Dortmund schaut sich um

Wackelkandidat Roman Bürki: BVB hat anscheinend drei Top-Torhüter im Visier

Roman Bürki steht bei Borussia Dortmund in der Kritik. Der Status als Nummer eins wackelt. Jetzt nimmt der BVB wohl drei mögliche Nachfolger ins Visier.

Dortmund – Die Torwart-Diskussion um Roman Bürki (30) wird beim BVB neu aufgerollt*. Der Keeper von Borussia Dortmund* stand in den vergangenen Wochen immer wieder in der Kritik. Jetzt fehlt der Torhüter vorerst verletzt – womöglich verliert er für immer seine Nummer eins, wie RUHR24.de* berichtet.

NameRoman Bürki
Geboren14. November 1990 (Alter 30 Jahre), Münsingen, Schweiz
Größe1,87 Meter
Aktuelles TeamBorussia Dortmund (#1 / Torwart)

BVB: Torwart Roman Bürki mit Fehlern im Spielaufbau und Stellungsspiel

Bereits nach der 1:2-Niederlage von Borussia Dortmund bei Bayer Leverkusen stand Roman Bürki heftig in der Kritik, weswegen es eine neue Torwart-Diskussion beim BVB* gibt. So bekam der Schweizer zuletzt einige vermeidbare Gegentore, machte Fehler im Spielaufbau und Stellungsspiel.

Vor dem 3:1-Erfolg über den FC Augsburg wurde bereits ins Spiel gebracht, dass zwei Entscheidungen den BVB wieder in die Spur bringen könnten*. Eine davon wäre ein Torwart-Tausch gewesen. Trainer Edin Terzic (38) hielt sich vor der Partie bedeckt, letztlich wurde ihm die Antwort auf die Frage bei der anschließenden Trainingseinheit abgenommen.

BVB: Roman Bürki verletzt, Marwin Hitz hütet das Tor von Borussia Dortmund

Roman Bürki verletzte sich an der Schulter und steht laut Angaben des BVB wohl bis Mitte Februar nicht zur Verfügung. Bis dahin hütet Marwin Hitz (33) das Tor von Borussia Dortmund. Was danach passiert, bleibt abzuwarten.

Wie die BILD jetzt berichtet, könnte der BVB spätestens im Sommer 2021 die Torwart-Frage neu aufrollen. Der Vertrag von Marwin Hitz endet im Juni, bislang gibt es noch keine Hinweise auf eine Verlängerung. Ein Ersatz müsste also her.

Peter Gulacsi steht aktuell bei RB Leipzig unter Vertrag. Mit dem Bundesliga-Konkurrenten traf er bereits des Öfteren auf den BVB.

Und womöglich könnte dieser Ersatz-Keeper ein großer Konkurrent für Roman Bürki sein. Die Tageszeitung bringt drei Ersatzleute beim BVB ins Spiel, die das Potenzial zur Nummer eins hätten.

BVB: Peter Gulacsi von RB Leipzig als Option Nummer eins für Borussia Dortmund

Allen voran wäre das Peter Gulacsi (30) von RB Leipzig. Der Stammkeeper des Bundesliga-Konkurrenten hat in der Saison 2020/21 mit 17 Gegentoren die wenigsten Treffer in der Liga reinbekommen. Der BVB bekam bereits 27 Gegentore.

Der Ungar, dessen Vertrag in Leipzig bis Juni 2023 läuft, soll laut BILD eine Ausstiegsklausel zwischen 10 und 15 Millionen Euro besitzen. Sein Marktwert beträgt knapp 11 Millionen Euro. Das wäre eine Summe, die Borussia Dortmund durchaus aufbringen könnte.

Andererseits spricht die Statistik der gehaltenen Torschüsse im Vergleich für Roman Bürki. Der Schweizer parierte 48 Schüsse auf sein Tor, Peter Gulacsi lediglich 40 Bälle.

BVB: André Onana von Ajax Amsterdam als Option Nummer eins für Borussia Dortmund

Eine weitere Option soll André Onana (24) von Ajax Amsterdam sein. Im Jahr 2015 wechselte der Keeper aus der Nachwuchs-Abteilung des FC Barcelona zum niederländischen Rekordmeister und ist seit dem Sommer 2016 Stammkeeper des Klubs.

