5. Champions-League-Spieltag

BVB-Einzelkritik gegen Sporting: Viermal Note 6 inklusive Unvermögen

Der BVB hat in der Champions League gegen Sporting verloren. Vier Spieler von Borussia Dortmund erhalten in der Einzelkritik die Note 6.

Lissabon – Borussia Dortmund ist am Mittwochabend (24. November) aus der Champions League ausgeschieden. Bei der 1:3-Niederlage des BVB bei Sporting machten sich die Schwarz-Gelben selbst das Leben schwer. Die Einzelkritik mit Noten fällt überhaupt nicht gut aus.

VereinBorussia Dortmund
Gründung19. Dezember 1909
TrainerMarco Rose

BVB-Einzelkritik gegen Sporting – alle Noten von Borussia Dortmund im Überlick

Gregor Kobel: Die einzige Konstante im Spiel des BVB. Er hielt stark gegen Pablo Sarabia bei einem Konter in der 49. Minute. Sogar einen Elfmeter parierte der Torwart in der 81. Minute, konnte den Ball aber nicht festhalten, Pedro Porro staubte ab. Note: 2,5

Thomas Meunier: Defensiv gegen die dribbelstarken Portugiesen immer wieder überfordert. Offensiv mit nur wenigen Akzenten. Er hätte einen Anteil am 1:2 gehabt, als der Ball vom Gegenspieler ins Tor ging. Doch der Belgier stand zuvor im Abseits (54.). Zu wenig vom Rechtsverteidiger, das macht in der Einzelkritik die Note: 4

BVB-Einzelkritik gegen Sporting – Note 6 für Marin Pongracic

Manuel Akanji: In Abwesenheit des gesperrten Mats Hummels war er der Abwehrchef und zeigte im Grunde eine ordentliche Leistung. Der Schweizer gewann sechs seiner acht Zweikämpfe. Zurecht regte sich der Innenverteidiger nach dem Treffer zum 0:2 auf. Er legte zwar selbst den Ball unglücklich für Pedro Goncalves auf, gewann dabei aber das Duel gegen seinen Gegenspieler, zumal der Torschütze niemals so frei vor dem Strafraum stehen darf. Note: 3

Marin Pongracic: Pedro Goncalves und Pablo Sarabia werden in den (Alb-)Träumen von Marin Pongracic nach dem Spiel des BVB bei Sporting vorkommen. So sehr hat das Duo den Innenverteidiger schwindelig gespielt. Der Leihspieler vom VfL Wolfsburg ließ Pedro Goncalves beim 0:1 einfach laufen, da stimmte die Abstimmung mit Nico Schulz überhaupt nicht. Immer wieder hob er gegen auf Konter spielende Portugiesen unnötig das Abseits auf, statt zu seinen Teamkollegen aufzurücken. Erneut keine Empfehlung für eine komplette Verpflichtung des Abwehrmannes, der nach 66 Minuten ausgewechselt wurde. Das macht in der Einzelkritik die Note: 6

Marin Pongracic (r.) zeigte für den BVB gegen Sporting eine sehr schlechte Leistung, wie die Einzelkritik mit Note 6 zeigt.

BVB-Einzelkritik gegen Sporting – Note 6 für Nico Schulz

Nico Schulz: Er kam für den kurzfristig verletzten BVB-Verteidiger Raphael Guerreiro in die Startelf. Trainer Marco Rose wird sich wohl darüber enorm geärgert haben, denn Nico Schulz war völlig von der Rolle. Der 28-Jährige schaute vor dem 0:1-Gegentreffer lange in die Luft, ließ Gegenspieler Pedro Goncalves aus den Augen und legte schließlich mit einer missglückten Ballannahme dem Torschützen das Leder auf. Nach 45 Minuten war dann Schluss für den Linksverteidiger – zurecht. Note: 6

Axel Witsel: Der Belgier blockte einen Schuss von Pablo Sarabia in der 34. Minute ab, der wäre aufs Tor gegangen. Er stand beim 0:2 jedoch im völlig falschen Raum und ließ Torschütze Pedro Goncalves alleine. Einen Gegenspieler hatte der defensive Mittelfeldspieler in der Situation nicht. Nach 66 Minuten war für Axel Witsel Schluss. Note: 4

BVB-Einzelkritik gegen Sporting – Note 4 für Jude Bellingham

Jude Bellingham: „Er war stets bemüht“, lautet das Stichwort. Mehr gibt es über den englischen Youngster kaum zu sagen. Zwei Torschüsse verzeichnete er, beide konnte Keeper Antonio Adan aber halten (57./61.). Das war zu wenig. Note: 4

Julian Brandt zeigte für den BVB gegen Sporting eine durchwachsene Leistung, wie Einzelkritik mitsamt Note 3,5 zeigt.

