Nur ein Stürmer bei Borussia Dortmund

Michael Zorc bestätigt: BVB setzt auf Erling Haaland im Sturm - und Youssoufa Moukoko

Erling Haaland bleibt beim BVB der einzige Stürmer im Kader. Borussia Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc begründet diese Entscheidung.

  • Borussia Dortmund hat in der abgelaufenen Saison einen neuen persönlichen Torrekord aufgestellt.
  • Großen Anteil daran hatte auch Winter-Neuzugang Erling Haaland.
  • Michael Zorc äußerte sich nun zu möglichen Transfers und Alternativen zum Norweger.

Dortmund - Erst kürzlich gab der BVB die Verpflichtung von Jude Bellingham (17) bekannt und verstärkte mit dem Transfer das zentrale Mittelfeld. Im Sturm, vor allem im Zentrum, ist Borussia Dortmund hingegen nicht sehr üppig besetzt. Ein Back-Up für Wunderkind Erling Haaland (20) scheint es laut Michael Zorc (57) dennoch nicht zu geben.

Name

Erling Braut Haaland

Geboren

21. Juli 2000 (Alter 19 Jahre), Leeds, Vereinigtes Königreich

Größe

1,94 Meter

Gewicht

87 Kilogramm

Eltern

Alf-Inge Haaland, Gry Marita Haaland

Geschwister

Astor Haaland, Gabrielle Haaland

Aktuelle Teams

Borussia Dortmund (#17 / Stürmer), Norwegische Nationalmannschaft

Beitrittsdaten

2017 (Molde FK), Januar 2019 (Red Bull Salzburg), Januar 2020 (BVB)

Michael Zorc lobt BVB-Sturm mit Erling Haaland: "Haben nicht zu wenig Tore geschossen"

Zuletzt hatte der Sportdirektor des BVB ein gutes Händchen für Transfers. Mit Jude Bellingham schnappte man sich ein viel umworbenes Mega-Talent aus England, von wo man zwei Jahre zuvor den eigenen Topscorer der abgelaufenen Saison, Jadon Sancho (20), geholt hatte. 

Gemeinsam mit dem nicht weniger hochgelobten Jungkicker Erling Haaland, der in einem Videospiel sogar seinen eigenen Jubel bekam, führte der nun von Manchester United umgarnte Engländer Borussia Dortmund zu einem neuen persönlichen Torrekord von 84 Toren in der Saison. "Nicht zu wenig Tore", wie Michael Zorc in der aktuellen Ausgabe des Kicker zitiert wird.

BVB-Sturm mit Erling Haaland: Michael Zorc sieht keinen "klassischen Neuner mehr"

Was sich zunächst liest wie eine banale Beschreibung der Tatsachen, ist durchaus suggestiv gemeint. Es galt als Antwort auf die Frage, ob der BVB noch einen zweiten Stürmer hinter dem norwegischen Offensivkünstler benötige. Denn: Auch ein Erling Haaland ist trotz übermenschlicher Auftritte nicht frei von Verletzungen oder Ermüdungserscheinungen.

Borussia Dortmund (alle BVB-Artikel bei RUHR24.de) wird in der kommenden Saison erneut dreifach durch Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League belastet sein. Klar, dass da mal rotiert werden muss. Michael Zorc verweist dabei auf die von Lucien Favre (62) oftmals genutzte Doppelspitze und erklärt, dass es einen "klassischen Neuner" gar nicht mehr gebe.

Mit Erling Haaland (l.) kann der BVB im Sturmzentrum auf große Durchschlagskraft hoffen.

BVB-Sturm: Im Windschatten von Erling Haaland soll ein junger Wilder lernen

Und in der Tat. Zwar hatte Erling Haaland mit 13 Toren und schnellen 81 Minuten pro Tor, wie der Kicker berechnete, großen Anteil an der Offensiv-Power des BVB. Doch auch Jadon Sancho (17), Marco Reus (11) und Raphael Guerreiro (8) zeigten sich treffsicher.

Ganz alternativlos wird Borussia Dortmund in der kommenden Saison im Sturmzentrum aber auch nicht sein. Mit Youssoufa Moukoko (15), mit dessen Schule der BVB verhandelt, steht eines der vielversprechendsten Talente Deutschlands in den Startlöchern. Vom ebenfalls noch jungen Norweger kann der bald 16-Jährige bereits viel lernen. Doch er soll behutsam an das Profigeschäft herangeführt werden.

Beim BVB erhält der Youssoufa Moukoko die Rückennummer 18, die auch Lars Ricken früher trug, wie die Ruhr Nachrichten berichten. Talente-Trainer Otto Addo gerät sogar regelrecht ins Schwärmen, wenn er über Youssoufa Moukoko spricht.

BVB-Sturm mit Erling Haaland: Michael Zorc sieht wohl keinen Bedarf

Die Krise durch die Coronavirus-Pandemie hat auch beim BVB finanzielle Löcher gerissen. Die Dienste von Jude Bellingham über die nächsten Jahre haben mit angeblich rund 23 Millionen Euro zudem das schwarzgelbe Konto belastet.

Die Aussagen von Michael Zorc lassen ebenfalls tief blicken und der Kicker meldet, dass der Sportdirekter keinen Bedarf sehe, noch einmal auf dem Transfermarkt tätig zu werden. Eine echte Verstärkung für die Ansprüche des BVB wäre zudem wahrscheinlich nicht gerade billig.

BVB-Sturm mit Erling Haaland: Michael Zorc verweist oft auf Zukunft von Jadon Sancho 

Ändern könnte diese Situation jedoch ein bestimmtes Szenario. Superstar Jadon Sancho liebäugelt immer mehr mit einem Wechsel zurück in die Heimat. Manchester United macht sich große Hoffnungen auf einen Transfer. Das würde zwar nicht das Sturm-Zentrum des BVB betreffen, dennoch aber ein großes Loch in die Offensive reißen.

Auch deshalb machte Michael Zorc zuletzt klar, dass Borussia Dortmund noch einmal aktiv auf dem Transfermarkt werde, falls der 20-Jährige Dortmund doch noch verlässt. Eine Ablösesumme von bis zu 120 Millionen Euro ist im Gespräch. Neben einem Ersatz für den Engländer wäre dann vielleicht auch noch das nötige Kleingeld für ein Back-Up für Erling Haaland vorhanden.