Transferbilanz

BVB-Abgänge im Check: Dortmund-Flop findet sein Glück im Ausland

Der BVB hat sich im Sommer von zahlreichen Spielern getrennt. Doch für wen hat sich der Wechsel gelohnt? RUHR24 hat den Check gemacht.

Dortmund - Insgesamt neun Spieler haben Borussia Dortmund nach der Spielzeit 2021/2022 verlassen. Für nahezu alle Akteure war der Abgang vom Revierklub eine gute Entscheidung. Besonders für zwei Spieler, die in Dortmund überhaupt nicht zu Recht gekommen sind.

BVB-Abgänge im Check: Marwin Hitz ist wieder Stammtorwart

Marwin Hitz: Der Schweizer wechselte ablösefrei in seine Heimat und hütet seit Sommer den Kasten des FC Basel. Beim aktuellen Tabellenfünften der Super League ist der 35-Jährige die unangefochtene Nummer 1. Bislang absolvierte Marwin Hitz 25 Pflichtspiele für den FCB. Dabei konnte er siebenmal zu null spielen.

Bei Borussia Dortmund war der Routinier über weite Strecken nur der Ersatzmann. Im Spätherbst seiner Karriere spielt Marwin Hitz nun regelmäßig auf ordentlichem Niveau. Sein Transfer hat sich folglich ausgezahlt.

BVB-Abgänge im Check: Roman Bürki taucht in den USA ab

Roman Bürki: Der langjährige Stammtorhüter der Dortmunder war in seinen letzten BVB-Monaten nur noch ein Tribünengast. Mehrere Angebote aus Europa schlug Roman Bürki aus. Am Ende entschied sich der 32-Jährige für einen Wechsel über den großen Teich. Der Keeper unterschrieb bei St. Louis City SC.

Dort trägt er zwar die Nummer 1 auf dem Rücken, bestritt jedoch erst vier Pflichtspiele. Ab der kommenden Saison soll der Ex-BVB-Profi mit seinem Klub in der MLS (1. Liga in den USA) starten. Sportlich ist sein Wechsel allerdings als großer Rückschritt zu bewerten.

BVB-Abgänge im Check: Manuel Akanji überrascht bei Manchester City

Manuel Akanji: Beim BVB war Manuel Akanji lange Zeit mehr Mitläufer als Führungsfigur. Oftmals stand er in der Kritik. In seiner letzten Saison beim Revierklub wusste der Verteidiger jedoch als einer der wenigen zu überzeugen. Eine Vertragsverlängerung schlug der 27-Jährige aus und erfüllte sich stattdessen den Traum von der Premier League. Etwas überraschend unterschrieb Manuel Akanji bei Manchester City.

Manuel Akanji konnte bei Manchester City bislang überzeugen.

Der BVB erhielt im Gegenzug 17,5 Millionen Euro an Ablöse. Bei den Skyblues kam er seit seiner Ankunft beinahe in jedem Spiel von Beginn an zum Einsatz. Entweder im Abwehrzentrum oder als rechter Außenverteidiger. Trainer Pep Guardiola ist voll des Lobes über seinen Schützling. Bisher war also auch der Transfer Manuel Akanji ein echter Erfolg.

BVB-Abgänge im Check: Axel Witsel ist Führungsspieler bei Atlético Madrid

Axel Witsel: Nach vier erfolgreichen Jahren bei Borussia Dortmund wechselte auch Axel Witsel im Sommer den Verein. Der 33-Jährige unterschrieb bei Atlético Madrid. Beim spanischen Hauptstadtklub überzeugte der auffällige Lockenkopf auf Anhieb. In 21 Partien kam er bislang als Innenverteidiger oder im defensiven Mittelfeld zum Einsatz.

Beim BVB wurde Axel Witsel zuletzt vom absoluten Top-Spieler zum Ergänzungsspieler degradiert. Verletzungen warfen ihn mehrfach zurück. Bei den „Los Colchoneros“ ist er wieder zu einem Führungsspieler geworden.

BVB-Abgänge im Check: Dan-Axel Zagadou muss sich nach Top-Start in Stuttgart neu beweisen

Dan-Axel Zagadou: Beim BVB blieb der Franzose ein ewiges Talent. Von seiner Qualität waren die Verantwortlichen in Dortmund lange Zeit überzeugt. Am Ende ließ man Dan-Axel Zagadou jedoch gehen. Die große Verletzungsanfälligkeit stellte ein zu großes Risiko dar. „Daxo“ schloss sich in der Folge dem VfB Stuttgart an.

