Nach CL-Pleite

Mats Hummels attackiert Journalisten und verteidigt BVB-Kollegen

Sichtlich angefressen ist Mats Hummels nach der BVB-Pleite in Manchester vors Mikrofon getreten. Mit deutlichen Worten verteidigte er einen Teamkollegen.

Dortmund – Der Frust saß tief bei Mats Hummels nach der 1:2-Pleite des BVB am Mittwochabend (14. September) bei Manchester City. Der BVB schnupperte lange Zeit an einem Auswärtssieg. Doch zwei Treffer in der Schlussphase des Champions-League-Spiels besiegelten die Dortmunder Niederlage.

NameMats Hummels
Geboren16. Dezember 1988 (Alter 33 Jahre), Bergisch Gladbach
Größe1,91 Meter
Aktuelles TeamBorussia Dortmund

Der Frust sitzt tief bei Hummels nach der BVB-Pleite in Manchester

„Wir hatten Manchester City. Wir haben uns 80 Minuten aufgeopfert und hatten sie da, wo wir sie haben wollten“, motzte Mats Hummels nach dem Spiel bei DAZN. „Sie hatten kaum Tor-Chancen, sie hatten viel Ballbesitz, aber da, wo sie ihn haben dürfen.“

„Und dann haben wir einfach zwei freie Bälle 20 Meter vorm Tor einfach zugelassen, anstatt 95 Minuten lang über die Grenze zu gehen“, sagte ein sichtlich frustrierter Hummels. „Wir waren kaputt, das ist okay, weil wir uns aufgeopfert haben. Aber es lag nicht am System, sondern daran, dass wir passiv wurden.“

Hummels über Ex-BVB-Kollege: „Dann ist Erling Haaland eben Erling Haaland“

John Stones erzielte per Fernschuss den 1:1-Ausgleich für Manchester City (80. Spielminute). Vier Minuten später traf Ex-BVB-Stürmer Erling Haaland artistisch zum 2:1-Endstand (84.). Ein Treffer mit dem Prädikat Weltklasse.

Hummels: „Wir lassen die Flanke zu, gehen nicht drauf – und dann ist Erling Haaland eben Erling Haaland.“ Der Norweger sprang nach Laufduell mit Nico Schlotterbeck in die Höhe und vollendete mit dem linken Fuß aus kurzer Distanz per Volley.

Mats Hummels ist massiv von der 1:2-Pleite des BVB in Manchester genervt.

Ein Gegentor, das der BVB – insbesondere Schlotterbeck – hätte verhindern können? Nicht laut Hummels.

Hummels verteidigt BVB-Kollegen Schlotterbeck und greift Journalisten an

„Es soll niemand auf die Idee kommen, irgendwem da die Schuld zu geben, Schlotterbeck oder so. Denn das ist nicht zu verteidigen“, sagte Hummels über das 1:2 von Ex-Kollege Haaland, der vor der Saison für 75 Millionen Euro vom BVB zu Manchester City gewechselt war.

„Wenn ich da von irgendjemanden lese, Schlotterbeck kommt zu spät in den Zweikampf, der kann sich sofort vom Sportjournalismus abmelden“, nahm Hummels den BVB-Neuzugang in Schutz. Schlotterbeck war erst in der 78. für Anthony Modeste eingewechselt worden. Eigentlich hätte der Innenverteidiger von Beginn an spielen sollen.

BVB-Trainer Terzic erklärt Schlotterbecks Bankplatz

„Schlotterbeck war fest eingeplant“, sagte BVB-Trainer Edin Terzic nach der Partie. „Allerdings hat er gestern (Dienstag, Anm. d. Red.) nach dem Training signalisiert, dass sein Rücken ein bisschen zugemacht hat.“

Schlotterbeck habe sich daraufhin „sehr lange und sehr häufig behandeln lassen, sodass wir ihn spielfähig bekommen haben“. Jedoch sei das Risiko einer Verletzung und ihn wochenlang ersetzen zu müssen, zu groß gewesen, weswegen er gegen Manchester City zunächst auf der Bank saß, erklärte Terzic.

Rubriklistenbild: © Imago, Fotomontage: RUHR24

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