Trotz großem Erfolg

BVB-Nachwuchs-Chef Lars Ricken schlägt Alarm: „Individuelle Qualität fehlt“

Der BVB-Nachwuchs hatte unter der Woche Grund zum Jubeln. Dortmund-Legende Lars Ricken bremste die Euphorie allerdings deutlich.

Dortmund – Während das Champions-League-Spiel der BVB-Profis am vergangenen Mittwoch (2. November) beim FC Kopenhagen (1:1) eher bedeutungsarm gewesen ist, ging es für die A-Junioren in der Youth League um alles oder nichts. Das Team von Trainer Mike Tullberg musste beim FCK gewinnen, um in die nächste Runde einzuziehen.

BVB-Nachwuchs-Chef Lars Ricken schlägt Alarm: „Individuelle Qualität fehlt“

Nach einem langen und intensiven Kampf konnte sich die U19 von Borussia Dortmund am Ende mit 1:0 durchsetzen. Das Tor des Tages erzielte der 16-jährige Paris Brunner in der 87. Spielminute. Der Jubel kannte nach Abpfiff keine Grenzen. Auch der Direktor des BVB-Nachwuchsleistungszentrums, Lars Ricken, freute sich über den Erfolg.

Der 46-Jährige fand im Anschluss aber auch durchaus kritische Worte. Auf den vereinseigenen Kanälen erklärte der frühere Mittelfeldspieler: „Auf der Tribüne waren wir die ganze Zeit relativ leise. Man muss sagen: Kopenhagen war spielerisch besser als wir.“

BVB: U19 musste vor Saisonbeginn mehrere personelle Rückschläge hinnehmen

Eine Erklärung lieferte Lars Ricken direkt mit: „Am Anfang der Saison hatten wir eigentlich mit Tom Rothe und Bradley Fink geplant und hatten mit einem Auge auf Bynoe-Gittens geschielt. Die sind alle nicht dabei. Dementsprechend fehlt uns ein bisschen die individuelle Qualität.“

Bradley Fink verließ Borussia Dortmund zu Saisonbeginn bekanntlich in Richtung Basel. Tom Rothe und Jamie Bynoe-Gittens wurden von Edin Terzic zu den Profis befördert.

Lars Ricken sieht in der U19 des BVB ein kleines Qualitätsproblem.

BVB-U19 im Achtelfinale der Youth League: Lars Ricken ist „mächtig stolz“

Absolute Top-Stars gibt es demnach, anders als in der letzten Saison, in der die BVB-U19 bis ins Viertelfinale eingezogen ist, in diesem Jahr nicht. Die Hoffnung auf eine weite Reise in diesem Wettbewerb ist daher eher gering, macht aber den Achtfinaleinzug umso beeindruckender.

Das sieht auch Lars Ricken so: „Natürlich ist es schön, dass es so aufgeht. Die Jungs sind nach dem Spiel komplett ausgerastet. Wir haben die ersten beiden Spiele verloren und sind jetzt in die K.O-Phase eingezogen. Ich bin mächtig stolz auf die Jungs.“

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