Nico Schulz über BVB-Kapitän Marco Reus: "Einer der besten Spieler, mit denen ich je zusammengespielt habe"

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Nico Schulz unterschreibt beim BVB einen Vertrag bis 2024. Foto: BVB

Im einen Interview spricht BVB-Neuzugang Nico Schulz über einen Anruf von Michael Zorc, Druck sowie seine neuen Teamkollegen Marco Reus und Julian Brandt.

Im Interview mit dem BVB-Mitgliedermagazin spricht Nico Schulz über einen Anruf von Michael Zorc, Druck sowie seine neuen Teamkollegen Marco Reus und Julian Brandt.

  • Nico Schulz musste nicht lange überlegen, als das Angebot des BVB kam.
  • Der 26-Jährige glaubt nicht, dass der größere Druck beim BVB für ihn ein Problem sein wird.
  • Für Marco Reus und Julian Brandt findet er nur lobende Worte.

Ab der neuen Saison bekommt das Spiel des BVB noch mehr Geschwindigkeit. Mit Achraf Hakimi und Neuzugang Nico Schulz verfügen die Schwarzgelben dann über das schnellste Außenverteidiger-Duo der Liga. Beide erreichen einen Top-Speed von ungefähr 35 km/h. Hingegen Schulz' Vorgänger Jeremy Toljan (24) hat keine Chance mehr auf einen Einsatz beim BVB.

Schulz über BVB-Interesse: „Das muss ich machen!"

Doch das Tempo war natürlich nicht der einzige Grund, der für eine Verpflichtung des Linksverteidigers sprach. BVB-Sportdirektor Michael Zorc lobte zudem Schulz‘ Physis, seine „extreme Dynamik“ sowie dessen Kampfgeist und Erfolgsgier.

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Diese Kombination aus erfolgsversprechenden Faktoren bescherte Nico Schulz, dem fünftplatzierten Außenverteidiger in der aktuellen kicker-Rangliste des deutschen Fußballs, schließlich einen Anruf des Dortmunder Sportchefs. Wie der 26-Jährige in einem Interview mit dem BVB-Mitgliedermagazin verriet, musste er nicht lange nachdenken.

„Das muss ich machen! Zu einem Titelanwärter, zu so einer starken Mannschaft wechseln zu können – da gab es nichts weiter zu überlegen“, erinnert sich Schulz.

Während der letzten beiden Saisons überzeugte der gebürtige Berliner auf konstant hohen Niveau. Am Ende der Spielzeit 2017/18 wählte ihn der kicker zum siebtbesten Feldspieler der Bundesliga (Notenschnitt: 2,82) sowie auf Platz eins in der Rangliste „Außenbahn defensiv“.

Größerer Druck beim BVB kein Problem für Schulz

In diesem Jahr landete Nico Schulz, zusammen mit Jadon Sancho, auf Platz 15 bei allen Feldspielern (Notenschnitt: 2,88) und Platz fünf in der Rangliste der Außenverteidiger.

Dass er beim BVB nun unter einem größeren Druck steht als in Hoffenheim bereitet Schulz keine Sorgen. Auch bei der Nationalmannschaft gebe es den Druck, jedes Spiel seine Leistung bringen zu müssen, so der 26-Jährige.

Er glaube, „dass es kein so großer Unterschied mehr sein wird, auch wenn Dortmund eine andere Hausnummer ist als die TSG.“ Der Bundesliga-Spielplan für die kommende Saison sieht vor, dass Schulz am 17. Spieltag erstmals wieder auf seinen Ex-Verein treffen wird. Sein erstes Testspiel mit dem BVB überträgt DAZN live.

Schulz lobt BVB-Kollegen Reus und Brandt

Bei den jüngsten Qualifikations-Duellen zur Euro 2020 traf der achtmalige deutsche Nationalspieler auch auf seine künftigen BVB-Kollegen Marco Reus und Julian Brandt.

Nico Schulz, der sich durch seinen Wechsel nach Dortmund ein noch besseres Standing bei Joachim Löw erhofft, findet nur lobende Wort für die beiden Mitspieler.

Reus sei laut Schulz „nicht nur einer der besten Spieler, mit denen ich je zusammengespielt habe, sondern auch eine Persönlichkeit auf und neben dem Platz.“ Bei Brandt beeindrucke ihn dessen Schnelligkeit, Technik und Torinstinkt.

Schulz zur Systemfrage: "Für mich macht es keinen Unterschied, ob Dreier- oder Fünferkette"

Noch offen ist, in welchem taktischen System er mit Reus und/oder Brandt unter Lucien Favre auflaufen wird. Bei der TSG bevorzugte Julian Nagelsmann meist eine Dreierkette mit sehr offensiven Außenverteidigern. Favre wählte dagegen immer die „klassische“ Viererkette.

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Für Schulz seien beide Varianten kein Problem. „Ich glaube, ich kann beide Systeme gleich gut spielen. Für mich macht es keinen Unterschied, ob Dreier- oder Fünferkette."

Aktuelle BVB-Themen

An Selbstvertrauen mangelt es dem Verteidiger also schon mal nicht. Bei der Nationalmannschaft sagte er kürzlich „Ich will jedes Spiel spielen, das ist mein Anspruch. Ich komme nicht hierher, um nur auf der Bank zu sitzen.“