BVB gegen FCB

Vor BVB-Duell: Robert Lewandowski mit harten Worten an die Bayern-Kollegen

Vom Spiel des BVB gegen den FC Bayern München am Samstag (9. November) erhoffen sich die Fans viel. Ausgerechnet vor diesem Duell richtet Bayern-Star Robert Lewandowski (31) kritische Worte an die eigene Mannschaft

  • Sowohl der FC Bayern als auch der BVB sind nicht ideal in die Saison gestartet.
  • Vor dem Aufeinandertreffen am Samstag gibt es bei beiden Teams Baustellen.
  • Robert Lewandowski analysierte die Probleme der Bayern vor dem BVB-Spiel.

Bayern gegen BVB: Robert Lewandowski richtet sich an jüngere Generation

Sowohl beim BVB als auch beim FC Bayern läuft derzeit nicht alles rund. Vor allem beim Rekordmeister aus München ist man so etwas eigentlich nicht mehr gewohnt. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung begibt sich Star-Stürmer Robert Lewandowski vor dem Duell mit seinem Ex-Verein auf Ursachenforschung. Seine Kritik richtet sich vor allem an die Jüngeren im Team.

"Die jungen Spieler sind natürlich noch etwas zurückhaltend, oder sie haben mit der Sprache ein Problem. Aber ich weiß, dass zwei, drei Monate in einem Land reichen, um Kommandos geben zu können", so der Pole im Interview. Für ihn liege ein großes Problem in der Kommunikation, welche jedoch im Laufe der Generationen gelitten haben soll. So scheinen die jungen Spieler seiner Auffassung nach wenig Eigenständigkeit auf dem Platz zu besitzen.

Vor BVB-Duell: Junge Spieler hätten Angst vorm Sprechen

Die jüngere Generation habe Schwierigkeiten, Dinge direkt anzusprechen, so Robert Lewandowski. Dies liege laut Lewandowski vor allem an der aktuellen medialen Entwicklung, in der junge Leute eher schriftlich miteinander agieren und eher eine Nachricht schreiben, anstatt zum Hörer zu greifen. "Das ist eine Generation, die schreibt viel SMS, die kommuniziert viel im Internet, sie telefoniert weniger. Das ist einfach eine andere Kultur", so der Stürmer des Rekordmeisters gegenüber der Süddeutschen Zeitung.

Nach dem Abgang von Arjen Robben (35) und Franck Ribéry (36) im vergangenen Sommer zählt der polnische Wunderstürmer zur alten Garde beim Serienmeister aus dem Süden Deutschlands. Lediglich Nationaltorhüter Manuel Neuer (33) ist älter. Doch gerade ihn, gemeinsam mit sich selbst, sieht er vor dem Spiel gegen den BVB als zentrale Achse der Mannschaft. Doch reicht das?

Robert Lewandowski und Neuer: Genug gegen den BVB?

Wenn es nach Robert Lewandowski geht, nicht. Für ihn ist der Fokus auf Einzelspieler nicht das Mittel der Wahl. "Eine Achse, die nur aus Neuer und Lewandowski besteht, ist zu wenig". Denn einem einzelnen Spieler sei es nicht möglich, ein ganzes Team zu leiten, so Robert Lewandowski. Doch aktuell scheint der 31-Jährige das zu tun. Mit 14 Toren aus zehn Bundesligaspielen ist der Pole aktuell die Lebensversicherung des FC Bayern. Doch gegen den BVB könnte das zu wenig sein.

In der Champions League drehte die Elf von Trainer Lucien Favre (62) einen Rückstand gegen Inter Mailand fulminant und kommt so mit ordentlich Rückenwind nach München. Für den 31-jährigen Bayern-Stürmer braucht es vor allem gegen solche Team eines ganz besonders.

Robert Lewandowski vor BVB-Duell: Es braucht Anführer beim FC Bayern

Dem FC Bayern München mangelt es laut Robert Lewandowski nämlich an Anführern. "In jedem Mannschaftsteil, in jeder Linie sollte es einen Anführer geben: Torwart, Abwehrspieler, einer aus dem Mittelfeld, einer aus der Offensive, das wäre perfekt", erklärte er gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Vor allem in der Abwehr hatten die Bayern zuletzt mit einige Problemen zu kämpfen.

Nach der Rückkehr von Mats Hummels (30) zum BVB, der Verletzung Niklas Süle (24) und dem Platzverweis von Jerôme Boateng (31) im Spiel gegen Eintracht Frankfurt wird es langsam dünn in der Bayern-Defensive. Interims-Trainer Hansi Flick (54) wird gegen die Dortmunder ein wenig basteln müssen.

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