug in eine andere Stadt

Der Bundesliga-Start des BVB am Samstag (6. August) um 18.30 Uhr gegen Bayer Leverkusen ist der Beginn eines schwarz-gelben Wochenendes im Signal Iduna Park. Binnen nicht einmal 24 Stunden finden im Dortmunder Stadion gleich zwei Spiele statt.

Die U23 empfängt am Sonntag (7. August) um 13 Uhr den FC Ingolstadt zum Drittliga-Auftakt. Aufgrund des Umbaus des Stadions Rote Erde muss die Dortmunder Reserve in das große Rund ausweichen. Doch bald könnte das wegen der engen Terminlage nicht mehr möglich sein. Die Borussia braucht womöglich ein neues Stadion.

BVB-Stadion Rote Erde: Umbauarbeiten verlängern sich um „mindestens drei Monate“

Zunächst hatte der BVB die Hoffnung, schon früh nach dem Saisonstart im August mit der U23 ins Stadion Rote Erde zurückkehren zu können. Von diesem Vorhaben muss Borussia Dortmund aber nach Informationen der Ruhr Nachrichten abrücken. Mindestens auch im September wird die Reserve „nebenan“ im Signal Iduna Park spielen müssen.

Die Stadt Dortmund teilte auf Anfrage der Ruhr Nachrichten sogar mit: „Auf Grundlage der aktuellen Erkenntnisse wird der bisherige Zeitplan leider nicht zu halten sein. Es ist mit einer Verlängerung der Bauzeit für die Erkundungs- und Sicherungsmaßnahmen von mindestens drei Monaten zu rechnen.“

Die U23 des BVB trägt ihre Heimspiele normalerweise im Stadion Rote Erde neben dem Signal Iduna Park aus.

BVB: Signal Iduna Park wegen Profi- und U23-Heimspielen in Dauerbelastung

Der BVB hoffe zwar noch auf eine Rückkehr ins Stadion Rote Erde im Herbst, aktuell gilt dieses Szenario laut Ruhr Nachrichten aber als unwahrscheinlich. Doch eine fortbestehende Doppel-Nutzung des Signal Iduna Parks hätte Auswirkungen: Aufgrund des straffen Terminplans hätte der Rasen kaum Erholungsphasen. Ein Austausch des Geläufs – für den Kosten im sechsstelligen Bereich fällig werden würden – wäre aufgrund der vielen Termine kaum möglich. Ein holpriger Untergrund droht.

Alleine im September und Oktober stehen für die Profis des BVB vier Liga- und bis zu drei Champions-League-Heimspiele im Signal Iduna Park auf dem Programm. Hinzu kämen vier Heimspiele der U23 in diesem Zeitraum. Die Auslosung der zweiten Runde im DFB-Pokal steht noch aus und könnte Borussia Dortmund eine weitere Heimpartie bescheren.

BVB-U23: Umzug in ein anderes Stadion außerhalb Dortmunds eine Option

Sinnvoller wäre daher ein Umzug des BVB für die U23-Heimspiele in ein anderes Stadion. Das Problem dabei: In Dortmund gibt es kein weiteres Stadion, das die Genehmigung für die Austragung von Drittliga-Spielen bekäme.

Der BVB steckt wegen des Stadions Rote Erde in der Zwickmühle.

Der Oberliga-Aufsteiger TuS Bövinghausen aus Dortmund denkt zwar über einen Stadion-Bau für 5.000 Zuschauer an der Provinzialstraße nach, aber die Planungen des Klubs von BVB-Legende Kevin Großkreutz sind noch nicht weit vorangeschritten. Die Borussia müsste somit über die Stadtgrenzen hinaus nach einem Alternativstadion Ausschau halten.

BVB: Stadion-Umzug könnte hohe Kosten verursachen

Doch selbst wenn Borussia Dortmund eine Alternative finden würde, könnten hohe Kosten drohen. Wie auch die Ruhr Nachrichten als Beispiel anführen, trug der TSV Havelse in der vergangenen Saison seine Drittliga-Heimspiele im Stadion von Hannover 96 aus. Pro Partie musste der TSV laut Hannoverschen Allgemeinen Zeitung eine Mietgebühr von 60.000 Euro bezahlen.

Alleine für die Spiele im September und Oktober müsste der BVB anhand dieses Beispiels rund 240.000 Euro bezahlen, um die U23-Heimspiele in einem alternativen Stadion austragen zu können. Borussia Dortmund steckt in der Zwickmühle, eine schnelle Lösung ist noch nicht in Sicht.

Rubriklistenbild: © Thomas Bielefeld/Imago - Montage: RUHR24

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