Bosse sind enttäuscht

FC Bayern tritt nach Transfer von Niklas Süle zum BVB nach

Der FC Bayern scheint frustriert über den Weggang von Niklas Süle zum BVB. Der FCB tritt nach.

Dortmund/München - Es ist ein echter Paukenschlag in der Bundesliga. Mit Niklas Süle verlässt ein Stammspieler und deutscher Nationalspieler den Rekordmeister Bayern München ablösefrei, um sich in der kommenden Saison Borussia Dortmund anzuschließen. Es ist ein Wechsel, der polarisiert und gleichermaßen für Frustration in Süddeutschland sorgt.

NameNiklas Süle
Geboren3. September 1995 (Alter 26 Jahre), Frankfurt am Main
Größe1,95 Meter
Aktueller Verein FC Bayern München

BVB-Transfer von Niklas Süle: FC Bayern tritt wegen Wechsel jetzt nach

An der Säbener Straße war die Vorstandsriege ohnehin schon davon genervt, dass Niklas Süle seinen im Sommer auslaufenden Vertrag nicht verlängert und sich einer neuen Herausforderung annimmt. Dass es den 26-Jährigen jedoch ausgerechnet zum ärgsten Rivalen ins Ruhrgebiet zieht, war ein echter Schock.

Erst am Montag (8. Februar) wurden die Bayern-Bosse davon unterrichtet, dass der Wechsel von Niklas Süle zum BVB perfekt ist. Zuvor gingen die Verantwortlichen davon aus, dass es den Innenverteidiger ins Ausland zieht.

BVB: Niklas Süle von Karl-Heinz Rummenigge attackiert

Der Abgang wird in München offenbar sehr persönlich genommen. Bereits vor einigen Tagen sorgte Ex-Chef Karl-Heinz Rummenigge mit einer pikanten Aussage für Verwunderung.

Gegenüber Sky sagte der 66-Jährige über Niklas Süle: „Er war immer ein brauchbarer Spieler. Das Problem ist, er hat sich nie wirklich auf seiner Position durchgesetzt. In der Innenverteidigung ist Bayern München auch ohne ihn gut besetzt.“

Niklas Süle wird vom FC Bayern für seinen Wechsel zu Borussia Dortmund kritisiert.

BVB: Bilanz beim FC Bayern spricht eindeutig für Niklas Süle

Es sind Worte, die genau das zum Ausdruck bringen, was ihn zu einem Tapetenwechsel bewegten. Beim FC Bayern fehlte dem Abwehrspieler die nötige Anerkennung und Wertschätzung. Wie tz.de* berichtet, zeigt ein Statement von Niklas Süle, wie tief die Gräben mit dem FC Bayern inzwischen wirklich sind.

Mit Blick auf die Statistik wird zudem klar, dass die Aussagen von Rummenigge eher eine persönliche Enttäuschung als eine treffende sportliche Analyse widerspiegeln. In der Bundesliga lief Niklas Süle in fünf Jahren 105-mal für den deutschen Rekordmeister auf. In dieser Zeit gewann er vier Meisterschaften, zweimal den DFB-Pokal und einmal die Champions League.

BVB: Nach Süle-Transfer - Herbert Hainer deutet Geldgier an

Nachdem nun bekannt wurde, dass sein nächstes Kapitel Borussia Dortmund heißt, ließ auch Bayern-Präsident Herbert Hainer seiner Enttäuschung freien Lauf. Gegenüber der Sport Bild äußerte sich der 67-Jährige wie folgt: „Ich weiß nicht, was der Niklas Süle für ein Gehalt bekommt bei Borussia Dortmund. Ich glaube nicht, dass es ein sportlicher Aufstieg ist.“

Herbert Hainer und Karl-Heinz Rummenigge haben Niklas Süle für seinen Wechsel zum BVB kritisiert.

Damit verdreht Herbert Hainer einmal mehr die wahren Gründe hinter dem Süle-Beben. Erneut wird dem Spieler Profitgier vorgeworfen und das ausgerechnet in Verbindung mit dem BVB. Eine Schlussfolgerung, die im Hinblick auf den Etat beider Mannschaften so nur wenig glaubwürdig erscheint. *tz.de ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

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