Heftige Spieler-Kritik

BVB-Sportdirektor Kehl legt nach üblem Vorwurf gegen Akanji nach

Sebastian Kehl legt nach. Nach Edin Terzic reagiert auch der BVB-Sportdirektor auf die Kritik von Manuel Akanji.

Dortmund – Manuel Akanji hat Spuren beim BVB hinterlassen. So tiefe, dass sich nun sogar Sportdirektor Sebastian Kehl eingeschaltet hat. Das Sportliche gerät dabei jedoch in den Hintergrund.

NameManuel Obafemi Akanji
Geboren19. Juli 1995 (Alter 27 Jahre), Wiesendangen, Schweiz
Größe1,88 Meter
Aktuelles TeamManchester City

BVB-Sportdirektor Kehl legt nach üblem Vorwurf gegen Akanji nach

„Wir hätten gerne mit Akanji verlängert, weil er ein guter Spieler ist und jetzt nicht umsonst bei Manchester City auftaucht“, machte Kehl vor der Champions-League-Pleite des BVB bei Manchester City (1:2) am Mittwoch (14. September) noch einmal deutlich. „Trotzdem hätte ich mir die Aussagen, die im Nachgang gekommen sind, erspart“, kritisierte der Sportdirektor den Schweizer nach dessen Vorwürfen gegen den BVB.

Akanji hatte sich in seinen letzten Wochen beim BVB vor seinem Wechsel zu Manchester City ungerecht behandelt gefühlt. Über ihn seien Sachen behauptet worden, „die einfach nicht stimmten“, hatte Akanji kürzlich dem Blick gesagt. Und damit nicht genug.

Akanji kritisiert den BVB scharf: „Ich fand es krass, dass mir das aus dem Nichts vorgeworfen wurde“

Akanji meckerte, er habe mit dem BVB „nie über Zahlen geredet. Es ging mir nie ums Geld. Ich fand es krass, dass mir das aus dem Nichts vorgeworfen wurde.“

„Es war keine einfache Zeit für mich. Ich war ja Teil der Mannschaft und hatte einen laufenden Vertrag, war fokussiert und habe weiterhin Gas gegeben im Training“, sagte Akanji weiter. „Aber das Leistungsprinzip zählte nicht mehr, ich saß auf der Tribüne, egal wie gut ich trainierte.“

BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl (l.) kritisiert Manuel Akanji für dessen Aussagen zu seine BVB-Ende.

BVB: Akanji ging mit Wechselwunsch auf den Verein zu

Borussia Dortmund betonte immer wieder, dass Akanji vergangene Saison mit einem Wechselwunsch auf die Bosse zugegangen sei. „Ich freue mich für Akanji, dass es geklappt hat mit einem Wechsel zu einem Top-Verein“, hatte BVB-Trainer Edin Terzic erst am Dienstag gesagt und berichtet: „Denn das ist es, was er mir in den persönlichen Gesprächen gesagt hat: Dass er den BVB nur verlassen möchte, wenn es zu einem der Top-Vereine geht.“

Deshalb hatte der BVB in der abgelaufenen mit Nico Schlotterbeck und Niklas Süle zwei Innenverteidiger verpflichtet. Akanji, der seit Januar 2018 für die Westfalen aufgelaufen war, hatte fortan keine Rolle mehr gespielt.

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