Borussia Dortmund im Glück

Raphael Guerreiro mit brisanter Aussage: BVB-Profi stand kurz vor Abgang

Raphael Guerreiro BVB PSG
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Raphael Guerreiro (r.) ist ein Leistungsträger beim BVB. Ein Transfer zu PSG platzte wegen eines Zufalls.

Raphael Guerreiro ist absoluter Leistungsträger beim BVB. Fast wäre er aber bei PSG gelandet, aber ein Transfer zerschlug sich im letzten Moment.

Dortmund - Auf der linken Außenbahn von Borussia Dortmund ist Raphael Guerreiro (27) längst nicht mehr wegzudenken. Dabei ist es nur einem Zufall zu verdanken, dass der portugiesische Nationalspieler noch beim BVB spielt.

NameRaphael Guerreiro
Geboren22. Dezember 1993 (Alter 27 Jahre), Le Blanc-Mesnil, Frankreich
Größe1,70 Meter
Karrierebeginn2012
Aktuelle TeamsBorussia Dortmund (#13), Portugiesische Fußballnationalmannschaft (#5)

BVB: Transfer von Raphael Guerreiro zu PSG platzte in letzter Sekunde

Im Sommer 2019 stand Raphael Guerreiro nach übereinstimmenden Medienberichten kurz vor einem Wechsel zu Paris Saint-Germain. Zuerst hatte die Bild-Zeitung vom bevorstehenden Transfer berichtet, was Michael Zorc (58) allerdings umgehend dementierte.

„Ich war überrascht, das entbehrt jeder Grundlage“, sagte der BVB-Sportdirektor damals auf Anfrage der WAZ als Reaktion auf den Bericht. „Es hat keinerlei Gespräche gegeben“. Das sollte sich ändern.

PSG statt BVB: Raphael Guerreiro plagte das Heimweh nach Paris

Wie Raphael Guerreiro nun im Video-Interview bei der „Football Show“ von BeIN Sports bestätigt, stand er in jenem Sommer tatsächlich kurz vor einem Transfer vom BVB in die französische Hauptstadt. „Es gab sehr umfassende Gespräche mit PSG“, sagte er. Mit einem Wechsel sei er grundsätzlich einverstanden gewesen.

Als Gründe für seinen Wechselwunsch hatte der Allrounder etwa ein Jahr nach dem geplatzten Deal der Bild-Zeitung genannt: „Ich war damals häufig verletzt. Und meine Familie hatte auch ein wenig Heimweh nach Paris, denn das ist ja der Ort, an dem ich aufgewachsen bin. Es war ein wenig die Gesamtsituation“.

Raphael Guerreiro im Trikot des BVB. Beinahe hätte das Talent die Farben von PSG getragen.

BVB: Transfer von Raphael Guerreiro zum PSG platzte nur durch Zufall

Dass Raphael Guerreiro heute nicht bei PSG spielt, ist reiner Zufall. Nur kurzfristige „Veränderungen im Verein“ hätten den Transfer des BVB-Spielers damals verhindert.

Zwar blieb offen, welche Veränderungen genau für das Scheitern der Gespräche verantwortlich waren. Auffällig ist, dass der Ex-Verein von Thomas Tuchel (47) in besagtem Sommer mit Leonardo (51) einen neuen Sportdirektor verpflichtet hatte. Dieser hätte dem Wechsel zustimmen müssen.

BVB statt PSG: Leistungsträger Raphael Guerreiro ist glücklich über verlängerten Vertrag

Bei Raphael Guerreiro sorgte die Last-Minute-Wende für ein Umdenken: „Ich entschied mich, bei Borussia Dortmund weiterzumachen. Jetzt kann ich sagen, dass ich sehr glücklich darüber bin, meinen Vertrag verlängert zu haben. Denn ich denke, ich hatte das beste Jahr meiner Karriere“.

Die Freude stößt auf Gegenseitigkeit, denn der technisch versierte Alleskönner gehört zu den absoluten Leistungsträgern im Team. „Wir sprechen sehr oft über ihn im internen Kreis. Er gehört sicher zu den besten Fußballern bei uns“, schwärmt BVB-Sportdirektor Michael Zorc von Raphael Guerreiro.

Raphael Guerreiro: BVB-Spieler strebt Revanche gegen PSG in der Champions League an

Bis 2023 steht er nun beim BVB unter Vertrag. Und möchte mit seinem Verein noch viel erreichen. Mehr als in der vergangenen Saison, als man im Achtelfinale der Königsklasse ausgerechnet gegen Paris den Kürzeren zog.

„Wir wollen eine Revanche gegen PSG in der Champions League“, kündigt Raphael Guerreiro an. „Aber das nächste Ziel ist, zuerst Sevilla zu schlagen.“ Im diesjährigen Achtelfinale des Wettbewerbs reisen die Dortmunder zuerst nach Spanien (17. Februar), das Rückspiel steigt am 9. März im Signal Iduna Park.

BVB: Raphael Guerreiro freut sich über neuen Trainer Edin Terzic

Dass man derzeit optimistisch in die schwarz-gelbe Zukunft blickt, ist auch ein Verdienst des neuen Trainers Edin Terzic (38). Unter seiner Leitung gab es vier Siege in fünf Spielen.

Zuletzt folgte das vorläufige Highlight beim 3:1-Sieg des BVB im Topspiel gegen RB Leipzig. Besonders in der zweiten Halbzeit spielte die Mannschaft leidenschaftlichen Fußball. Raphael Guerreiro freut sich: „Borussia Dortmund hat gut daran getan, den Trainer zu wechseln. Wir brauchten zusätzliche Motivation und neue Impulse“