BVB-Boss zieht Hinrunden-Fazit

"Gucken Sie mal auf die Tabelle...": Hier sieht Michael Zorc aktuell die größten Probleme beim BVB

Borussia Dortmund - Slavia Prag
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Sportdirektor Michael Zorc äußerte sich zur wechselhaften Hinrunde des BVB.

BVB-Sportdirektor Michael Zorc war nach der 1:2-Niederlage bei der TSG Hoffenheim laut eigenen Aussagen konsterniert. Jetzt hat der 57-Jährige ein Fazit der Hinrunde gezogen.

  • Sportdirektor Michael Zorc sieht trotz der jüngsten Rückschläge eine positive Entwicklung.
  • Für die Punktverluste gegen Leipzig und Hoffenheim macht er die Chancenverwertung und individuelle Fehler verantwortlich.
  • Von einer Diskussion um Trainer Lucien Favre hält der 57-Jährige weiter nichts.
Dortmund – Mehrere Tage sind nun seit dem letzten Pflichtspiel im Jahr 2019 vergangen. Auch wenn bei Michael Zorc (57) immer noch der Frust über die zuletzt verschenkten Punkte überwiegt, blickt der BVB-Boss positiv in die Zukunft. Dabei steht er auch weiterhin zu Trainer Lucien Favre (62).

BVB: Sportdirektor Michael Zorc ärgert sich über Punktverluste von Borussia Dortmund

„Gucken Sie mal auf die Tabelle, wo wir stehen könnten. Wir haben in der vergangenen Woche fünf Punkte liegen gelassen“, sagte der BVB-Sportdirektor am Sonntag (22. Dezember) gegenüber den Ruhr Nachrichten. Sowohl gegen RB Leipzig als auch in Sinsheim konnte Borussia Dortmund trotz ansprechender Vorstellung am Ende keine drei Punkte einfahren. Im Duell mit der TSG Hoffenheim verspielte Schwarzgelb sogar noch das Unentschieden.

Die Gründe dafür verortete Michael Zorc vor allem in der schlechten Chancenverwertung und bei individuellen Fehlern. „Gegen Leipzig haben wir eine sehr gute erste Hälfte gespielt und abgesehen von den Blackouts auch eine ordentliche zweite. Auch in Hoffenheim war der Fußball lange okay.“ Über die gesamte Hinrunde war die Chancenverwertung des BVB aber sehr ordentlich.

Michael Zorc hadert mit der BVB-Hinrunde: „Wir haben zu wenig Punkte.“

Mit 30 Punkten aus den ersten 17 Liga-Partien überwintert der BVB auf Rang vier. Auf Tabellenführer Leipzig beträgt der Rückstand allerdings schon sieben Punkte. Auch Gladbach (fünf Punkte) und der FC Bayern (drei Punkte) konnten am letzten Spieltag der Hinrunde noch davonziehen. Besonders bitter: Schwarzgelb ließ elf Zähler nach Führungen liegen.

Daher fällt das Zwischenfazit von Michael Zorc auch eindeutig aus: „Wir haben zu wenig Punkte“. Im Oktober und November hätte der BVB keinen guten Fußball gespielt. Zuletzt sei aber wieder eine positive Entwicklung zu erkennen gewesen. „Wir haben in den letzten Wochen einen deutlichen Aufwärtstrend gehabt, besseren, dominanten Fußball gespielt“, sagte der 57-Jährige der Funke-Mediengruppe.

Michael Zorc stärkt BVB-Trainer Lucien Favre den Rücken

Nach der Systemumstellung auf ein 3-4-3-System konnte Borussia Dortmund in vier Spielen vier Siege einfahren. Erst gegen Leipzig und Hoffenheim gab es nun wieder Rückschläge. Diese Punktverluste seien aber „anders zu bewerten als die im November“, so der BVB-Sportdirektor. 

Dementsprechend sieht Michael Zorc, der zuletzt erklärte wie er Talente wie Erling Haaland und Jadon Sancho zum BVB holte, auch keine Notwendigkeit für neue Diskussionen um Trainer Lucien Favre. „Wir haben ja kein strukturelles Problem“, machte er laut Ruhr Nachrichten deutlich. 

Nun gehe es erstmal darum, dass sich die Spieler bis zum Trainingsstart am 3. Januar „physisch erholen.“ Wie viel Zeit dem Sportdirektor selbst zur Erholung bleibt, ist nicht überliefert. Angesichts der Vorhaben auf dem Transfermarkt dürfte der BVB-Boss in kommenden zwei Wochen aber noch einige Telefonate führen.