Julian Brandt: Der Blondschopf spielte „Himmel und Hölle“ in Lissabon. Klugen Laufwegen, um freie Räume zu schaffen, einem starken Pass auf Donyell Malen (40.) sowie der guten Flanke auf Marco Reus vor dem 1:3, standen zu lässige Aktionen gegenüber. Wie etwa in der 38. Minute, als er unmittelbar vor dem eigenen Strafraum fast ein Abspiel per Außenrist auf Manuel Akanji vergeigt hätte. Der Gegenspieler verpasste den Ball nur knapp. Das wäre sehr gefährlich geworden. Eine durchwachsene Einzelkritik. Note: 3,5

BVB-Einzelkritik gegen Sporting – Note 4 für Marco Reus

Marco Reus: Wo war der BVB-Kapitän gegen Sporting? Seine Vorlage per Kopf zum 1:3 von Donyell Malen in der Nachspielzeit der zweiten Halbzeit war die einzig nennenswerte Szene. Ansonsten tauchte der deutsche Nationalspieler komplett unter und sagte hinterher bei DAZN: „Das wirft uns in unserer Entwicklung zurück, weil wir einfach nicht lernen.“ Recht hat er. Note: 4

Reinier: Offensiv agierte der Brasilianer, der überraschend in der Startelf stand, schwach. In der Defensive sah er sich offenbar nicht und ließ Pedro Goncalves vor dem 0:2 einfach komplett im freien Raum stehen, der dann zum Schuss kam. Wie bereits angemerkt, fehlte hier aber auch Axel Witsel auf seiner Position. Reinier hatte nur eine Torchance, ein Kopfball aufs Tornetz in der 41. Minute. Note: 4,5

BVB-Einzelkritik gegen Sporting – Note 3 für Donyell Malen

Donyell Malen: Der aktivste BVB-Spieler auf dem Platz! Er schoss das 1:3 in der Nachspielzeit. Immer wieder suchten ihn seine Mitspieler. In der 32. Minute traf der Stürmer den Pfosten, in der 40. Minute, als er den Torwart schon umdribbelt hatte, scheiterte der Offensivmann an einem Gegenspieler auf der Torlinie. Der Angreifer war präsent, doch das Spiel von Borussia Dortmund ist überhaupt nicht auf den Niederländer ausgelegt. Mit hohen Flanken kann dieser nichts anfangen. Nach der Roten Karte agierte Donyell Malen plötzlich als rechter Außenverteidiger. Note: 3

Emre Can: Der deutsche Nationalspieler leistete seinem Team in Lissabon einen Bärendienst. Offenbar wegen einer Tätlichkeit gegen Pedro Porro sah Emre Can die Rote Karte (74.) – dabei wurde der 27-Jährige erst zur Halbzeitpause für den schwachen Nico Schulz als Linksverteidiger eingewechselt. Zuvor begann der Deutsch-Türke zwar ordentlich, doch dann nahm er sich selbst aus dem Spiel. Note: 6

BVB-Einzelkritik gegen Sporting: Note 6 für Dan-Axel Zagadou

Mahmoud Dahoud: Er kam nach 66 Minuten für Axel Witsel ins zentrale Mittelfeld und sollte nochmal Bewegung nach vorne bringen. Das gelang nur bedingt. Note: 4

Dan-Axel Zagadou: War es Pech, Unvermögen oder mangelnde Spielpraxis? Der Franzose kam nach 66 Minuten für Marin Pongracic ins Spiel, sah wenig später Gelb bei der Rudelbildung nach der Can-Tätlichkeit. In der 78. Minute holte der Innenverteidiger dann unnötig Joao Paulinha im Strafraum von den Beinen, der mit dem Ball nach außen dribbelte. Den Elfmeter hielt Gregor Kobel zwar, beim Nachschuss war Dan-Axel Zagadou aber nicht so reaktionsschnell wie Pedro Porro, der einnetzen konnte. Note: 6

Steffen Tigges: Für Reinier nach 66 Minuten in die Sturmspitze gekommen. Er zeigte direkt einen guten Laufweg nach Pass von Emre Can (69.), sein Schuss wurde vom Gegner abgeblockt. Da hätte Steffen Tigges früher abschließen müssen. Note: 4

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