Nach Attacke aus München

BVB: Niklas Süle erhebt Vorwürfe gegen Rummenigge

Niklas Süle kommt zum BVB. Doch sein Transfer wurde nicht überall gut aufgenommen. Jetzt äußert er sich zu den Bayern-Vorwürfen.

Dortmund/München – Fünf Jahre und 14 Titel hielt die Ära Niklas Süle beim FC Bayern an, ehe im Frühjahr 2022 bekannt gemacht wurde, dass der Verteidiger ablösefrei zum BVB wechselt. Die Trennung verlief nicht rundum friedlich.

PersonNiklas Süle
Geboren3. September 1995 (Alter 26 Jahre), Frankfurt am Main
Aufnehmender VereinBorussia Dortmund
Größe1,95 Meter

BVB-Transfer: Niklas Süle kontert jetzt Rummenigge-Attacke

Schon kurz nach der Transfer-Verkündung schoss der FC Bayern gegen den Abwehr-Spieler: Ein Kritikpunkt etwa war eine Gewichtszunahme über Weihnachten und das Überschreiten des Höchstgewichts von 100 Kilogramm. Doch das sollte nicht die einzige Spitze gegen den zukünftigen BVB-Profi sein. Ein Ex-Boss wurde sogar persönlich.

Karl-Heinz Rummenigge sagte über Niklas Süle im Februar bei Sky: „Er war immer ein brauchbarer Spieler. Das Problem ist, er hat sich nie wirklich auf seiner Position durchgesetzt. In der Innenverteidigung ist Bayern München auch ohne ihn gut besetzt.“ Ein Wechsel zu Borussia Dortmund ist also Anlass für das Degradieren der Leistung des Nationalspielers.

BVB-Transfer: Niklas Süle kontert jetzt Rummenigge-Attacke

Immerhin stand er 171 Spiele und insgesamt 12.676 Minuten im roten Trikot auf dem Platz. Bei der Sport Bild äußerte sich der 26-Jährige jetzt zum Rummenigge-Vorwurf.

BVB-Neuzugang Niklas Süle kontert jetzt einer despektierlichen Aussage von Bayern-Legende Rummenigge.

„Ich finde schon, dass ich zeigen konnte, dass ich mit 14 Titeln meinen Teil zu der erfolgreichen Geschichte des FC Bayern beitragen konnte“, stellte der zukünftige BVB-Verteidiger Niklas Süle klar.

BVB-Transfer: Niklas Süle erhebt Vorwürfe gegen Rummenigge – kein Standing bei der Führung

Und setzte seinerseits zur Kritik an: „Man darf bei der Gesamtbetrachtung auch die schwierigen Momente nicht vergessen: Ich kam im Champions-League-Finale 2020 gegen Paris in der 25. Minute nach einem Kreuzbandriss rein. Hansi Flick schenkte mir als Trainer sein Vertrauen. Dieses Vertrauen spürte ich nicht auf allen Ebenen im Klub.“

Er habe schnell gemerkt, „ein gewisses Standing in der Mannschaft, bei den Klub-Angestellten und den Fans“ zu haben. „Aus der Klub-Führung habe ich das nicht verspürt“, wird Niklas Süle deutlich. Schon nach Bekanntgabe des Transfers zum BVB begründete er die Entscheidung mit Wertschätzung, die er vonseiten der Schwarz-Gelben zu spüren bekam.

Eines will der Defensiv-Mann allerdings noch betonen: „Das ist, was mir ganz wichtig ist, kein Nachtreten. Und auch keine Abrechnung. Ich möchte nur erklären, wie ich mich gefühlt habe. Damals merkte ich nur, dass mir die Wertschätzung fehlt und ich etwas Neues machen will“, unterstrich er im Interview. Niklas Süle blickt auf fünf Jahre und 14 Titel mit dem FC Bayern freudig zurück, jetzt beginnt eine neue Ära in schwarz-gelb und ein klares Ziel: Die Meisterschale 2021/22 soll nicht seine letzte gewesen sein.

Rubriklistenbild: © Martin Hoffmann/Imago; Ulrich Hufnagel/Imago; Collage: Sabrina Wagner/RUHR24

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