Kommentar

Roman Bürki heftig in der Kritik: Der BVB muss jetzt auch eine Torwart-Diskussion führen

BVB Torwart Roman Bürki Borussia Dortmund
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Der BVB sollte seine Torwart-Position überdenken. Roman Bürki ist ein Unsicherheitsfaktor im Spiel von Borussia Dortmund.

Vorne klappt es beim BVB nicht und auch in der Defensive hapert‘s. Die wechselhafte Leistung von Roman Bürki ist ein Sinnbild für das Spiel von Borussia Dortmund. Ein Kommentar.

Leverkusen – Gegen Bayer 04 Leverkusen hat es nichtmal für ein Unentschieden gereicht. Nach der 1:2-Niederlage ist Borussia Dortmund kein Meister-Aspirant mehr. Nicht ganz unschuldig daran ist Stammtorwart Roman Bürki (30), meint RUHR24-Redakteurin Katharina Küpper.

SpielerRoman Bürke
VereinBorussia Dortmund
Geboren14. November 1990 (Alter 30 Jahre)
PositionTorwart

BVB-Torwart Roman Bürki: Die Nummer 1 von Borussia Dortmund ist ein Unsicherheitsfaktor

Dabei hatte die Saison so gut angefangen. Abgesehen von der Pleite gegen Augsburg (0:2) spielte der BVB bis zum 6. Spieltag stets zu null. Dann wendete sich das Blatt. Dortmund-Keeper Roman Bürki gelingt es nicht mehr, seinen Kasten clean zu halten. Seit November blieb er lediglich einmal ohne Gegentor.

Noch vor Kurzem war Torwart Roman Bürki voll des Lobes für den BVB: „Wir laufen nicht wild umher und haben eine ganz klare Aufgabe auf dem Platz. Jeder weiß, was er zu tun hat“, bemerkte der 30-Jährige am Dienstnachmittag (12. Januar) nach der Trainingseinheit. Sich selbst meinte er damit wohl nicht.

Roman Bürki (Borussia Dortmund): BVB-Torhüter patzt in der ersten Halbzeit gegen Leverkusen

Bei der 1:2-Niederlage des BVB gegen Bayer 04 Leverkusen sah der Torwart mehr als einmal unglücklich aus. Am ersten Gegentor war der Dortmund-Torhüter sogar maßgeblich beteiligt. In der 15. Minute landete sein Abschlag direkt beim Gegenspieler Leon Bailey.

Dieser spielte den Ball zurück in die BVB-Hälfte auf Mitspieler Moussa Diaby. Der dann eiskalt einnetzte. Besonders unglücklich: Roman Bürki wollte in die falsche Ecke springen und bekam den Ball zu allem Überfluss auch noch durch die Beine.

BVB-Keeper Roman Bürki ist ein Unsicherheitsfaktor im Spiel der Borussen. Gegen Bayer Leverkusen schwankte seine Leistung zwischen überragend und fahrig.

Roman Bürki (Borussia Dortmund): BVB-Torhüter mit wechselhafter Leistung gegen Bayer Leverkusen

Ebenfalls in der ersten Hälfte nur wenige Minuten später (36. Minute) parierte der Torwart zwar einen Schuss auf das Tor, hielt diesen aber nicht fest und der Ball kullerte ihm – wieder – durch die Beine. Nach kurzer Orientierung konnte sich der BVB-Keeper doch noch auf den Ball werfen und so ein zweites Tor verhindern. Sicher sah das aber nicht aus.

Fairerweise muss man aber auch die zweite Hälfte betrachten. Roman Bürki zeigte seine Reflexe und parierte etwa in der 77. Minute einen Schuss aus kurzer Distanz von Moussa Diaby.

BVB-Video: Roman Bürki erklärt Fortschritte unter Edin Terzic: „Mehr Leben drin!“

Roman Bürki bei Borussia Dortmund: BVB-Torhüter erbringt unstete Leistung

Seine Leistung ist wechselhaft und bringt Unsicherheit in das Spiel des BVB. Dabei sollte ein Torwart das Gegenteil bewirken, ein Fels in der Brandung sein. Und es nicht das erste Mal, dass der Schweizer als Schwachpunkt gilt, als ein Torhüter, der den Ansprüchen einer absoluten Spitzenmannschaft nicht genügt. Den Ansprüchen, ein ernstzunehmender Gegner im Titelrennen zu sein.

Auch in der laufenden Saison ist seine Quote von gehaltenen Bällen mit 63 Prozent bestenfalls durchschnittlich. Im Liga-Vergleich ist er damit im unteren Mittelfeld. In der BVB-Einzelkritik, die auch gegen Leverkusen mau ausfiel, bekam Roman Bürki bisher selten eine bessere Note als 3.

Während in den Medien viel über die Offensive diskutiert wird, beispielhaft über das Formtief von BVB-Talent Jadon Sancho oder Julian Brandt, der seit geraumer Zeit nicht mehr auf dem Niveau spielt, das man von ihm gewohnt ist, sollte auch der Torwart von Borussia Dortmund infrage gestellt werden. Denn er ist ein Wackelkandidat.

Dieser Kommentar entspricht der Meinung der Autorin und muss nicht unbedingt die Ansicht der gesamten Redaktion widerspiegeln.

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