DFB gesteht nach Kimmich-Tritt gegen Sancho Fehler ein: "War eine Rote Karte"

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Joshua Kimmich ist mit der Gelben Karte nach seinem Tritt gegen Sancho nicht einverstanden. Foto: Guido Kirchner/dpa

Nach dem Tritt von Kimmich (FC Bayern) gegen Sancho (BVB) und der Gelben Karte, hat er DFB einen Fehler eingestanden. Das war Rot.

DFB-Schiedsrichterchef Lutz-Michael Fröhlich (61) gesteht nach dem Supercup-Finale zwischen dem BVB und FC Bayern München einen Fehler ein. Joshua Kimmich (24) hatte Jadon Sancho (19) abseits des Platzes einen Tritt verpasst - das war Rot.

  • DFB-Schiedsrichterchef Lutz-Michael Fröhlich äußert sich zum Supercup.
  • Kimmich hatte Sancho abseits des Platzes getreten.
  • Der Spieler vom FC Bayern hatte nur eine Gelbe Karte bekommen - der BVB zeigte sich danach erbost.

Nach Informationen vom Sport Informationsdienst (SID), hat DFB-Schiedsrichterchef Fröhlich einen Fehler eingeräumt. "Wer einem Gegenspieler in einer Spielunterbrechung so auf den Fuß tritt, muss regeltechnisch eine Rote Karte bekommen."

Kimmich-Tritt gegen Sancho - es hätte eine Rote Karte geben müssen

Auch Videobeweis-Projektleiter Jochen Drees (49) äußerte sich und sagte dazu, dass der Video-Assistent Robert Schröder (33) im formalen Ablauf ein Fehler unterlaufen sei. Er hätte Schiedsrichter Daniel Siebert (35) zu einer eigenen Bewertung aufrufen sollen. Dieser hätte während des Spiels keine klare Wahrnehmung auf die Szene gehabt.

Immer wieder sorgt der Videobeweis für Probleme. Auch in der vergangenen Saison kam es im DFB-Pokal-Halbfinale zu einer skandalträchtigen Szene - FCB-Spieler Kingsley Coman (23) drang mit Speed in den Strafraum der Bremer ein.

Daniel Siebert auch im Spiel Bremen gegen Bayern im Fokus

Beim Körperkontakt mit Bremen-Verteidiger Gebre Selassie (32) fiel der Bayern-Spieler. Auch in diesem Spiel war Schiedsrichter Daniel Siebert im Dienst und pfiff Elfmeter.

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Robert Lewandowski (30) verwandelte. Bremen schied aus. Der DFB äußerte sich nach dem Spiel und gestand den Fehler ein.

Videobeweis macht so keinen Sinn mehr

Buzz09-/RUHR24-Redakteur Sven Fekkers ist der Meinung, dass der Videobeweis in der Form keinen Fortbestand mehr hat und hat seine Gedanken in einem Kommentar aufgeschrieben.

BVB-Sportdirektor M ichael Zorc (56) sah ebenfalls eine klare Fehlentscheidung und hat ein vernichtendes Urteil gegen den Videobeweis gefällt.

BVB-Youngster Sancho (19) lief zwar zunächst mit einem dicken Verband rum, gab aber am Sonntag (4. August) Entwarnung. Die Verletzung sei nicht so schlimm, es sei alles gut.

Auch der ehemalige BVB-Spieler Kevin Großkreutz (29) hatte am vergangenen Wochenende seinen Gegenspieler getreten. Im Gegensatz zu Kimmich hat sich beim Weltmeister allerdings der DFB-Kontrollausschuss eingeschaltet. So droht der Ex-BVB-Liebling das Pokalspiel gegen Borussia Dortmund zu verpassen.