Dortmund-Torwart blickt zurück

BVB: Roman Bürki wünscht sich „würdiges Geschenk“ zum Abschied

Roman Bürki hatte es beim BVB in den vergangenen Monaten nicht leicht. Jetzt gibt er einen Einblick in die Zeit ohne Einsätze bei Borussia Dortmund.

Dortmund – Nach sieben Jahren wird Roman Bürki den BVB im Sommer verlassen und in die USA wechseln. Der Torwart von Borussia Dortmund schließt sich dem neu gegründeten Klub St. Louis City SC an, der im Jahr 2023 erstmals in der MLS starten wird.

NameRoman Bürki
Geboren14. November 1990 (Alter 31 Jahre), Münsingen, Schweiz
Größe1,87 Meter
Aktueller VereinBorussia Dortmund (#38/Torwart)

BVB: Roman Bürki von Degradierung geschockt – besonderer Wunsch zum Abschied

Hinter dem Schweizer Keeper liegen Monate der Ungewissheit. Ende Januar scheiterten Transfers von Roman Bürki zu Galatasaray und dem FC Lorient. Trotz eines Gehalts von kolportierten 5 Millionen Euro saß der Torwart seit vielen Monaten nur noch auf der Tribüne, zwischenzeitlich wurden ihm sogar die U23-Torhüter beim BVB vorgezogen.

Selbst als Stammkeeper Gregor Kobel beim BVB verletzt war, blieb Roman Bürki dennoch außen vor. Im Interview mit den Ruhr Nachrichten (Bezahlinhalt) verriet der 31-Jährige jetzt, dass ihn die Degradierung bei Borussia Dortmund zusetzte. Schlechte Worte findet der Schweizer aber nicht, sondern offenbart sogar noch einen besonderen letzten Wunsch zum Abschied.

BVB: Roman Bürki würde Titelkampf über persönliche Interessen beim Abschied stellen

„Vielleicht gibt es zum Ende der Saison ein paar Minuten als würdiges Geschenk“, so Roman Bürki im Interview. Der Torwart fügte aber auch an: „Das wäre schön, und gleichzeitig hoffe ich, dass es anders kommt.“

Der einfache Grund dahinter: Der Schlussmann hofft, dass der BVB bis zum Saisonende noch um den Bundesliga-Titel mitspielen kann. Seine persönlichen Interessen würde er „natürlich hinten anstellen“.

Roman Bürki hatte es beim BVB in den vergangenen Monaten nicht leicht.

BVB: Roman Bürki empfand Situation nach Degradierung in Dortmund „als schwierig“

Und das, obwohl es Borussia Dortmund dem Torwart in den vergangenen Monaten nicht leicht machte. Seit dem 22. Mai 2021 hat der ehemalige Stammtorwart Roman Bürki kein Spiel mehr bestritten, Marwin Hitz hütete bereits zuvor des Öfteren das Tor und musste seinen Platz lediglich aufgrund einer Verletzung wieder räumen.

Im Sommer 2021 nahm der BVB Bürki nach der Verpflichtung von Gregor Kobel auch auf dem Dortmund-Trikot die Nummer eins weg, Bürki bekam die Rückennummer 38. „Ich kam aus dem Urlaub zurück und war nicht mehr die Nummer 1, sondern die Nummer 38. Natürlich habe ich mich da erst einmal gefragt: Was ist denn jetzt los? Man sollte einfach auch den Menschen dahinter sehen. Ich habe diese Situation als schwierig empfunden“, erklärt der Torhüter gegenüber den Ruhr Nachrichten.

BVB: Roman Bürki ist nicht sauer auf seine Torhüter-Kollegen in Dortmund

Groll hegt der Schweizer aber nicht. Er habe sich mit der Schnelllebigkeit im Fußballgeschäft abgefunden. So wünsche er auch seinen Torhüter-Kollegen beim BVB nur das Beste. „Es war ja nicht Gregor Kobel, der gesagt hat, jetzt komme ich, du spielst nicht mehr. Die Entscheidung kam vom Klub.“

Im Sommer wagt Roman Bürki den Schritt in die USA. Ob es sein letzter Vertrag als Fußballprofi sein wird, ließ der 31-Jährige aber offen. Gedanken über ein Karriereende und die Zeit danach mache er sich aktuell noch nicht. Zunächst gilt der Blick noch den verbleibenden Wochen beim BVB – womöglich sogar mit einem Ausklang auf dem Spielfeld vor der Südtribüne.

Rubriklistenbild: © Jürgen Fromme/firo Sportphoto via Kirchner-Media