Dortmund-Torwart mit Klartext

Zuckerbrot und Peitsche beim BVB: Roman Bürki mit scharfer Kritik an Jadon Sancho

BVB-Keeper Roman Bürki macht seinem Teamkollegen Jadon Sancho eine Ansage. Zudem verteidigt der Torhüter von Borussia Dortmund seinen Trainer Lucien Favre.

  • Roman Bürki äußert sich negativ über seinen Teamkollegen Jadon Sancho.
  • Der BVB-Torwart erwartet einen Lerneffekt beim Offensivspieler.
  • An einer Fortsetzung der Arbeit mit Lucien Favre bei Borussia Dortmund hat Roman Bürki derweil keine Zweifel.
    Dortmund - Roman Bürki galt in der Saison 2019/20 als Fels in der Brandung für Borussia Dortmund. Der Torwart des BVB blieb in 13 Bundesliga-Spielen ohne Gegentor und spielte seine beste Saison für die Borussia seit seinem Wechsel im Sommer 2015.

Name

Roman Bürki

Geboren

14. November 1990 (Alter: 29), in Münsingen, Schweiz

Größe

1,88 Meter

Gewicht

85 Kilogramm

Verein

Borussia Dortmund

Der Torhüter war damit maßgeblich beteiligt am Erreichen des zweiten Tabellenplatzes in der Bundesliga und der Qualifikation für die Champions League. Ebenso auch sein Teamkollege Jadon Sancho, der mit jeweils 17 Toren und 17 Vorlagen einen enormen Anteil daran hatte. 

BVB: Jadon Sancho soll laut Roman Bürki keine Sonderrechte bekommen

Doch nun hat Roman Bürki den 20-jährigen Jadon Sancho kritisiert. "Er sollte keine Sonderrechte haben. Spieler in seinem Alter lernen das nur, wenn wir ihnen gemeinsam Grenzen aufzeigen", so der Torwart von Borussia Dortmund in einem Interview mit der Bild (Bezahlartikel).

Jadon Sancho war in der Vergangenheit mehrfach mit disziplinarischen Verfehlungen auffällig geworden. Zudem zählt der Offensivspieler des BVB zu den Wechselkandidaten im Sommer 2020. So wird der offensive Mittelfeldspieler vor allem immer wieder mit einem Wechsel zu Manchester United in Verbindung gebracht, allerdings fordert Borussia Dortmund laut Medienberichten eine Ablösesumme von über 100 Millionen Euro für Jadon Sancho.

Aus seinen Verfehlungen scheint der junge Engländer laut seinem Teamkollegen Roman Bürki aber nicht gelernt zu haben. "Der Lerneffekt muss irgendwann eintreten! Es gibt in einer Mannschaft Regeln. Und wer sich nicht daran hält, der wird sportlich bestraft", so der Schlussmann weiter.

BVB-Keeper Roman Bürki: Jadon Sancho ist ein "spezieller Charakter", aber auch ein "guter Typ"

Allerdings verteidigt Roman Bürki auch den 20-jährigen Offensivspieler und begründet dessen Verfehlungen: "Für Jadon ist es nicht einfach. Ständig wird in den Zeitungen über Super-Sancho geschrieben, so wird es schwierig ihm verständlich zu machen, dass er etwas ändern muss." Der Keeper des BVB bezeichnet Jadon Sancho als "spezieller Charakter", aber auch als "guten Typen". Trotz der Lobeshymnen hat ein Topklub sein Interesse an Jadon Sancho dementiert.

Jadon Sancho könnte im Sommer-Transferfenster zu Manchester United wechseln.

Doch nicht nur um Jadon Sancho gab es immer wieder Gerüchte rund um einen Abgang von Borussia Dortmund, sondern auch Trainer Lucien Favre stand immer wieder im Fokus. Denn obwohl Borussia Dortmund eine der besten Rückrunden der Vereinsgeschichte spielte, gab es Gerüchte um ein Aus des Trainers im Sommer (BVB-Artikel auf RUHR24).

Sportdirektor Michael Zorc sprach Lucien Favre zuletzt aber eine Jobgarantie aus. "Wir gehen jetzt in dieser Konstellation in die neue Saison. Wir wollen da auch noch mal angreifen", sagt der ehemalige Profi. Der Vertrag mit Lucien Favre soll sogar verlängert werden. Aktuell ist dieser bis zum Juni 2021 befristet.

Borussia Dortmund: Roman Bürki hat keine Zweifel am Erfolg mit Trainer Lucien Favre

Laut Roman Bürki sei es der richtige Schritt: "Ich kann nicht nachvollziehen, wie man einen Trainer infrage stellen kann, der den Vereins-Punkterekord pro Spiel aufstellt. Ich habe überhaupt keine Zweifel am Trainer. Nur weil er hier noch keine Titel gewonnen hat?"

Gemeinsam mit Lucien Favre möchte Roman Bürki beim BVB Titel gewinnen. Das Wort Meisterschaft nimmt der Torhüter von Borussia Dortmund aber nicht in den Mund: "In der Champions League hätten wir es durchaus schaffen können, noch eine Runde weiterzukommen. Es hat in Paris nur ein Tor gefehlt. Da haben wir gezeigt, dass wir mit den großen Teams mithalten können. Und im Pokal sollte das Finale immer das Ziel sein. Es ist der schnellste Weg zu einem Titel."

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