Nach Aus von Michael Zorc

BVB-Führung im Umbruch: Starke Persönlichkeit soll Kehl in Dortmund unterstützen

Seit dem Abgang von Michael Zorc im Sommer befindet sich die BVB-Führung in einem Umbruch. Dieser scheint noch nicht vollständig abgeschlossen.

Dortmund - Bei Borussia Dortmund übernahm Sebastian Kehl zu dieser Saison den Posten als Sportdirektor. Der 42-Jährige trat damit das große Erbe von BVB-Legende Michael Zorc an. Für eine Beurteilung seiner bisherigen Arbeit ist es allerdings noch zu früh. Nichtsdestotrotz soll der Revierklub Überlegungen anstreben, eine weitere Führungskraft im Sportbereich zu installieren.

BVB-Führung im Umbruch: Dortmunds „Elefantenrunde“ deutlich geschrumpft

Vor nicht allzu langer Zeit gab es beim BVB die bekannte „Elefantenrunde“, bestehend aus Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, Ex-Sportdirektor Michael Zorc, dem damaligen technischen Direktor Edin Terzic und dem damaligen Leiter der Lizenzspielerabteilung Sebastian Kehl sowie Matthias Sammer als externem Berater.

Inzwischen ist die Gruppe deutlich geschrumpft, bzw. Kompetenzen haben sich verschoben. Michael Zorc befindet sich im Ruhestand und Edin Terzic scheidet als hauptverantwortlicher Trainer aus dem Komitee aus.

BVB: Sebastian Kehl im sportlichen Bereich bei Borussia Dortmund alleinverantwortlich

Darüber hinaus beschäftigt sich Hans-Joachim Watzke in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der DFL mit zahlreichen anderen Themen.

Die Strukturen bei Borussia Dortmund haben sich also sichtlich verändert. Sebastian Kehl ist quasi allein für den sportlichen Bereich verantwortlich. Seine erste Transferphase als Sportdirektor verlief durchwachsen.

Sebastian Kehl: BVB denkt offenbar über zusätzliche sportliche Kompetenz nach

Nach Informationen der WAZ soll der Revierklub daher darüber nachdenken, eine weitere „starke Persönlichkeit“ für den sportlichen Bereich zu verpflichten. Entweder an der Seite von Sebastian Kehl oder eine Stufe unter ihm.

Der BVB denkt offenbar über zusätzliche Verstärkung für den sportlichen Bereich nach.

In der Vergangenheit geisterte immer wieder der Name Sven Mislintat herum, der einst als Chef-Scout in Dortmund tätig war. Inzwischen ist der 50-Jährige als Sportdirektor beim VfB Stuttgart tätig. Seine Zukunft bei den Schwaben ist allerdings ungewiss.

Konkretisiert wurden die Gedanken bislang ohnehin noch nicht. Sebastian Kehl genießt beim BVB größtes Vertrauen und ist erst seit einem knappen halben Jahr im Amt. Trotzdem muss er sich in den kommenden Wochen und Monaten beweisen.

Rubriklistenbild: © Christian Schroedter/Imago; Collage: RUHR24

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