Aus Bayern nach Dortmund

BVB: Niklas Süle wehrt sich gegen schwere Anschuldigungen

Seit 1. Juli ist Niklas Süle offiziell Spieler des BVB. Jetzt räumt der Innenverteidiger mit Anschuldigungen auf.

Dortmund – Der Abschied vom FC Bayern verlief alles andere als geräuschlos. Jetzt räumt BVB-Neuzugang Niklas Süle mit einigen Vorwürfen auf.

NameNiklas Süle
Geboren3. September 1995 (Alter 26 Jahre), Frankfurt am Main
Größe1,95 Meter
Aktueller VereinBorussia Dormund (BVB)

BVB: Niklas Süle wehrt sich gegen schwere Anschuldigungen

Dass sich Niklas Süle für einen ablösefreien Wechsel zu Borussia Dortmund entschied, stieß beim FC Bayern München auf wenig Verständnis. Der Stammspieler sei zu verletzungsanfällig, ohnehin nicht unverzichtbar und nehme es mit der Professionalität nicht so genau, hieß es laut Kicker.

Niklas Süle wehrt sich nach seinem BVB-Transfer gegen Anschuldigungen.

Aus dem jüngsten Weihnachtsurlaub sei der 1,95-Meter-Mann etwa mit einem Kampfgewicht von 104 Kilo zurückgekehrt – die vereinsinterne Obergrenze soll bei maximal 100 Kilo gelegen haben. Jetzt reagiert Süle selbst im BVB-Mitgliedermagazin.

BVB: Niklas Süle will von Faulheits-Vorwürfen nichts wissen

„Wenn ich faul gewesen wäre, hätte ich nach so einer schweren Verletzung nie das Champions-League-Finale erreicht“, führt er an. Gemeint ist der Kreuzbandriss, den Niklas Süle sich im Oktober 2019 zugezogen hat. Im August 2020 stand er beim 1:0-Sieg im Königsklassen-Endspiel gegen Paris Saint-Germain für 65 Minuten auf dem Platz.

Er fühlt sich zu Unrecht den Faulheits-Vorwürfen ausgesetzt. Seine Erklärung: „Die Leute, die sowas in die Welt setzen, sehen immer nur den Niklas Süle, der ehrlich zugibt, dass er gerne mal einen Burger isst oder ein Bier trinkt. Ja und? Meinst du, andere Profis machen das nicht? Die reden nur nicht drüber.“

BVB: Niklas Süle beklagt fehlenden Respekt – und freut sich auf neues Kapitel in Dortmund

Er werde nun 27 Jahre alt, habe von der Relegation bis zum Champions-League-Finale alles erlebt. Und stellt klar: „Ich weiß, was ich kann und wo ich mich noch verbessern kann. Aber fehlenden Willen oder Faulheit lasse ich mir nicht unterstellen!”

Vielmehr freut sich der neue BVB-Star auf das nächste Karriere-Kapitel in Dortmund. „Ich bin in meiner Karriere trotz aller sportlichen Erfolge nicht immer so respektiert worden, wie ich es meiner Meinung nach verdient habe“, erinnert sich Süle. Obwohl bis zu seinem feststehenden Wechsel kein Bayern-Innenverteidiger mehr Saison-Einsatzminuten gesammelt hat, fehlte ihm die Wertschätzung in München.

„In den Gesprächen mit dem BVB ist mir dieser Respekt sofort glaubhaft entgegengebracht worden. Das hat mich wahnsinnig gefreut und bestärkt in der Ansicht: Das ist eine wahnsinnig geile Geschichte, die da entstehen kann.” In Dortmund hat der 40-fache DFB-Nationalspieler einen Vertrag bis Sommer 2026 unterschrieben. Laut Bild streicht er beim BVB ein Gehalt in Höhe von 11 Millionen Euro ein.

Rubriklistenbild: © Panthermedia/Imago, Revierfoto/Image, BVB, Collage: Nicolas Luik/RUHR24