Irres Gerüchte-Karussell

BVB horcht auf: Memphis Depay überrascht mit Transfer-Aussagen

Memphis Depay Niederlande Länderspiel
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Der niederländische Nationalspieler Memphis Depay gilt als Transfer-Ziel des FC Barcelona und des BVB.

Der Transfer von Memphis Depay zum FC Barcelona scheiterte. Im Winter werden die Karten nun neu gemischt. Kann der BVB ein Wort mitsprechen?

Dortmund - Eigentlich schienen alle Rahmenbedingungen geklärt. Zwischen Olympique Lyon und dem FC Barcelona bestand Einigkeit bezüglich eines Wechsels von Memphis Depay (26). Und auch der Spieler konnte sich einen Transfer in die katalanische Metropole sehr gut vorstellen.

NameMemphis Depay
Geboren13. Februar 1994 (Alter 26 Jahre), Moordrecht, Niederlande
Größe1,76 Meter
Karrierebeginn2.000
Aktuelle TeamsOlympique Lyon (#11 / Stürmer), Niederländische Fußballnationalmannschaft (Stürmer)
ElternCora Schensema, Dennis Depay

Memphis Depay: Transfer zum FC Barcelona zerschlägt sich, auch BVB war in der Verlosung

Doch kurz vor Ende des Transferfensters in Spanien (5. Oktober) zerschlugen sich die Hoffnungen des Offensivspielers, der zwei Monate zuvor von der französischen L‘Equipe auch mit einem Wechsel zu Borussia Dortmund in Verbindung gebracht worden war. Laut Bild war Memphis Depay beim BVB als möglicher Ersatz für Jadon Sancho (20) gedacht, sollte dieser den Verein in Richtung Manchester United verlassen.

Eben jenes Manchester United ging nun bei Jadon Sancho leer aus und sorgte zudem unfreiwillig dafür, dass der Transfer von Memphis Depay zum FC Barcelona platzte (alle News zum BVB auf RUHR24.de). Denn der englische Rekordmeister konnte sich nicht mit Barca-Spieler Ousmane Dembélé (23) und dessen Verein auf einen Wechsel einigen.

Memphis Depay Leidtragender: Transfer von Ex-BVB-Profi Ousmane Dembélé zu Manchester United platzt

Manchester United wollte die Ex-BVB-Skandalnudel laut ESPN nur ausleihen, während der FC Barcelona einen dauerhaften Verkauf anstrebte. Auch Ousmane Dembélé selbst soll nicht überzeugt von den gebotenen Konditionen gewesen sein und hätte eine dauerhafte Lösung bevorzugt.

Sowohl für den BVB als auch für Memphis Depay hatte das Scheitern der Verhandlungen unangenehme Folgen. Borussia Dortmund gingen Einnahmen in Höhe von 15 Millionen Euro flöten, die bei einem Weiterverkauf von Ousmane Dembélé in die Kassen geflossen wären. Und dem FC Barcelona wiederum fehlte das nötige Kleingeld, um Memphis Depay von Olympique Lyon kaufen zu können.

Memphis Depay schoss in 138 Spielen für Olympique Lyon 54 Tore.

Transfer gescheitert: Memphis Depay ist enttäuscht vom FC Barcelona

Denn die Katalanen hätten neben Jean-Clair Todibo (20, Benfica Lissabon) und Rafinha (27, PSG) noch weitere Spieler abgeben müssen, um eine Gehaltsobergrenze der spanischen La Liga nicht zu sprengen. Zu allem Überfluss weist der FC Barcelona in der aktuellen Geschäftsbilanz einen Verlust von 97 Millionen Euro sowie 488 Millionen Schulden aus.

So scheiterte der Transfer von Memphis Depay zum FC Barcelona kurz vor Toreschluss. Und der niederländische Nationalspieler war darüber natürlich alles andere als begeistert. Denn es war „eigentlich alles geklärt“, wie er dem Algemeen Dagblad berichtete. Lyon-Präsident Jean-Michel Aulas (71) fügte auf einer Pressekonferenz laur barcawelt.de an: „Heute ist er enttäuscht, aber nicht von Lyon, sondern von Barcelona“.

BVB nun auch an Memphis Depay dran? FC Barcelona nicht mehr einziger Transfer-Kandidat

Hat das stolze Barca also seine Chance bei Memphis Depay verspielt? „Bald ist schon wieder Januar“, kündigt dieser an. „Dann werden wir sehen, wie sich die Dinge entwickeln. Nicht, dass ich defintiv gehen werde, aber die Chance, dass bald Vereine kommen werden, ist schon groß“. Interessant: Er spricht gegenüber dem Algemeen Dagblad bewusst von „Vereinen“ in der Mehrzahl.

Der FC Barcelona mit Neu-Trainer Ronald Koeman (57) ist nicht mehr die einzige Option: „Ich bin 26 Jahre alt und fast ablösefrei. Also kann man erwarten, dass Vereine Interesse zeigen“. Viele Fans des BVB würden sich wohl wünschen, dass auch ihr Verein dann in den Transfer-Poker um Memphis Depay einsteigt.

BVB-Transfer von Mempis Depay bleibt wohl nur ein Wunschtraum

Immerhin hat BVB-Star Jadon Sancho mit Memphis Depay schon öffentlich „geflirtet“. Weil dessen Vertrag bei Olympique Lyon nur noch bis Sommer 2021 läuft, stand zuletzt als mögliche Ablöse eine moderate Summe von 25 Millionen Euro im Raum. Für Borussia Dortmund wäre das Transfer-Paket inklusive Gehalt wohl trotzdem eine Nummer zu groß.

Der akute Bedarf ist durch den Verbleib von Jadon Sancho und die Verpflichtung von Reinier (19, auf Leihbasis für zwei Jahre von Real Madrid) zudem nicht mehr vorhanden. Dennoch darf man gespannt erwarten, was die nächste Runde im verrückten Transfer-Karussell um Memphis Depay zu bieten hat. Der Hauptdarsteller wartet entspannt ab und kommt zu dem Schluss: „Alles passiert aus einem bestimmten Grund“.