Zittersieg im DFB-Pokal

Nur eine gute Note: Die Einzelkritik zum knappen Erfolg des BVB gegen den SC Paderborn

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Der BVB in der Einzelkritik: Nur ein Spieler bekommt für das Spiel gegen den SC Paderborn im DFB-Pokal die Note 2.

Der BVB hat sich im DFB-Pokal gegen den SC Paderborn durchgesetzt. Die Leistung der Spieler von Borussia Dortmund lässt in der Einzelkritik aber kaum gute Noten zu.

Dortmund – Borussia Dortmund hat in der Verlängerung eine Blamage im DFB-Pokal-Achtelfinale abgewendet. Nachdem man gegen den SC Paderborn eine 2:0-Führung aus der Hand gegeben hatte, eilte Erling Haaland zur Rettung. Gute Noten in der Einzelkritik fallen trotzdem spärlich aus.

BVB-Einzelkritik im DFB-Pokal gegen den SC Paderborn: Alle Noten von Borussia Dortmund

Marwin Hitz: Einer der wenigen BVB-Profis, die beim Spiel gegen den SC Paderborn eine stabile Leistung ablieferten. Sah sich 18 Torschussversuchen des Underdogs ausgesetzt, rettete mehrfach in höchster Not. Tolle Paraden gegen Srbeny (25.) und Führich (72.). Sein Abschlag leitete das 2:0 durch Jadon Sancho ein (16.). Wirkte allerdings beim 2:1-Anschlusstreffer durch Justvan ziemlich irritiert (79.), dazu vereinzelt Probleme in der Strafraumbeherrschung. Note: 3

Lukasz Piszczek: Weil Mats Hummels mit leichten Knieproblemen fehlte, stellte Edin Terzic die Abwehr auf eine Dreierkette um. Der Routinier sollte mit seiner Erfahrung helfen, das gelang aber nicht. Viel zu einfach wurde die rechte Seite des BVB immer wieder überspielt. Es mangelt ihm inzwischen an Spritzigkeit. Erkennbar etwa, als Antwi-Adjei ihn mit Leichtigkeit austanzte. Sein Hackentrick schön anzusehen, bereitete Paderborn-Torhüter Zingerle aber keine Probleme. Note: 5

BVB-Einzelkritik im DFB-Pokal gegen den SC Paderborn: Note 2 für Emre Can

Emre Can: Mit seinem humorlosen Abschluss brachte er den BVB im DFB-Pokal-Achtelfinale auf die Siegerstraße. Danach ackerte er vorbildlich in der Innenverteidigung und verteidigte meist solide weg, was die Kollegen auf den Außenbahnen so in den Strafraum segeln ließen. Sinnbildlich war die Szene in der 93. Minute, als er nach einem Luftkampf mit Owusu unglücklich auf dem Arm aufkam. Er biss sich durch. Note: 2

Manuel Akanji: Ein weitgehend unauffälliges Spiel des Schweizers, was für einen Innenverteidiger nicht das allerschlechteste Zeugnis ist. Nach sechs Minuten allerdings tauchte er vor dem Tor des SC Paderborn auf, scheiterte mit seinem Kopfball an Collins auf der Linie. Später im Glück, dass sein Ballverlust im Spielaufbau nicht bestraft wurde (84.) Note: 3,5

Die Spieler des BVB nach dem Sieg gegen den SC Paderborn im DFB-Pokal.

BVB-Einzelkritik im DFB-Pokal gegen den SC Paderborn: Thomas Delaney erneut ordentlich unterwegs

Mateu Morey: Die rechte Seite des BVB präsentierte sich gegen den SC Paderborn anfällig. Die Abstimmung mit Lukasz Piszczek stimmte nicht immer. Im Offensivspiel war der Spanier fast gar kein Faktor. Grobe Fehler leistete er sich allerdings nicht, ehe er zur Pause wegen Übelkeit vom Platz musste. Note: 4

Thomas Delaney: Der Staubsauger im schwarz-gelben Mittelfeld ist derzeit ausgezeichnet in Form. Bester Mann schon am Wochenende beim 3:1-Sieg gegen Augsburg in der Bundesliga, nun im DFB-Pokal abermals Leistungsträger. Spielte kaum Fehlpässe. Darf sich über zwei Assists freuen, weil er vor den Toren von Emre Can (6.) und Erling Haaland (95.) am Ball war. Minuspunkte in der Einzelkritik gibt es aber dafür, dass er weniger als ein Drittel seiner Zweikämpfe gewann. Note: 3

