8. Bundesliga-Spieltag

BVB-Einzelkritik gegen Köln: Nur zwei Spieler bekommen die Note 2

Karim Adeyemi, Jude Bellingham, Salih Özcan
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Jude Bellingham (rechts vorne) war neben Alexander Meyer der beste BVB-Akteur gegen den 1. FC Köln.

Der BVB hat die nächste Pleite kassiert. Beim 1. FC Köln gab es eine 2:3-Niederlage. Die Noten in der Einzelkritik.

Köln/Dortmund – Der BVB hat am 8. Bundesliga-Spieltag mit 2:3 gegen den 1. FC Köln verloren. Dabei ging Borussia Dortmund in einer unterhaltsamen Partie mit 1:0 in Führung. Die Noten in der Einzelkritik.

WettbewerbBundesliga
Begegnung1. FC Köln – Borussia Dortmund (3:2)
Spieltag8

BVB-Einzelkritik gegen Köln: Bitterer Arbeitstag für Meyer

Alexander Meyer: Bitterer Arbeitstag für den 31-Jährigen. Der Kobel-Ersatz war bei allen Gegentoren machtlos. Er verhinderte weitere Gegentreffer bei einer wackeligen BVB-Abwehr. Seine Ruhe am Ball konnte sich nicht auf seine Vorderleute übertragen. Note: 2,5

Thomas Meunier: Der BVB und seine Außenverteidiger – es bleibt ein Fall für sich. Der Rechtsverteidiger spielte eine schlechte Partie. Seine Zuspiele fanden wie so oft in der Vergangenheit keinen Abnehmer. Sein Geschwindigkeitsdefizit ist europaweit bekannt. Beim 1:3 ließ der 31-Jährige seine Position gänzlich unbesetzt. Immerhin: Er eroberte den Ball vor dem 1:0 durch Brandt (31. Spielminute). Daher gibt es in der Einzelkritik noch Note: 5

Thomas Meunier bleibt ein Unsicherheitsfaktor im BVB-Spiel.

BVB-Einzelkritik gegen Köln: Abwehr mit durchwachsener Leistung

Niklas Süle: Es war nicht sein bestes Spiel im Trikot von Borussia Dortmund. Der Innenverteidiger war beim 1:1 (53.) zu weit weg von Vorbereiter Maina. Beim 1:3 (71.) löste er sich zu spät und kam so gegen Ljubicic nicht rechtzeitig in den Zweikampf. Note: 4,5

Nico Schlotterbeck: Es ist nicht seine Woche. Nach dem bitteren Auftritt im DFB-Trikot gegen England hatte der Neuzugang auch gegen den 1. FC Köln Pech. Er ließ Ex-Dortmunder Tigges nach einer Kölner Ecke aus den Augen, der zum 1:2 (56.) einköpfte. Dennoch war er der beste in einer sonst schwachen BVB-Abwehr mit starker Zweikampfquote (90 Prozent), aber ausbaufähige Passquote (78 Prozent). Note: 3

Nico Schlotterbeck hatte nach bitterem DFB-Spiel auch im BVB-Trikot Pech.

Raphael Guerreiro: Der Portugiese zeigt weiterhin immense Schwächen im Defensivverhalten. Er ließ seinen Gegenspielern auf der linken BVB-Seite immer wieder zu viel Raum, brachte seine Qualitäten stattdessen in der Offensive zur Geltung. Nach 77 Spielminuten war Feierabend. Note: 4,5

BVB-Einzelkritik gegen Köln: Özcan und Bellingham zuverlässig wie eh und je

Salih Özcan: Nicht so stark wie sonst (62 Prozent Zweikampfquote) und doch unverzichtbar für die Westfalen. Bekam gegen seine Ex-Kollegen ordentlich was ab. Musste nach 70 Spielminuten Moukoko weichen – mit seiner Auswechslung ging die Dortmunder Ordnung verloren. Note: 3

Jude Bellingham: Sein Debüt als BVB-Kapitän hatte sich der 19-Jährige vermutlich anders vorgestellt. Der Engländer brauchte ein bisschen, um ins Spiel zu finden, fand aber Brandt vor dem 1:0 (31.). Note: 2,5

BVB-Einzelkritik gegen Köln: Brandt ist kein würdiger Reus-Ersatz

Karim Adeyemi: Der Neuzugang wartet weiter auf seinen ersten Bundesliga-Treffer für den BVB. Die Möglichkeiten dazu hatte er gegen die „Geißböcke“, doch blieb erfolglos. Er muss zwingend an seinem Abschluss arbeiten. Verließ für Hazard das Feld (61.). Note: 3,5

Julian Brandt: Der BVB hatte in Halbzeit eins erhebliche Probleme bei eigenem Ballbesitz gegen tiefstehende Kölner. Der auf der Zehn für den verletzten Marco Reus agierende Brandt hätte für Kreativität sorgen sollen, doch blieb ideenlos. Immerhin: Brandt sammelte seinen nächsten Scorer-Punkt, er schoss den BVB nach schöner Ballmitabnahme in Führung (31.). Note: 3

Bejubelten die 1:0-Führung für den BVB: Karim Adeyemi (l.) und Julian Brandt.

Donyell Malen: Der Rückkehrer zeigte sich besonders in den ersten Spielminuten sehr engagiert: Suchte immer wieder das Dribbling, nahm Tempo auf. Er verpasste die 2:0-Führung in der 41. Spielminute, als Schwäbe blitzschnell gegen den Niederländer reagierte. Baute in Halbzeit zwei ab und durfte nach 77 Spielminuten zum Duschen gehen. Note: 3

Anthony Modeste: Der Stürmer dürfte weiterhin keine Sympathiepunkte bei den BVB-Fans gesammelt haben. Der Franzose blieb erneut ohne Tor. Gegen seine Ex-Kollegen konnte er sich gegenüber der Vorwochen aber steigern (27 Ballaktionen, 2 Torabschlüsse, 83 Prozent angekommener Pässe). Note: 3,5

BVB-Einzelkritik gegen Köln: Einwechselspieler bleiben ohne Impact

Youssoufa Moukoko: Viel Pech für den 17-Jährigen: Er zeigte sich wie in den vergangenen Wochen nach seiner Einwechslung sehr engagiert, doch stand mehrmals im Abseits. Er kam für Özcan ins Spiel (70.). Note: 3,5

Thorgan Hazard: Betrat in der 61. Spielminute für Adeyemi den Rasen. Unglücklich in seinen Aktionen, so auch in der 76. als er den 2:3-Anschlusstreffer liegen ließ. Note: 3,5

Emre Can: Durfte in den Schlussminuten für Malen Spielminuten sammeln (77.). Ohne Note

Tom Rothe: Der BVB-Youngster kam, sah und traf! In der 77. Spielminute für Guerreiro eingewechselt, besorgte der Linksverteidiger prompt den 2:3-Anschlusstreffer (78.) – wenn auch unter Mitarbeit von Schmitz, der den Ball über Schwäbe hinweg unhaltbar in den Kölner Kasten abfälschte. Ohne Note