Neuer Sportdirektor in Dortmund

Auf Sebastian Kehl wartet ein schwieriges Erbe: BVB regelt Nachfolge für Michael Zorc

Der BVB regelt die Nachfolge von Michael Zorc: Sebastian Kehl übernimmt ab dem 1. Juli 2022 den Sportdirektoren-Posten. Borussia Dortmund plant langfristig.

Dortmund – Die Suche von Borussia Dortmund nach einem Nachfolger für Michael Zorc ist abgeschlossen. Zum 1. Juli 2022 folgt der ehemalige Profi Sebastian Kehl auf den Sportdirektor. Aktuell kümmert er sich noch als Leiter der Lizenzspielerabteilung um alle Belange rund um die Organisation und Betreuung des Bundesliga-Teams.

NameSebastian Kehl
Geboren13. Februar 1980 (Alter 41 Jahre), Fulda
Größe1,88 Meter
PartnerinTina Krüger
Aktueller VereinBorussia Dortmund

BVB: Nachfolger von Michael Zorc steht fest – Sebastian Kehl unterschreibt bis zum 30. Juni 2025

Überraschend kam die Nachricht am Montagnachmittag nicht, dass Sebastian Kehl eine neue Rolle bei den Schwarz-Gelben erhält. Dennoch gab es viele Gerüchte rund um die Zorc-Nachfolge beim BVB, Sven Mislintat war ein viel genannter Name. Der aktuelle Sportdirektor des VfB Stuttgart war von 2006 bis 2017 als Scout bei Borussia Dortmund tätig.

Allerdings war meist von einer Doppelspitze in der sportlichen Verantwortung mit Sebastian Kehl und Sven Mislintat die Rede. Jetzt hat sich der BVB auf Ersteren festgelegt, der ehemalige Profi unterschrieb am Montag (28. Juni) einen Vertrag bis 30. Juni 2025 als Sportdirektor. Wirksam wird der Kontrakt ab dem 1. Juli 2022, dann geht die Ära von Michael Zorc zu Ende.

BVB: Sebastian Kehl tritt ein schwieriges Erbe von Michael Zorc an

43 Jahre verbrachte der 58-Jährige bislang beim BVB, zunächst als Spieler, anschließend im Management und ab 2005 als Sportdirektor. Die Bilanz des Klubs unter seiner sportlichen Leitung: drei Meisterschaften, drei Europapokal-Finalteilnahmen, zwei DFB-Pokalsiege. Doch im kommenden Jahr ist für ihn Schluss. Sebastian Kehl tritt ein schwieriges Erbe an.

„Natürlich tritt er in große Fußstapfen, aber wir sind davon überzeugt, dass Sebastian über das für seine Aufgabe notwendige Rüstzeug verfügt“, wird der Vorsitzende der Geschäftsführung des BVB, Hans-Joachim Watzke, in der Pressemitteilung des Klubs zitiert. Zumal Sebastian Kehl einen Vorteil hat: Er hat noch ein Jahr Zeit, um die Aufgaben des Sportdirektors zu verinnerlichen.

Der BVB regelt Nachfolge für Michael Zorc (r.): Sebastian Kehl unterschreibt einen langen Vertrag.

BVB: Sebastian Kehl freut sich auf seine Aufgabe und spricht von „Anspruch und Verpflichtung“

Mit Sebastian Kehl folgt ein Meisterspieler des BVB auf Michael Zorc. Er gewann 2002, 2011 und 2012 mit dem Klub als Spieler den Titel. Nach seiner Profikarriere schloss der frühere Dortmund-Kapitän ein Management-Studium bei der UEFA ab und erwarb die Trainer-A-Lizenz.

Der künftige Sportdirektor freut sich auf seine neue Aufgabe: „Als Sportdirektor die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass der BVB auch in Zukunft erfolgreich sein wird, bedeutet für mich Anspruch und Verpflichtung zugleich.“ Womöglich kommt auf den Ex-Profi direkt ein dicker Brocken zu. Denn angeblich lässt der FC Bayern mit einem geheimen Transfer-Plan bei BVB-Stürmerstar Erling Haaland nicht locker.

BVB: Sebastian Kehl erhält Lob von Sportdirektor Michael Zorc

Mit einem Drei-Jahres-Vertrag zeigten aber die Verantwortlichen von Borussia Dortmund, dass sie Sebastian Kehl die Aufgabe als Sportdirektor langfristig zutrauen. „Sebastian hat sich sukzessive in alle relevanten Themenfelder eines Sportdirektors eingebracht. Ich schätze seine Arbeit sehr“, sagt Michael Zorc zum Deal mit dem Ex-Profi.

Aktuell arbeiten Michael Zorc (r.) und Sebastian Kehl noch gemeinsam.

Unter Michael Zorc entwickelte sich Borussia Dortmund seit 2005 zu einem Spitzenklub in Deutschland, der sich auch in der Champions League immer wieder mal gegen die Topklubs aus Europa behaupten konnte. Der Sportdirektor fädelte Transfers mit nahezu unfassbaren Transfer-Summen ein, wie etwa den Wechsel von Ousmane Dembélé zum FC Barcelona für insgesamt 135 Millionen Euro inklusive Bonuszahlungen.

BVB: Sebastian Kehl möchte noch an „aktuellen Themen und Herausforderungen“ arbeiten

Ab dem 1. Juli 2022 wird Sebastian Kehl an seinem Vorgänger gemessen. Der künftige Sportdirektor möchte aber noch nicht zu weit nach vorne schauen, sondern sagt: „Ich freue mich allerdings zunächst darauf, gemeinsam mit Michael an unseren Zielen der Gegenwart und den aktuellen Themen und Herausforderungen zu arbeiten.“

Rubriklistenbild: © Kirchner-Media/ David Inderlied

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