Mit dem Torwart erreichte Ajax Amsterdam im Jahr 2017 das Europa-League-Finale, André Onana blieb in der Saison in dem Wettbewerb sechsmal ohne Gegentor. Der 24-Jährige soll bereits seit einiger Zeit im Fokus von mehreren internationalen Topklubs stehen, doch zu einem Transfer kam es bislang nicht.

André Onana spielt seit 2015 für Ajax Amsterdam. Mit den Niederländern zog er 2017 sogar bis ins Europa-League-Finale ein.

Womöglich schrecken die Vereine vor der hohen Ablösesumme zurück. So soll André Onana laut Transfermarkt.de einen Marktwert von 36 Millionen Euro haben. Im Sommer 2020 soll Ajax laut dem Daily Telegraph eine Ablöse in Höhe von 40 Millionen Euro gefordert haben. Der Vertrag des Keepers läuft jedoch im Juni 2022 in Amsterdam aus.

BVB: Oddyseas Vlachodimos von Benfica Lissabon als Option Nummer eins für Borussia Dortmund

Ob André Onana jedoch tatsächlich eine bessere Lösung als Roman Bürki wäre, sei dahingestellt. Der Nationalkeeper Kameruns zeigt immer wieder Schwächen in der Strafraumbeherrschung und im Positionsspiel.

Die dritte Option des BVB soll ein alter Bundesliga-Bekannter sein: Oddyseas Vlachodimos (26), der bei Benfica Lissabon unter Vertrag steht. Der 26-Jährige Deutsch-Grieche kommt aus der Nachwuchs-Abteilung des VfB Stuttgart und spielte bis 2016 bei den Schwaben. Allerdings hatte der gebürtige Stuttgarter lediglich drei Einsätze in der Bundesliga.

Über Panathinaikos Athen fand er schließlich den Weg zu Benfica Lissabon, wo er auf Anhieb den Stammplatz im Tor eroberte. In der Saison 2018/19 feierte Oddyseas Vlachodimos die portugiesische Meisterschaft mit dem Klub.

BVB: Oddyseas Vlachodimos mit festgeschriebener Ablösesumme bei Benfica Lissabon

Der griechische Nationalkeeper, der in der U21 noch Europameister mit Deutschland wurde, galt zwar auf der einen Seite als großes Talent. Auf der anderen Seite jedoch galt Odysseas Vlachodymos beim VfB Stuttgart ebenso als Torwart-Flop, wie Echo24.de berichtet. Mittlerweile ist der Keeper einer der begehrtesten Torhüter mit einem Marktwert von knapp 18 Millionen Euro. Sein Vertrag bei Benfica läuft noch bis Juni 2024.

Der BVB könnte den Torwart mit einer Rückkehr nach Deutschland locken. Allerdings soll der Torwart eine festgeschriebene Ablösesumme von 60 Millionen Euro in seinem Vertrag verankert haben. Eine Summe, die Borussia Dortmund wohl kaum aufbringen wird.

BVB: Im Sommer 2021 wird die Torwart-Frage bei Borussia Dortmund wieder aufkommen

Die Torwart-Frage wird Borussia Dortmund wohl auch im Sommer 2021 begleiten, denn die Kritiker von Roman Bürki werden wahrscheinlich nicht verstummen. Andererseits darf der Einwand durchaus berechtigt sein, ob der BVB für vergleichsweise wenig Geld überhaupt einen Nachfolger findet, der deutlich besser ist als der Schweizer.

Das Transferfenster ist jetzt geschlossen, der BVB kann erst zur neuen Saison wieder nachjustieren. Doch aktuell ist bereits klar, dass die Schwarz-Gelben nicht nur auf der Torwart-Position Probleme haben. Andere Planstellen im Kader wären womöglich sogar wichtiger. So müsste Borussia Dortmund womöglich fünf Transfers tätigen, um die Minimalziele zu erreichen* – nicht nur in dieser Saison, sondern auch in den kommenden Jahren. *RUHR24.de und Echo24.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Christopher Neundorf/Kirchner-Media

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