19. Bundesliga-Spieltag

BVB-Einzelkritik gegen SC Freiburg: Bestnote für Duo um Erling Haaland

Der BVB hat den SC Freiburg deutlich besiegt. Erling Haaland und Thomas Meunier überragten, wie die Einzelkritik mit Noten zeigt.

Dortmund – Borussia Dortmund hat auch das zweite Spiel im Jahr 2022 gewonnen. Der BVB besiegte den SC Freiburg mit 5:1 (3:0) und freute sich dabei vor allem über zwei Doppelpacker. Diese bekommen die beste Note in der Einzelkritik der Schwarz-Gelben.

VereinBorussia Dortmund
Gründung19. Dezember 1909
StadionSignal Iduna Park
TrainerMarco Rose

BVB-Einzelkritik gegen SC Freiburg: Alle Noten von Borussia Dortmund

Gregor Kobel: Der BVB-Torwart erlebte eigentlich einen sehr ruhigen Abend in Dortmund. Doch beim Stand von 3:0 sah der Keeper nicht ganz glücklich aus. Einen Schuss von Roland Sallai in Richtung langes Eck ließ Gregor Kobel nach vorne abklatschen, der Nachschuss von Ermedin Demirovic war schließlich drin (62.). Kurz zuvor war er noch aufmerksam gegen den Torschützen, der ihn erst umkurvte, dann aber doch hängen blieb (50.). Note: 2,5

Thomas Meunier: „Wenn Thomas Meunier zwei Kopfballtore erzielt, dann läuft auch nicht alles rund beim Gegner“, lautete das humorvoll gemeinte Fazit der Kommentatoren bei DAZN. Der Leistung des Belgiers wird das allerdings nicht gerecht. Der Rechtsverteidiger zeigte seine bislang beste Leistung im BVB-Trikot. Zweimal köpfte er nach einer Ecke von Julian Brandt ein. Ein Doppelpack nach Eckstößen gelang bislang nur Mats Hummels im Oktober 2020 für Borussia Dortmund seit Beginn der detaillierten Datenerfassung. Auch ansonsten zeigte sich Thomas Meunier gut nach vorne, defensiv verbessert, aber weiterhin mit Steigerungspotenzial, was die Einzelkritik aber nicht schmälern soll. Pech jedoch am Ende: Thomas Meunier musste verletzungsbedingt ausgewechselt werden (75.). Note: 1

BVB-Einzelkritik gegen SC Freiburg: Note 2,5 für Emre Can

Emre Can: Der deutsche Nationalspieler lief gegen den SC Freiburg als Innenverteidiger auf, da Manuel Akanji noch nicht 100-prozentig fit war. Er machte einen souveränen Job, ließ nichts zu, verteilte den Ball nach links und rechts, doch dann plagten ihn Leistenprobleme. Nach einer Behandlung ging es zunächst weiter für ihn (26.), zur Halbzeitpause war dann jedoch Schluss. Note: 2,5

Mats Hummels: Im ersten Durchgang zeigte sich der Abwehrchef ganz souverän, eroberte klug Bälle und bewies, dass er seine Verletzungsprobleme aus dem Jahr 2021 hinter sich gelassen hat. Doch in der zweiten Halbzeit konnte Mats Hummels die Abwehr des BVB bei Freiburger Kontern nicht mehr recht ordnen und ließ sich beim 1:3 nach außen ziehen. Dennoch eine ordentliche Einzelkritik für den 33-Jährigen. Note: 3

Thomas Meunier überragte beim BVB gegen Freiburg, aufgrund seines Kopfball-Doppelpacks erhält er die Spitzen-Note in der Einzelkritik.

BVB-Einzelkritik gegen SC Freiburg: Note 3,5 für Raphael Guerreiro

Raphael Guerreiro: Der linke Außenverteidiger nahm am Abschlusstraining teil und stand überraschend in der Startelf. Seinen Trainingsrückstand merkte man dem Portugiesen kaum an. Einen Freistoß in der 35. Minute zielte er per Vollspann genau auf den Torwart, der damit aber Probleme hatte. Ansonsten gegen den SC Freiburg in der Offensive eher unauffällig. Dafür defensiv mit einer Schwäche, als er Roland Sallai vor dem 1:3 zu leicht abschließen ließ. Nach 70 Minuten war letztlich Schluss für ihn. Note: 3,5

Mahmoud Dahoud: Ganz wichtig war sein Gegenpressing in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit inklusive Balleroberung, aus der schließlich das 3:0 durch Erling Haaland resultierte. Der 26-Jährige blieb seiner Linie treu und eroberte in der 75. Minute sogar in einer Szene gleich doppelt den Ball, bediente den Norweger, der zum 4:1 einnetzte. Insgesamt ein starker Auftritt des Sechsers, der immer wieder klug die Löcher im Zentrum stopfte und sich dann mit dem Treffer zum 5:1 noch selbst belohnte. Note: 1,5

