Große Kontrolle in Aachen

Bewaffnung, Pyrotechnik und Vermummung: Polizei zieht Fazit nach dem Champions-League-Spiel zwischen BVB und PSG

Vor dem Champions-League-Spiel gegen den BVB hat die Bundespolizei hunderte Fans von PSG kontrolliert.
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Vor dem Champions-League-Spiel gegen den BVB hat die Bundespolizei hunderte Fans von PSG kontrolliert.

Gestern empfing der BVB Paris Saint-Germain in der Champions League. Vor und während der Partie gab es für die Polizei reichlich Arbeit. 

  • Borussia Dortmund traf gestern im Achtelfinale der Champions League auf Paris Saint-Germain.
  • Das Spiel im ausverkauften Signal Iduna Park wurde richtig spannend.
  • Viele Fans von PSG haben sich auf den Weg nach Dortmund gemacht, doch vor Spielbeginn gab es bereits einige Probleme.

Update, Mittwoch (19. Februar), 10.30 Uhr: Aachen/Dortmund - Nach dem Champions-League-Spiel BVB gegen PSG, bei dem sich besonders Erling Haaland hervortat, hat die Polizei nun ein Fazit gezogen. 

Insgesamt habe es 33 Strafanzeigen wegen sogenannter Passivbewaffnung, Betrug, Hausfriedensbruch, Diebstahl und gefährlicher Körperverletzung sowie Beleidigung gegeben. Zudem hat die Polizei 18 Fans von PSG in Gewahrsam genommen.

BVB - PSG: Polizei zieht nach Champions-League-Spiel Fazit 

Erstmeldung, Dienstag (18. Februar), 19.04 Uhr: Bei Flutlicht empfing Borussia Dortmund am Dienstagabend (18. Februar) Paris Saint-Germain zum Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League. Es wurde ein äußerst spannender Fußballabend, haben doch beide Vereine sowieso schon absolute Top-Teams, die es gewohnt sind, auf dem Niveau der europäischen Königsklasse zu spielen (RUHR24 berichtete über das Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League zwischen dem BVB und PSG im Live-Ticker).

Vor Champions-League-Spiel BVB - PSG: Bundespolizei kontrolliert hunderte Pariser Fans

Aber wie so häufig wollten einige Fans der Klubs nicht einfach nur ein spannendes Spiel genießen (die BVB-Einzelkritik und Noten zum Sieg gegen PSG), Einige waren offenbar auf Gewalt aus. 

So kontrollierte die Bundespolizei in Aachen Pariser Fans während ihrer Anreise nach Dortmund. Hierbei stellten die Beamten einige illegale Gegenstände sicher und untersagten über 100 Fans die Weiterreise nach Dortmund.

In einer Pressemitteilung der Polizei heißt es, man habe die Problemfans aus der französischen Ultraszene bereits vor dem Champions-League-Spiel auf dem Schirm gehabt. Deshalb kontrollierte die Bundespolizei bereits morgens ab 5.30 Uhr "anreisende Gruppierungen der Pariser Fans".

Vor Champions-League-Spiel BVB - PSG: Bengalos und Messer beschlagnahmt

In der Vergangenheit hatte es bei ähnlichen Spielbegegnungen immer wieder Ausschreitungen gegeben. Ziel der umfangreichen Kontrollmaßnahmen war unter anderem das Auffinden von gefährlichen Gegenständen und Pyrotechnik

Im Zuge der Maßnahmen durchsuchten die Einsatzkräfte demnach zahlreiche Busse und Autos. Mehr als 700 Personen wurden hierbei kontrolliert.

Und die Polizei wurde fündig. Zunächst wurden Vermummungsgegenstände und ein Einhandmesser beschlagnahmt. In einem Auto fand die Polizei neben geringen Mengen von Betäubungsmitteln auch zahlreiche sogenannte "Bengalos" sowie "Nebeltöpfe".

Nach Kontrollen vor Champions-League-Spiel BVB - PSG: 144 Pariser Fans dürfen nicht nach Dortmund

In zwei Bussen wurden außerdem erhebliche Mengen illegaler Pyrotechnik gefunden. Einige der Personen hatten neben Sturmmasken, Rückenprotektoren und Beißschutz auch Quarzhandschuhe bei sich. 

Da von den Sprengmitteln und Pyrotechnik eine erhebliche Gefährdung für Dritte ausging, kam ein Entschärferteam der Bundespolizei zum Einsatz. Insgesamt stellte die Bundespolizei über 100 verdächtige oder illegale Gegenstände sicher.

Bei der Kontrolle der Pariser Fans hat die Bundespolizei unter anderem Pyrotechnik sichergestellt.

Für 144 Fans von Paris Saint-Germain hatte die groß angelegte Kontrollaktion gravierende Folgen. "Nach Absprache mit dem Polizeiführer der Spielortbehörde Dortmund wurden für die gesamten Insassen der beiden Busse, Betretungsverbote für das Stadtgebiet Dortmund ausgestellt", hieß es von der Bundespolizei.

So mussten sie sich beispielsweise damit begnügen, auf Twitter ein irres Video von Erling Haaland gegen PSG anzuschauen. Im Westfalenstadion wäre es vermutlich noch beeindruckender gewesen, wenn sie es live gesehen hätten.

Gleiches dürfte wohl unter anderem auch für die Choreo gelten. Die hatten die BVB-Fans schon vor dem Anpfiff des Champions-League-Krachers auf gleich drei Tribünen ausgerollt.

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