Sebastian Kehl informiert

BVB-Boss schließt Winter-Transfers nicht aus: Verträge werden nicht verlängert

Der BVB steckt mitten im personellen Umbruch. Sebastian Kehl spricht über Transfers und auslaufende Verträge.

Dortmund – Sebastian Kehl hat eine Bilanz unter die Transfer-Aktivitäten von Borussia Dortmund gezogen. Der BVB-Sportdirektor kündigt weitere Schritte an. Sowohl auf der Zugangs- als auch auf der Abgangsseite.

NameSebastian Kehl
Geboren13. Februar 1980 (Alter 42 Jahre), Fulda
Größe1,88 Meter
Aktueller VereinBorussia Dortmund (BVB)

BVB-Boss Sebastian Kehl zieht zufrieden Transfer-Bilanz

Seit dem Abend des 1. September ist das Sommer-Transferfenster in Deutschland geschlossen. Über 90 Millionen Euro hatte der BVB zuvor in neue Spieler investiert. Erstmals in verantwortlicher Position als neuer Sportdirektor: Sebastian Kehl.

Ob die Borussia alle Transfer-Ziele erreicht habe, wurde er im Interview mit der Sport Bild gefragt. Kehl: „Ja, das haben wir. Etwas mehr Geld hätte unsere Möglichkeiten sicher erweitert. Aber unter den nach wie vor von der Corona-Pandemie bestimmten Rahmenbedingungen, in denen wir uns bewegt haben, haben wir das umsetzen können, was wir im ersten Schritt auch unbedingt angehen wollten.“

BVB bleibt auf Transfer-Kandidaten sitzen: Nur Haaland und Akanji bringen Kohle

Mit Alexander Meyer, Nico Schlotterbeck, Niklas Süle, Salih Özcan, Karim Adeyemi und Sébastien Haller konnten prominente neue Gesichter in Dortmund begrüßt werden. Zudem wurde die Verpflichtung von Anthony Modeste duch Hallers Hodenkrebs-Diagnose notwendig.

Weniger erfolgreich verliefen die erhofften Verkäufe von teuren Bankdrückern. Einzig für Erling Haaland und Manuel Akanji konnte der BVB nennenswerte Ablösen erzielen. Über 75 Millionen Euro flossen in die Kassen. Für den nunmehr unerwünschten Nico Schulz konnte kein Abnehmer gefunden werden. Auch Thomas Meunier, Emre Can oder Thorgan Hazard bleiben vorerst in Dortmund.

BVB-Transfers: „Wir haben grundsätzlich ein, zwei Jungs zu viel im Kader“

„Ich finde, auch die Abgabeseite haben wir noch ordentlich gelöst“, findet Sebastian Kehl dennoch. „Insbesondere vor dem Hintergrund eines Transfermarktes, der wegen der Pandemie noch nicht wie früher funktioniert und in unserer Marktposition nicht so einfach ist.“

Der BVB hatte schon früh den Großteil seiner Neuzugänge fix gemacht und blieb später auf dem einen oder anderen Großverdiener sitzen. „Wir haben grundsätzlich ein, zwei Jungs zu viel im Kader“, sagt Kehl.

BVB: Acht Verträge laufen aus – unter anderem Hummels, Reus, Guerreiro, Dahoud, Moukoko

Die Verträge von acht Spielern laufen im Sommer 2023 aus. Das sind: Luca Unbehaun, Felix Passlack, Mats Hummels, Raphael Guerreiro, Mahmoud Dahoud, Marco Reus, Youssoufa Moukoko und Anthony Modeste. Sebastian Kehl kündigt vielsagend an: „Es kann schon sein, dass nicht jeder der acht auslaufenden Verträge verlängert wird.“

BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl hat viel zu tun: Die Verträge namhafter Profis laufen aus.

Der 42-Jährige will sich nun damit beschäftigen, wie mit den betreffenden Spielen in Zukunft verfahren werden soll. Jeder Spieler bekomme in der laufenden Saison die Chance, zu zeigen, dass der BVB unbedingt mit ihm verlängern sollte. Zu gegebener Zeit und in Ruhe sollen Entscheidungen fallen.

BVB-Boss Sebastian Kehl kündigt Transfers an: Zugänge auch im Winter denkbar

Je nach Marktentwicklung könnte der BVB aber auch auf der Zugangsseite noch tätig werden. Im kommenden Sommer werde versucht, „einige Dinge mit Weitsicht zu verändern“. Einige Profis sollen den Verein verlassen, Verstärkungen sollen geholt werden. „Vielleicht auch schon punktuell im Winter.“ Das Winter-Transferfenster öffnet in Deutschland am 1. Januar 2023.

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