BVB-Einzelkritik im DFB-Pokal gegen den SC Paderborn: Nico Schulz kann Chance nicht nutzen

Jude Bellingham: Bekam gegen den SC Paderborn ordentlich auf die Socken, was ihm sichtlich Schwierigkeiten bereitete. Kaum ins Spiel des BVB eingebunden, musste nach 74 Minuten für Mahmoud Dahoud Platz machen. War bis dahin in der Mittelfeld-Zentrale nur 40 Mal am Ball. Note: 4

Nico Schulz: Erstmals seit dem 2:1-Sieg bei Zenit St. Petersburg (8. Dezember) durfte er wieder von Anfang an auf der linken Seite des BVB ran. Diese Gelegenheit konnte der deutsche Nationalspieler aber nicht nutzen. Seine Zuspiele waren zu ungenau, leistete sich zu viele Ballverluste, schwach im Zweikampf und unsicher im Stellungsspiel. In dieser Form ist er kein Gewinn auf dem Platz. Note: 5

BVB-Einzelkritik im DFB-Pokal gegen den SC Paderborn: Note 3 für Jadon Sancho

Jadon Sancho: Er ist der Mister DFB-Pokal beim BVB. Sein Tor zum 2:0 war das dritte im laufenden Wettbewerb, das sind die meisten Treffer aller Spieler von Borussia Dortmund. Spielte eine Vielzahl von Chancen heraus, ließ aber auch mehrere gute Umschaltsituationen durch Ungenauigkeiten verpuffen. In der Nachspielzeit der regulären Spielzeit hatte er zweimal die Entscheidung auf dem Fuß, scheiterte aber jeweils an Zingerle im Paderborn-Kasten. Humpelte nach 116 Minuten angeschlagen vom Platz. Note: 3

Julian Brandt: Seine beste Szene hatte er bei der Entstehung des Tores von Jadon Sancho, als er per Kopf auf Erling Haaland verlängerte. Später wurde er noch durch einen Flachschuss aus der Distanz auffällig (28.), viel mehr kam aber nicht. Über weite Strecken kaum ein Faktor im Offensivspiel des BVB, musste schon nach einer guten Stunde für Giovanni Reyna weichen. Note: 4

Jadon Sancho traf im DFB-Pokal gegen den SC Paderborn zum 2:0 für den BVB.

BVB-Einzelkritik im DFB-Pokal gegen den SC Paderborn: Erling Haaland rettet den Sieg

Erling Haaland: Bohrend lange Minuten vergingen, ehe Tobias Stieler seinem Treffer in der Verlängerung (95.) die Anerkennung schenkte. Das 3:2 machte für den BVB den Einzug ins DFB-Pokal-Viertelfinale klar. Zuvor hatte Erling Haaland bereits ins Netz getroffen, ein vorangegangenes Foul von Felix Passlack verhinderte die Anerkennung. Erling Haaland rackerte vorbildlich. Er ging weite Wege, lief auch noch spät im Spiel den Paderborn-Torhüter früh an. Wie Jadon Sancho nicht genau genug beim Ausspielen von Konterchancen. Note: 3

Felix Passlack: Ihm hätte man gewünscht, dass er die Chance nutzen kann, die sich durch die Einwechselung in der 45. Minute ergab. Leider war das Gegenteil der Fall. Zuerst „klärte“ er per Kopf genau in die Mitte, wo Justvan sich nicht zweimal bitten ließ. Dann verursachte er den Elfmeter in der Nachspielzeit. Ansonsten immerhin bemüht. Note: 5

BVB-Einzelkritik im DFB-Pokal gegen den SC Paderborn: Note 5 für Giovanni Reyna

Giovanni Reyna: Kam in der 64. Minute für Julian Brandt. Seit einiger Zeit wirkt er gehemmt auf dem Platz. Auch gegen den SC Paderborn gab es vom talentierten US-Amerikaner kaum eine gelunge Szene zu sehen. Note: 5

Mahmoud Dahoud: Er ersetzte nach 74 Minuten Jude Bellingham. Hinterließ keinen bleibenden Eindruck. Ohne Note

Raphael Guerreiro: Nach 91 Minuten für Nico Schulz im Spiel. Ohne Note

Marco Reus: Ersetzte erst in der 116. Minute den angeschlagenen Jadon Sancho. Ohne Note

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