Drei Mannschaften betroffen

BVB im Stadion-Dilemma: Umbau droht zum Profi-Problem zu werden

Die U23 des BVB trägt ihre Heimspiele im Stadion Rote Erde aus. Dort kommt es allerdings zu Komplikationen, die Auswirkungen auf die Profis haben könnten.

Dortmund – Das Stadion Rote Erde machte seinem Namen häufig nach langen Wintermonaten oder schwierigen Wetterbedingungen alle Ehre. Dann glich die Heimspielstätte der Zweitvertretung von Borussia Dortmund nur allzu häufig einem buchstäblichen Acker.

VereinBorussia Dortmund
Stadion Signal Iduna Park
Kapazität 81.365
Cheftrainer Edin Terzic

BVB: Stadion-Dilemma der U23 droht zum Problem für die Profis zu werden

Aktuell muss sich die Rote Erde umfangreichen Renovierungsarbeiten unterziehen. Das Stadion an der Strobelallee soll „attraktiver, moderner und fit für die Zukunft“ werden, heißt es auf der Homepage der Stadt Dortmund, die Eigentümer der altehrwürdigen Spielstätte ist, in dem die U23 des BVB ihre Heimspiele in der 3. Liga austrägt.

Ein Fokus der dringend benötigten Sanierungsmaßnahmen liegt dabei neben der Laufbahn vor allem auf der Rasenfläche. Bis zum ersten Augustwochenende und somit passend zum ersten Drittliga-Heimspiel gegen den FC Ingolstadt sollte ein neues Drainagesystem und eine neue Rasenheizung, die Grundvoraussetzung für die Teilnahme am Spielbetrieb der 3. Liga ist, verlegt sein. Doch daraus wird nichts.

BVB-Stadion: Probleme beim Umbau – Rote Erde vorerst außer Betrieb

Wie die Kollegen der Ruhr Nachrichten berichten, haben sich die Bauarbeiten am Stadion Rote Erde extrem verzögert. Wann die Spielstätte für die Heimspiele der U23 des BVB wieder zur Verfügung stünde, sei demzufolge noch völlig offen.

Grund für die Verzögerung sei die Beseitigung von Bergbauschäden unter der Rasenfläche. Zwei Schächte seien nach Angabe von Bernd Kruse, dem Geschäftsführer der Sport- und Freizeitbetriebe Dortmund „genau unter dem Rasen verlaufen“, berichten die Ruhr Nachrichten in einem bereits am 4. Juni erschienenen Artikel. Die Verfüllung jener Hohlräume mit Beton werde von einer Spezialfirma durchgeführt und nehme aktuell mehr Zeit in Anspruch, als ursprünglich veranschlagt.

Die U23 des BVB trägt ihre Heimspiele im Stadion Rote Erde neben dem Signal Iduna Park aus.

BVB-Stadion: Rote Erde nicht bespielbar – Probleme für die Profis befürchtet

Derzeit gehe man nach Informationen der Ruhr Nachrichten beim BVB davon aus, dass die Betonarbeiten, deren Ende sich zunächst auf das letzte Juniwochenende verschieben sollte, noch deutlich länger andauern werden. Man gehe davon aus, dass die Rote Erde frühestens im Oktober wieder für die Heimspiele der Dortmunder Zweitvertretung zur Verfügung stehen werde.

Bis zum Zeitpunkt der Fertigstellung werde die U23 für ihre Pflichtspiele in den benachbarten Signal Iduna Park umziehen. Für die Profis drohen die Verzögerung und der damit verbundene „Zwangsumzug“ zum Problem zu werden.

BVB-Stadion: U23 im Signal Iduna Park – Dortmund fürchtet Probleme mit Rasen

Schließlich werde der Rasen im Signal Iduna Park durch die Mehrbelastung mehr denn je strapaziert. Ein womöglich ramponierter Untergrund käme dem BVB und der avisierten Spielweise unter Cheftrainer Edin Terzic sicherlich nur bedingt zugute.

Bei Borussia Dortmund hoffe man, dass der Rasen in der Länderspielpause ab Mitte September bestmöglich regenerieren kann. Neben den Profis und der U23 sind auch die Fußballfrauen der Westfalen von den Verzögerungen bei den Umbaumaßnahmen in der Roten Erde betroffen. Sie werden, wie die Ruhr Nachrichten berichten, zunächst in die „Evonik Fußballakademie“ umziehen.

Rubriklistenbild: © Noah Wedel/Kirchner-Media

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