BVB: Nach Pokalsieg gegen Gladbach – was den Fans jetzt Mut macht

Lucien Favre, Trainer des BVB. Foto: dpa
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Lucien Favre, Trainer des BVB. Foto: dpa

Beim BVB war auch im Pokalspiel gegen Gladbach noch viel Sand im Getriebe. Trotzdem gibt es einige Aspekte, die den BVB-Fans Mut machen können.

Der 2:1-Sieg des BVB im DFB-Pokal gegen Borussia Mönchengladbach war erneut weit entfernt von einer Glanzleistung. Dennoch können die Fans von Borussia Dortmund aus diesem hart erkämpften Sieg einige positive Signale mitnehmen.

  • Der BVB zeigt Bereitschaft und Siegeswille.
  • Platzt jetzt der Knoten bei Julian Brandt?
  • Zagadou zeigt, dass er mehr als nur eine Alternative darstellt.

BVB überzeugt im DFB-Pokal mit Kampf und Leidenschaft

Spielerisch war beim BVB im Pokalspiel am Mittwoch (30. Oktober) erneut viel Sand im Getriebe: Viele Fehlpässe, individuelle Fehler und überhastete Ballverluste. Der Gegner aus Gladbach zeigte sich jedoch in dieser Hinsicht kaum besser. Im Gegensatz zu den letzten Auftritten ließen die Dortmunder diesmal aber eines nicht vermissen: Kampf und Leidenschaft.

Die Zweikämpfe wurden gesucht und angenommen. Und selbst nach dem 0:1 gab sich die Mannschaft nicht auf, sondern schaltete sogar einen Gang hoch. Anders als in den vergangenen Wochen verfiel der BVB nicht in einen Verwaltungsmodus, sondern suchte das Spiel nach vorne.

BVB: Julian Brandt als Matchwinner – platzt jetzt der Knoten?

Mit seinem Doppelpack innerhalb von nur drei Minuten avancierte Julian Brandt (23) zweifellos zum Matchwinner. Vor seinen Toren allerdings war das Spiel des Neuzugangs erneut sehr fehlerbehaftet.

Ballverluste und Fehlpässe können aber auch eine Folge des fehlenden Selbstvertrauens sein. Somit besteht die Chance, dass die beiden entscheidenden Tore Brandt eben jenes etwas zurückgegeben haben und bei ihm jetzt sogar nachhaltig der Knoten platzt. Im Spiel gegen den VfL Wolfsburg bekommt er womöglich die Chance, dies unter Beweis zu stellen.

Zagadou in der Verteidigung des BVB: mehr als nur eine Alternative

Von fehlendem Selbstvertrauen kann bei Dan-Axel Zagadou, der beim BVB unter der Regie von Lucien Favre kaum zum Einsatz kommt, keine Rede sein. Der Franzose überzeugte trotz fehlender Spielpraxis mit seiner Präsenz und Zweikampfführung. Ausnahme: Beim Gegentor ließ er Marcus Thuram (22) aus den Augen, der ungehindert einköpfen konnte.

Insgesamt aber präsentierte sich Zagadou stark und zeigte, dass er mehr als nur eine Alternative bei Borussia Dortmund darstellt. Selbst wenn der erkrankte Mats Hummels (30) zurückkehrt, könnte Zagadou in der Mannschaft bleiben und den Platz des formschwachen Manuel Akanji (24) einnehmen.

BVB deutlich offensivfreudiger als zuletzt

Besonders erfreulich für die Fans und Trainer Lucien Favre (61) waren diesmal die Offensivbemühungen des BVB. 14 Torschüsse konnten die Dortmunder gegen Gladbach verbuchen. Im Derby am vergangenen Samstag waren es nur acht. Nach zuvor nur einem Tor aus den Spielen gegen Inter, Gladbach (in der Bundesliga) und Schalke gelangen gestern endlich mal wieder zwei Tore.

Ob der BVB den leicht positiven Trend bestätigen kann, zeigt sich bereits am Samstag (2. November) in der Bundesliga gegen den VfL Wolfsburg. Am Donnerstag (31. Oktober) äußerte sich Lucien Favre auf der Pressekonferenz über die Personalsituation und den kommenden Gegner. Am Samstag (2. November) besiegte der BVB den VfL Wolfsburg mit 3:0. Dabei glänzte besonders Thorgan Hazard.

Am Dienstag (5. November) geht es weiter. Die Partie in der Champions League zwischen dem BVB und Inter - alle Infos im Liveticker - steht an. Kann Borussia Dortmund den Aufwärtstrend untermauern?