BVB-Einzelkritik gegen SC Freiburg: Note 2,5 für Jude Bellingham

Jude Bellingham: Der Engländer verpasste direkt zu Spielbeginn nach einer Hereingabe knapp den Ball im Strafraum (6.). Wie eigentlich immer agierte der BVB-Star sehr präsent und aufmerksam. Beim Gegenpressing von Mahmoud Dahoud vor dem 3:0 schnappte sich Jude Bellingham gedankenschnell den Ball und legte Erling Haaland das Leder auf, der sich die Chance nicht nehmen ließ. Note: 2,5

Mahmoud Dahoud agierte stark beim BVB, wie auch die Einzelkritik mitsamt Note gegen den SC Freiburg zeigt.

Julian Brandt: Zwei Ecken, zwei Vorlagen für Thomas Meunier – der Blondschopf war maßgeblich am BVB-Erfolg gegen Freiburg beteiligt. Spielerisch eher unauffällig, aber durchaus wichtig im Zusammenspiel mit den Teamkollegen. „Bei uns ist die Connection sowieso immer richtig gut“, sagte er nach dem Spiel bei DAZN in Richtung Mahmoud Dahoud, der ihn wiedeurm als „Junior Beckham“ betitelte. Note: 2

BVB-Einzelkritik gegen SC Freiburg: Note 3 für Marco Reus

Marco Reus: Der BVB-Kapitän jubelte mit geballter Faust in der 15. Minute nach einer erfolgreichen Grätsche in der eigenen Hälfte, die zum Einwurf für Dortmund führte. Der Mittelfeldmann war in der Offensive überall zu finden – mal links, mal rechts, mal in der Mitte. Allerdings hatte der 32-Jährige schon auffälligere Spiele. Ob er sich bei seiner Auswechslung in der 71. Minute über die vorherige Fahrlässigkeit der Borussia rund um das 1:3 oder seine eigene Leistung ärgerte, ist nicht bekannt. Note: 3

Donyell Malen: Der Niederländer war bemüht, doch der Mut für das Eins-gegen-Eins fehlte ihm etwas, stattdessen spielte er lieber ab. Dennoch: Die Leistung war völlig in Ordnung, wenngleich der Angreifer letztlich erneut im Schatten von Doppelpacker Erling Haaland stand. Donyell Malen hatte zwei Chancen, einmal touchierte ein Schuss den Pfosten (53.). Note: 3

Erling Haaland erzielte für den BVB zwei Tore und bekommt die Note 1 in der Einzelkritik gegen den SC Freiburg.

BVB-Einzelkritik gegen SC Freiburg: Note 1 für Erling Haaland

Erling Haaland: „Da steht der wieder ein Mal vorm Tor, das ist halt brutal“ – das Fazit von Freiburgs Christian Günther passt haargenau zur Leistung von Erling Haaland. Der Stürmer agierte zunächst sehr unauffällig, doch dann war er da und netzte überlegt zum 3:0 in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit ein. Im zweiten Durchgang legte er dann das Tor zum 4:1 nach, als er Torwart Benjamin Uphoff durch die Beine schoss. Der Angreifer arbeitete sogar noch am Hattrick, der gelang ihm jedoch nicht. Note: 1

Manuel Akanji: Ein so langer Einsatz war wohl nicht geplant, doch der Schweizer kam nach der Halbzeitpause für den angeschlagenenen Emre Can ins Spiel. Die Verletzungspause war dem Innenverteidiger anzumerken. Sein Stellungsspiel war des Öfteren nicht optimal, dazu fehlte er beim Konter vor dem 1:3 in der Mitte, Gegenspieler Ermedin Demirovic kam völlig frei zum Abschluss. Das kann er besser, vor allem mit höherer Matchfitness. Note: 4

BVB-Einzelkritik gegen SC Freiburg: Keine Note für Hazard, Schulz, Wolf und Witsel

Thorgan Hazard: Der Belgier kam nach 71 Minuten für Marco Reus, hatte aber nur zehn Ballkontakte. Ohne Note

Nico Schulz: Ebenfalls in der 71. Minute eingewechselt, er kam für Raphael Guerreiro. Nico Schulz belohnte seinen guten Lauf in der 85. Minute mit der Vorarbeit auf Mahmoud Dahoud vor dessen Tor zum 5:1. Ohne Note

Marius Wolf: Für Thomas Meunier in der 75. Minute eingewechselt, bekam Marius Wolf nicht mehr so viel zu tun. Ohne Note

Axel Witsel: Der Mittelfeldspieler kam in der 85. Minute für Jude Bellingham und hatte sechs Ballkontakte. Ohne Note

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