Nach Sevilla-Remis

Matthias Sammer attackiert wegen des Spiels gegen den FC Bayern den BVB

Borussia Dortmund ist in der Champions League nicht über ein 1:1 gegen Sevilla hinausgekommen. Matthias Sammer geht mit dem BVB hart ins Gericht.

Dortmund - Borussia Dortmund hat am Dienstag (11. Oktober) den vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale der Champions League verpasst. Das 1:1 gegen den FC Sevilla reichte nicht, um sich schon am vierten Spieltag für die nächste Runde zu qualifizieren. Matthias Sammer äußerte deshalb Kritik.

PersonMatthias Sammer
GeborenGeboren: 5. September 1967 (Alter: 55 Jahre), Dresden
Größe1,81 Meter
TätigkeitenBVB-Berater, Amazon-Prime-Experte

Matthias Sammer kritisiert Borussia Dortmund nach Sevilla-Remis

Der Europameister von 1996, der auch als externer Berater des Dortmunder Managements arbeitet, sagte in seiner Funktion als Experte bei Amazon Prime: „Der eine oder andere Spieler - der eine ist ein bisschen länger da, der andere ist gekommen - hat gedacht, dass es nach dem 2:2 gegen Bayern fünf Punkte auf unser Konto gab. Es gab aber nur einen.“

Es ist klar, was Sammer damit verdeutlichen wollte: Ausgerechnet der Dortmunder Wow-Moment gegen den großen Rivalen aus München hat eine vermeintliche Sorgenfreiheit ausgelöst.

Sammer-Attacke gegen den BVB: Bayern-Ekstase als Auslöser

Nüchtern betrachtet lag der BVB gegen den FCB (2:2) lange Zeit zurück und sicherte sich in der fünften Minute der Nachspielzeit gerade noch so einen Punkt. In der Bundesliga belegt Dortmund nach wie vor nur Platz vier.

So schön die BVB-Ekstase gegen Bayern am Samstagabend gewesen ist – die Probleme sind damit nicht gelöst worden.

Matthias Sammer ärgerte sich nach dem 2:2 gegen den FC Bayern über das Dortmunder 1:1 gegen Sevilla.

Matthias Sammer: „Die Frage ist dann, wie man damit umgeht und wie man auftritt“

Sammer schlägt nach dem 1:1 gegen Sevilla in genau diese Kerbe: „Letztendlich haben wir zweimal zuhause nur Unentschieden gespielt. Die Frage ist dann, wie man damit umgeht und wie man auftritt.“

Dem 55-Jährigen missfiel vor allem die fehlende Einsatzfreude gewisser Borussen. Namen nannte er zwar nicht, es war aber offensichtlich, dass ihm gerade die Offensivabteilung an diesem Abend wenig zusagte.

Sammer erklärte: „Wir haben sportlich viele Dinge vermissen lassen. Wir sind gewisse Laufwege nicht mitgegangen mit dem Ball. Ohne Ball hat einer attackiert und die anderen standen daneben. Es war keine homogene Konstellation in der Gemeinsamkeit.“

Borussia Dortmund noch nicht für das Achtelfinale der Champions League qualifiziert

So steht der BVB nach vier Champions-League-Spieltagen mit fünf Punkten Vorsprung zwar relativ komfortabel auf Platz zwei der Gruppe G. Aber: Das vorzeitige Achtelfinal-Ticket wurde eben nicht gelöst.

Mit dem Einzug in die nächste Runde ist auch eine Menge Geld verbunden. So oder so: Schon jetzt hat der BVB in der Champions League viele Millionen verdient.

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