BVB: Rummenigge schießt gegen Favre und "C-Jugend-Fußballer" Brandt

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Im Mittelpunkt des Rundumschlags von Michael Rummenigge gegen den BVB: Julian Brandt. Foto: Guido Kirchner/dpa

Lucien Favre und Julian Brandt stehen an der Spitze eines Rundumschlags von Michael Rummenigge gegen den BVB. Nicht nur wegen des Derbys. Hier die Infos.

Der langjährige Dortmunder Michael Rummenigge (55) hat nach dem Derby gegen Schalke 04 (0:0) zum Rundumschlag gegen den BVB ausgeholt. Im Mittelpunkt der Kritik: Lucien Favre (61) und Julian Brandt (23).

  • Michael Rummenigge übt nach dem Derby scharfe Kritik am BVB.
  • Besonders Lucien Favre und Julian Brandt bekommen ihr Fett weg.
  • Für den Trainer wird die Luft bei Borussia Dortmund immer dünner.

BVB: Michael Rummenigge schießt gegen Lucien Favre und Julian Brandt

Sieben Minuten vor dem Schlusspfiff im Derby wechselte Lucien Favre, der zuletzt von Gladbach-Boss Max Eberl in Schutz genommen wurde, beim BVB Julian Brandt für Achraf Hakimi (20) ein. Geht es nach Michael Rummenigge, waren das wohl noch sieben Minuten zu früh.

Denn schon nach dem Auswärtsspiel in der Champions League bei Inter Mailand, war der 55-Jährige alles andere als überzeugt vom Neuzugang, wie er im WDR2-Interview deutlich machte. "Normalerweise suche ich mir keinen einzelnen Spieler raus, aber Julian Brandt beim Spiel gegen Inter Mailand – das war C-Jugend-Fußball ohne Körperkontakt und Durchsetzungsvermögen." Gegen Gladbach wurde Julian Brandt mit zwei Toren zum Matchwinner. Hier geht es zur Einzelkritik.

Für den Transfer von Julian Brandt bekam der BVB viel Lob. Nun aber zeigt sich, dass in der Transferpolitik offenbar einige Fehler gemacht worden sind.

Michael Rummenigge kritisiert "exklusive Meinung" von Lucien Favre beim BVB

Ähnlich hart ging Michael Rummenigge auch mit BVB-Trainer Lucien Favre, der seinem Team aufgrund einer Grippewelle ein Kontaktverbot erteilte, ins Gericht. Dessen Aussage, dass Borussia Dortmund in Mailand "gut gespielt" habe, regte offenbar nicht nur die Fans auf.

"Die Meinung, dass seine Mannschaft bei Inter Mailand gut gespielt hat, hat er exklusiv. Wir wundern uns alle über die Aussagen – auch nach dem Spiel gegen Schalke 04", so der langjährige Bundesliga-Profi gegenüber WDR2.

Lucien Favre beim BVB: Nach Kritik von Michael Rummenigge angezählter denn je?

Den ohnehin schon wackelnden Stuhl von Lucien Favre beim BVB stabilisieren die Aussagen von Michael Rummenigge nicht. Die Zukunft des Schweizers bei Borussia Dortmund ist nach dem 0:0 im Derby ungewisser denn je.

Denn der glückliche Punktgewinn war aus Sicht des selbsterklärten Meisterschaftskandidaten noch die beste Nachricht des Tages. Michael Zorc (57) erwartete eine Mannschaft, der man den unbedingten Willen ansieht, das Derby gegen Schalke 04 zu gewinnen.

Nicht nur Julian Brandt enttäuschte im Derby zwischen Schalke und dem BVB

Auf dem Platz sah man allerdings eine Mannschaft, die von Beginn an in den Seilen hing. Das galt keineswegs nur für den von Michael Rummenigge kritisierten Julian Brandt, der mittlerweile beim BVB Erinnerungen an Ilkay Gündogan weckt.

Erst in der letzten Viertelstunde gelang es Borussia Dortmund, sich aus dem Schalker Würgegriff zu befreien. Das war auch bitter nötig. Denn zu diesem Zeitpunkt hatte der BVB nach Doppel-Alu und einem vermeintlichen Handelfmeter bereits jegliches Glück aufgebraucht. 

Favre darf bis mindestens zur Winterpause weiterarbeiten. Doch das Gerücht rund um den BVB und José Mourinho kocht erneut auf. Aber auch andere Klubs scheinen in Frage zu kommen.