Bei den Schwaben mauserte sich der 23-Jährige rasch zum Stammspieler. Sechsmal stand er von Beginn an auf dem Platz. Nun muss er sich allerdings unter Trainer Bruno Labbadia neu beweisen. Dennoch scheint der Transfer bisher der richtige Schritt gewesen zu sein.

BVB-Abgänge im Check: Marin Pongracic hat sein Glück offenbar in Italien gefunden

Marin Pongracic: Das Leih-Experiment von Marin Pongracic in Dortmund ging mächtig in die Hose. Zwar kam der Kroate in der Bundesliga insgesamt 17 Mal für Schwarzgelb zum Einsatz, überzeugen konnte er dabei aber nie. Für ihn ging es nach der Saison zunächst zu seinem Stammverein, dem VfL Wolfsburg, zurück. Von dort aus wurde Marin Pongracic erneut für ein Jahr verliehen.

Marin Pongracic spielt aktuell für US Lecce in Italien.

Nun ist der Abwehrspieler für den Serie-A-Klub US Lecce am Ball. In Italien scheint er vorerst sein Glück gefunden zu haben. Für Lecce kam Marin Pongracic in neun von möglichen 13 Spielen von Beginn an zum Einsatz. Auch wenn der Wechsel zum Tabellensechzehnten einen sportlichen Rückschritt darstellt, hat sich der Wechsel mit Blick auf die Spielzeit gelohnt.

BVB-Abgänge im Check: Reinier gelingt Neuanfang beim FC Girona

Reinier: Auch diese Leihe war für alle Beteiligten ein großer Misserfolg. Reinier kam als großer Hoffnungsträger von Real Madrid zu Borussia Dortmund. In Deutschland kam der 20-Jährige aber überhaupt nicht zu Recht. In der Bundesliga reichte es lediglich für 13 Kurzeinsätze. Seine Rückkehr nach Madrid war am Ende eine Erlösung.

Inzwischen haben die Königlichen Reinier erneut verliehen. Der Brasilianer läuft aktuell für den FC Girona in Spanien auf. Dort klappt es schon jetzt besser als in Dortmund. Reinier kam in sieben Spielen zum Einsatz und steuerte ein Tor bei. Zuletzt wurde er mit muskulären Problemen zurückgeworfen. Dennoch war der Schritt zu einem Durchschnittsklub in Spanien der richtige.

BVB-Abgänge im Check: Erling Haaland knackt auch in England sämtliche Rekorde

Erling Haaland: Dass sich Erling Haaland mit seinen Fähigkeiten auf lange Strecke in der Premier League durchsetzen würde, daran zweifelten wohl nur die wenigsten. Dass der Norweger bei Manchester City aber so schnell und so eindrucksvoll explodiert, damit hatte wohl keiner gerechnet.

18 Tore nach 13 Spielen stehen in der Liga zu Buche. Keinem andere Spieler gelang dieses Kunststück zuvor. Erling Haaland bleibt weiterhin ein Phänomen und gehört schon jetzt zu einem der besten der Welt. Mit Manchester City könnte er sich schon bald den Traum vom Champions-League-Triumph erfüllen. Der Transfer war für ihn sowohl sportlich als auch finanziell ein großer Erfolg.

BVB-Abgänge im Check: Transfer-Plan von Steffen Tigges ging voll auf

Steffen Tigges: In Dortmund wurde Steffen Tigges nach auffälligen Leistungen in der U23 zu den Profis befördert. Im Bundesligateam kam er in der Folge ebenfalls zu Einsätzen, zumeist aber als Einwechselspieler. Die Perspektive für eine Stammposition fehlte und so entschloss sich der 24-Jährige für einen Wechsel zum 1. FC Köln.

Es sollte der nächste logische Schritt sein und genauso ist es gekommen. Beim FC sammelte Steffen Tigges bereits 19 Einsätze. Vier Tore und eine Vorlage konnte er beisteuern. Unter Steffen Baumgart bekommt der Torjäger das nötige Vertrauen und entwickelte sich zu einem Stammspieler in der Bundesliga. Die Transfer-Idee ging also bestens auf.

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