Kommentar

BVB: Raphael Guerreiro wird zur Enttäuschung – Dortmund muss reagieren

Die Leistungen von BVB-Star Raphael Guerreiro werden zunehmend zur Enttäuschung. In dieser Form muss sich Dortmund Gedanken machen. Ein Kommentar.

Dortmund – Der BVB kam mit 1:4 gegen RB Leipzig unter die Räder. Dabei enttäuschte die Elf von Cheftrainer Marco Rose (45) einmal mehr auf ganzer Linie. Veränderungen müssen her, prekär ist die Situation bei Raphael Guerreiro, wie RUHR24-Mitarbeiter Sven Fekkers kommentiert.

Name Raphael Guerreiro
Geboren22. Dezember 1993 (Alter 28), Le-Blanc-Mesnil, Frankreich
Größe1,70 Meter
Aktuelle TeamsBorussia Dortmund, Portugiesische Nationalmannschaft
PositionLinker Verteidiger

BVB: Raphael Guerreiro eine Enttäuschung – Dortmund muss sich Gedanken machen

Bei Borussia Dortmund stehen die Zeichen in der anstehenden Sommer-Transferperiode unter anderem wegen solcher Leistungen wie am 28. Spieltag auf Umbruch. Dabei darf es keine Denkverbote geben. Auch über Raphael Guerreiro sollten sich die Verantwortlichen der Westfalen Gedanken machen.

„Es gibt Spieler, die den Verein verlassen wollen und es gibt Spieler, die den Verein verlassen müssen. Wir werden dann versuchen, die Gruppe so aufzustellen, dass wir ein gutes Gefühl damit haben, um nächstes Jahr dann ein paar Dinge anzuschieben“, kommentierte BVB-Trainer Marco Rose nach der deutlichen Abreibung gegen RB Leipzig vielsagend.

BVB: Leistungen von Raphael Guerreiro werfen Fragen auf – Abschied denkbar

Zu den Spielern, die ab der kommenden Saison eine neue Herausforderung suchen, zählen unter anderem Erling Haaland und Manuel Akanji. Darüber hinaus soll ein 100-Millionen-Euro-Quartett den BVB im Sommer verlassen.

Der Name Raphael Guerreiro taucht bislang noch auf keiner imaginären Streichliste auf. Dabei werfen die Leistungen des Portugiesen in den vergangenen Wochen durchaus Fragen auf. Fragen, mit denen sich die Verantwortlichen in den kommenden Monaten wohl oder übel auseinandersetzen müssen.

Die Leistungen von Raphael Guerreiro bereiten dem BVB aktuell Sorgen.

BVB: Vertrag von Raphael Guerreiro läuft aus – Dortmund sollte sich Gedanken machen

Schließlich läuft der Vertrag von Raphael Guerreiro beim BVB bereits im Sommer 2023 aus. Für den 28-Jährigen wird es voraussichtlich der letzte größere Kontrakt seiner bis dato überaus erfolgreichen Karriere.

Eine offizielle Entscheidung, wie und ob es für den Linksverteidiger in Dortmund weitergeht, ist noch nicht gefallen. Wenngleich die Zeichen auf Verlängerung stehen, hätten die Westfalen noch die Möglichkeit, sich grundlegende Gedanken über die Position des Europameisters von 2016 im Kader der zukünftig neu formierten Borussia zu machen.

BVB-Umbruch mit Raphael Guerreiro? Das spricht dagegen

„Ich will hier lauter Jungs haben, die aber mal so richtig Bock auf diesen Verein haben, sich zerreißen“, wünschte sich „Bald-Sportdirektor“ Sebastian Kehl jüngst in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Mit dieser Sehnsucht dürfte er den meisten BVB-Fans aus der Seele sprechen. Fraglich ist allerdings, ob sich Raphael Guerreiro in seiner aktuellen Form in jenes Spielerprofil kategorisieren lässt.

Zu behäbig, zu langsam, zu lustlos wirken die Auftritte des portugiesischen Nationalspielers in den vergangenen Monaten. Derzeit ist der 28-Jährige ein zusätzlicher Unsicherheitsfaktor in einer ohnehin schon hochgradig überforderten Hintermannschaft.

BVB: Raphael Guerreiro kann aktuell zu selten überzeugen

Defensiv kann Raphael Guerreiro den BVB auf der linken Abwehrseite jedenfalls nicht stabilisieren. In der Offensive – seiner eigentlichen Kernkompetenz – fehlt es dem gebürtigen Franzosen derzeit häufiger am nötigen Impact.

Raphael Guerreiro spielte in der Bundesliga gegen RB Leipzig weit unter seinen Erwartungen.

Darüber hinaus zählt der Linksfuß zu den Spielern, auf die Borussia Dortmund immer wieder aufgrund muskulärer Probleme verzichten muss. In der laufenden Spielzeit verpasste er bereits 70 Tage (laut Transfermarkt.de) wegen jener Problematik.

BVB: Mit Raphael Guerreiro – Borussia Dortmund hat Defensiv-Problem

Stellvertreter Nico Schulz spielt seit seinem BVB-Wechsel im Sommer 2019 weit unter die in ihn gesetzten Erwartungen. Großen Konkurrenzkampf muss Raphael Guerreiro daher auf seiner angestammten Position nicht befürchten – augenscheinlich ganz gleich, welche Leistungen er auf den Platz bringt.

Beides führt dazu, dass die Linksverteidiger-Position zu einer der großen Schwachstellen im Dortmunder Kader zählt. Ein „Weiter so“ darf es nicht geben, zumindest dann nicht, wenn die Verantwortlichen das Muster der ständig wiederkehrenden sportlichen Ernüchterung irgendwann durchbrechen wollen.

Vermutlich wäre eine Position im Mittelfeld ohnehin deutlich maßgeschneiderter für den Portugiesen. Denkverbote – ganz gleich in welche Richtung – sollte es jedenfalls beim bevorstehenden Umbruch nicht geben. Wenngleich den Westfalen für einen kompletten Umbau der Defensive die finanziellen Mittel fehlen dürften.

Dieser Kommentar entspricht der Meinung des Autors und muss nicht unbedingt die Ansicht der gesamten Redaktion widerspiegeln.

Rubriklistenbild: © Teresa Kröger/Kirchner-Media

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