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Der Bundesliga-Spielplan für die Saison 2019/2020 sorgt für Unmut beim BVB. So reagiert die DFL auf die Kritik.

  • Am Freitag präsentierte die DFL den Spielplan für die neue Saison.
  • Sportdirektor Michael Zorc kritisierte, dass der BVB nach jedem Champions League-Gruppenspiel auswärts antreten muss.
  • Die DFL äußerte sich nun zu den Vorwürfen

Update, Samstag (29. Juni), 11.44 Uhr: Die Deutsche Fußball Liga (DFL) ist für die Erstellung des Bundesliga-Spielplanes zuständig, über den Zorc (56) sich am Freitag (28. Juni) beschwert hatte. Ein Sprecher der DFL wies die Kritik des BVB-Sportdirektors nun gegenüber dem SID zurück.

DFL kontert: Wünsche des BVB berücksichtigt

Demnach versuche man, die Interessen der Vereine beim Erstellen der Spielpläne so gut es gehe zu vertreten. Auch die des BVB: „Die vorliegenden Spielpläne sind das Ergebnis der Gesamtbetrachtung für die Bundesliga und 2. Bundesliga unter der bestmöglichen Berücksichtigung zahlreicher Vorgaben unter anderem der Sicherheitsorgane sowie Wünschen der Klubs.“

Und weiter: „Die DFL hat sich dabei auch im Fall von Borussia Dortmund bemüht, den vorab bei der DFL hinterlegten Wünschen des Klubs bestmöglich zu entsprechen“.

BVB-Sportdirektor Michael Zorc ist unzufrieden mit dem Spielplan der kommenden Bundesliga-Saison.  Foto: Ina Fassbender/dpa
BVB-Sportdirektor Michael Zorc ist unzufrieden mit dem Spielplan der kommenden Bundesliga-Saison. Foto: Ina Fassbender/dpa

Um welche Wünsche es sich hierbei gehandelt hat, ist nicht bekannt. Als positiv für den BVB wird gemeinhin bewertet, dass man am ersten und am letzten Spieltag im Signal Iduna Park antreten darf.

Erstmeldung, Freitag (28. Juni), 21.40 Uhr: Am Freitag (28. Juni) um 12 Uhr veröffentlichte die Deutsche-Fußball-Liga (DFL) den Spielplan für die neue Saison. Eigentlich könnte man bei Borussia Dortmund durchaus zufrieden mit den Ansetzungen sein.

Zorc kritisiert Ansetzungen nach Champions League-Spielen

Zum Start gibt es mit dem Heimspiel gegen den FC Augsburg eine machbare Auftakthürde. An Spieltag zwei und drei gastiert der BVB jeweils auswärts bei den Aufsteigern 1. FC Köln und Union Berlin. Auch das sind lösbare Aufgaben. Die Gruppenphase der Champions League startet am 17. September.

Dennoch ist man in Dortmund unzufrieden. Grund dafür ist, dass die Schwarzgelben nach allen sechs Partien in der Champions League-Gruppenphase am darauffolgenden Bundesliga-Spieltag auswärts antreten müssen.

BVB-Sportdirektor Michael Zorc bewertet diese Tatsache als „ausgesprochen suboptimal“.

Gegenüber den Ruhr Nachrichten sagt Zorc: „Bewerten Sie gern selbst, ob es ausgewogen ist, wenn wir sechs Mal hintereinander, also immer, nach einem kräftezehrenden Champions-League-Spiel – ob nun daheim oder noch extremer auswärts – anschließend in der Bundesliga auswärts antreten müssen.“

Und fügt hinzu: „Jeder, der sich mit Belastungssteuerung und Reiseplanung auskennt, weiß, was das für Auswirkungen hat.“

Auch deshalb hat Michael Zorc die Transferpolitik des BVB modifiziert.

Letzte Saison spielte der BVB nur einmal auswärts

Die Gegner des BVB in diesen Auswärtsspielen lauten Eintracht Frankfurt (5. Spieltag), SC Freiburg (7.), Schalke 04 (9.), Bayern München (11.), Hertha BSC (13.) sowie Mainz 05 (15.).

In der vergangenen Saison musste der BVB in der Gruppenphase nur einmal zu einem Bundesliga-Auswärtsspiel reisen. Auf den 1:0-Sieg beim FC Brügge folgte ein 1:1 bei der TSG Hoffenheim. Nach dem Achtelfinal-Hinspiel gegen Tottenham Hotspur spielte Dortmund zudem 0:0 in Nürnberg.

Damals nahmen die Schwarzgelben über 77 Millionen Euro in der Champions League ein. Auch in der Saison 2019/20 winken wieder hohe Prämienzahlungen.

Aktuelle BVB-Themen

Titelkonkurrent FC Bayern darf in der Saison 2019/2020 nach jedem Champions League-Spiel zuhause antreten. In 2018/2019 waren es allerdings die Münchner, welche nach Auftritten in der Königsklasse meistens (in von fünf von sechs Fällen) auswärts spielen mussten.