BVB-Duo im Interview

Roman Bürki und Manuel Akanji: "Dieses Ziel hat noch niemand abgeschrieben"

+
Roman Bürki und Manuel Akanji sprachen über den Meisterkampf mit dem BVB.

Roman Bürki und Manuel Akanji haben vor dem Rückrundenauftakt über den Meisterkampf in der Bundesliga gesprochen. Beide sehen den BVB nicht chancenlos.

  • Roman Bürki und Manuel Akanji sprachen in einem Interview über die anstehende Rückserie und ihre Ambitionen. 
  • Auch die Fehler der vergangenen Saison kamen zur Sprache.
  • Ein Akteur deutete außerdem an, seinen Vertrag beim BVB zeitnah zu verlängern. 

Dortmund - Das Rennen um die deutsche Meisterschaft ist in dieser Saison so spannend wie lange nicht mehr. Neben dem FC Bayern und Borussia Dortmund sorgen nämlich auch Borussia Mönchengladbach und RB Leipzig für Furore und führen die Ligatabelle sogar an. Die Sachsen haben inzwischen schon 7 Punkte Vorsprung auf den BVB. Roman Bürki (29) und Manuel Akanji (24) sind dennoch davon überzeugt, dass die Meisterschale am Ende in Dortmund steht.

BVB: Roman Bürki und Manuel Akanji schreiben den Titel noch nicht ab

"Wir wollen alles versuchen, um nach oben zu kommen, dieses Ziel hat noch niemand abgeschrieben", gibt sich der Schlussmann im Sportbild-Interview angriffslustig. Manuel Akanji, wegen dem Lucien Favre beim BVB vor einer schwierigen Entscheidung steht, pflichtet seinem Landsmann bei: "Ich habe lieber im Winter sieben Punkte Rückstand und stehe am Saisonende ganz oben als umgekehrt. 

Dass so ein Abstand aufzuholen ist, haben wir letztes Jahr gesehen – leider." Die beiden Schweizer wirken fokussiert und scheinen sich in der Rolle des Jägers eindeutig wohler zu fühlen als in der des Gejagten, wie es noch vor einem Jahr der Fall war. 

BVB-Verteidiger Manuel Akanji fehlte in der Vergangenheit die volle Überzeugung

Die Fehler der vergangenen Saison haben die Borussen aber inzwischen analysiert: "Ich hatte das Gefühl, dass wir uns in der Rückrunde anfangs noch nicht richtig bewusst waren, dass wir wirklich Meister werden können. Das hatte nicht mit fehlender Reife oder zu wenig Mut zu tun. Es waren Kleinigkeiten. 

Die volle Überzeugung bei Pässen, die letzte Konsequenz in Zweikämpfen, das fehlte manchmal. Solche Prozesse laufen unterbewusst ab. Niemand macht absichtlich Fehler", sagt Manuel Akanji, der ebenso wie sein Trainer Lucien Favre in dieser Saison vom Titelgewinn überzeugt ist. 

Manuel Akanji über den BVB: "Wir können an guten Tagen jede Mannschaft schlagen."

"Wir können an guten Tagen jede Mannschaft schlagen, insofern glaube ich in jedem Spiel an einen Sieg", gibt sich der 24-Jährige kämpferisch. Roman Bürki stimmt im Gespräch mit der SportBild zu: "So wollen wir auftreten – und müssen es auch. Der Verein hat vor der Saison ein Ziel ausgegeben. Wir versuchen alles, um es zu erreichen. 

Es ist kein Muss, aber wir versuchen es. So haben wir das besprochen. Es geht nur mit der richtigen Einstellung und absolutem Willen."

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

2 good Sessions today #RB1

Ein Beitrag geteilt von Roman Bürki (@rbuerki) am

BVB: Roman Bürki deutet baldige Vertragsverlängerung an 

Roman Bürki hat sich auch zu seiner Vertragssituation geäußert. Vor Kurzem hatte Sportdirektor Michael Zorc (57) bereits eine Vertragsverlängerung angedeutet. Nun reagierte der Torhüter: "Ein paar Gespräche sind dafür schon noch nötig, aber jeder weiß ja, wie wohl ich mich hier fühle.

Die Entwicklung und die Ambitionen des BVB gefallen mir, wir haben die gleichen Ziele: Titel gewinnen. Ich bin sehr ehrgeizig."

Video: BVB "fehlt der letzte Wille": Roman Bürki kritisiert eigene Mannschaft

Roman Bürki gilt beim BVB als Führungsspieler, der seine Mannschaft in der Öffentlichkeit auch mal kritisiert. Zuletzt ärgerte sich der 29-Jähre über die magere Punkteausbeute in den Spielen gegen RB Leipzig und gegen die TSG Hoffenheim. Dennoch stellt er klar: 

"Ich will nicht jede Woche der böse Bürki sein, der seine Mitspieler zusammenstaucht. Aber ich mache das nur, wenn ich der Meinung bin, dass Dinge sofort angesprochen werden müssen, bevor sie zu einer falschen Entwicklung führen. Das können die Jungs schon gut einschätzen."